1510 verkauften Heinrich Beilgen, der Vater des Matthias, und dessen Ehefrau Katharina an den Zöllner zu Bergheim 123 Reinhard Hambloch und seine Ehefrau Berta (Tochter des Vogts und Amtmanns zu Bergheim) für 300 hornische Gulden eine Erbrente von 15 Maltern Roggen kölnischen Maßes. Beim Übergang der von Heinrich Beilgen im Kaufbrief namentlich genannten Pfandgüter in den Besitz Bertas kam es zum Streit. 1532 verfügte das Gericht Pulheim zugunsten der Gertrud im Hof einen Arrest auf der Eheleute Beilgin Gut zu Pulheim wegen einer mehrere Jahre ausständigen Erbrente von 40 Goldgulden. Während die Appellatin wegen Nichtzahlung der jährlichen Erbrente von 15 Mltr. Korn Einweisung in Güter der Appellanten forderte, bestritten diese die Rechtmäßigkeit der Forderung und machten Gegenforderungen geltend. Der Appellant plädiert auf Nichtigkeit des vorinstanzlichen Verfahrens, weil seine Einwände gegen die Rechtmäßigkeit der Forderung nicht geprüft worden seien. Die Appellatin bestreitet die Zulässigkeit des RKG-Verfahrens wegen Fristversäumnis.
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1510 verkauften Heinrich Beilgen, der Vater des Matthias, und dessen Ehefrau Katharina an den Zöllner zu Bergheim 123 Reinhard Hambloch und seine Ehefrau Berta (Tochter des Vogts und Amtmanns zu Bergheim) für 300 hornische Gulden eine Erbrente von 15 Maltern Roggen kölnischen Maßes. Beim Übergang der von Heinrich Beilgen im Kaufbrief namentlich genannten Pfandgüter in den Besitz Bertas kam es zum Streit. 1532 verfügte das Gericht Pulheim zugunsten der Gertrud im Hof einen Arrest auf der Eheleute Beilgin Gut zu Pulheim wegen einer mehrere Jahre ausständigen Erbrente von 40 Goldgulden. Während die Appellatin wegen Nichtzahlung der jährlichen Erbrente von 15 Mltr. Korn Einweisung in Güter der Appellanten forderte, bestritten diese die Rechtmäßigkeit der Forderung und machten Gegenforderungen geltend. Der Appellant plädiert auf Nichtigkeit des vorinstanzlichen Verfahrens, weil seine Einwände gegen die Rechtmäßigkeit der Forderung nicht geprüft worden seien. Die Appellatin bestreitet die Zulässigkeit des RKG-Verfahrens wegen Fristversäumnis.
AA 0627, 250 - B 458/2324
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1529-1540 (1510-1540)
Enthaeltvermerke: Kläger: Matthias Beilgin (Beilgen, Belgin, Boelgen, Bolchen, Polgen, Buelgin, Buylchenn), zu Pulheim (Polheim, Peilheim, Herzogtum Jülich; Kr. Köln); ab 1529 seine Witwe Maria für sich und ihre Kinder, (Bekl.); als Interessentin, ab Juli 1533, ihre Gläubigerin Gertrud im Hof (Hoeff), Witwe des Johann Kessell, Bürgerin zu Köln Beklagter: Berta Blachamer aus Bergheim, Witwe des dortigen Zöllners Reinhard Hambloch (Haimbloch), (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Friedrich Reffstock 1528 - Hieronymus Lerchenfelder - Christoph Hoss - Hieronymus Froesch - Johann Helffman - Friedrich Reffsteck 1529 - Franz Froschs - Dr. Theobaldus (sic) - Lic. Johann Helmann - für Gertrud im Hof: Dr. Frederich Reffsteck 1533 - Dr. Claudius Pius Peutinger - Dr. Hieronymus Lerchenfelder - Dr. Adam Werner - Lic. Johannes Helffman Prokuratoren (Bekl.): Dr. Heinrich Liebsaw van Rostock 1529 - Dr. Konrad Swapach - Dr. Friedrich Reffsteck - Lic. Johann Helffmann - Johann Helffmann 1531 - Hieronymus Hauser - Valentin Gotfridt Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Vogt zu Bergheim und Schöffen zu Pulheim, auf Unterweisung durch das Hauptgericht (Schultheiß und Schöffen) zu Jülich 1528 - 2. RKG 1529-1540 (1510-1540) Beweismittel: Acta priora (Q 8). Von Dr. Claudius Pius Peutinger unterschriebene Punkte zur Zeugenbefragung, prod. 1533 (49-57). Zeugenbefragung durch die RKG-Kommission 1535 in Köln, wobei als Anwalt der Witwe Beilgin Kaspar (Jaspar) im Hof (Hobe) gen. zur Roten Tür (zor Roither Thuerenn), der Bruder Gertruds fungierte (69-193). Beschreibung: 6 cm, 360 Bl.; Q 1-32, 1 Beilage. Der Prozeß wurde 1959 vom Staatsarchiv Münster abgegeben.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
21.04.2026, 09:51 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
- 2. Buchstabe B (Gliederung)