Heintze, Enkel Herrn Dulmans zu Nassau, Bürgers zu Mainz ("Mentze"), u.s. Fr. "Gudichin" bestehen zu Erbe von Dekan, Kapitel und Präsenz von St. Johann 3 1/2 Morgen Anwender zu Nackenheim auf dem roten Berg ("Nagkeim, off dem Roden Berge") (am Pfarrer), der Präsenz gehörig. Das Stück soll binnen dreier Jahre gerodet und zu Wingert gemacht werden, in jedem Jahr ein Drittel, wozu das Stift 10 fl leiht. Alljährlich ist ein Drittel des Weinertrags zu reichen, dazu in den ersten drei Jahren je ein Drittel der geliehenen Summe zurückzuzahlen. Die Beständer haben den Diener, den das Stift im Herbst schickt, zu verköstigen; das Stift erhält sein Drittel des Weinertrags vor der Kelterung. Unteilbarkeits- und Vorkaufsklausel. - S.: 1) Der Aussteller, 2) Heinrich, Pfarrer zu Nackenheim ("Nagkein"). - "Der gebin ist 1378 des nehsten fritags vor unser frauwen dag Annuntiationis in der fasten". Aus vereinzelten Personennennungen ergibt sich, daß folgender Eintrag 16. Jh. ebenda, Bl. 141, etwa gleichzeitig zu datieren ist: Unterpfänder (verpfändet von Heinrich "Haverman" von Nackenheim ("Nagheim")) für 51 Malter Roggen in Nackenheim, wovon 30 dem Vikar des St-Nikolaus-Altars, 21 der Präsenz (von St. Johannes) zustehen: 1) Im Feld gegen Bodenheim ("Badenheim") 32 5/12 Morgen oder Joch in 17 Stücken von 2 1/2-8 Joch, ferner ein Hof im Dorf Nackenheim. FIN: Zu Dynyndal; off dem Riche by Meyleborne; am Gyrsberge; zum Redilhecke, am Graswege by dem fronehofe (darunter 8 Joch); an der Barthen; aput Hunkelsacke; am Lortzwiler Wege; an der Dyerhelde; off dem Riech off die Kysel wiesen; am Hampusche; an Hagelcrutze oder an dem Hagenpusche oder an dem Hagelborne. - 2) Im andern Feld 35 1/3 oder 36 1/2 Morgen oder Joch (davon 4 Morgen Wingert) in 12 oder 13 Stücken von 1/3-11 Joch FIN: Uff dem Hundesangel hinter dem Hof by dem Fronhofe; an dem Badenheymer pade; uff dem Riche; in Dufelsloche; an der Dyerhelde; off dem Berge (8 Morgen Acker und Weingarten). - 3) Wiesen außerhalb des Dorfes: 8 Schläge (slege) - 1 1/2 Morgen; 2 1/2 Morgen, 1 Joch bei Badenheim; 3 Schläge - 1/2 Morgen gefur der Habernwiesen. - Diese Stücke sind nach Spruch des Dorfgerichts außerdem nur St. Stephan mit 8 Schillinge Mainzer Pfennige Zins und einem Eber pflichtig. - Zu den vorgenannten Stücken sind folgende verpfändet: 1 Joch off Dail wiesen; 1 Zweitel Weingarten am Spitzenberg (verpfändet von Petrus Duphus); 1 Joch Acker, stößt off die Auwiesen (verpfändet von Heilmannus carnifex); 1 Joch Wiese in den Auwie sen; 1/2 Joch; 3 oder 3 1/2 Morgen off den Bergen; 3 1/2 Joch (Anwender) off dem Rodenberge an der Kirche zu Nagheim; 5 Viertel gen. das Sturstucke off dem Rodenberge. - Angrenzer: Nonnen zu Oppenheim; Nonnen "de Indagine prope Bolandiam"; Ritter Gilfradus; Ritter Johannes; Ritter Dielman; Ritter Culmann von Lörzweiler ("Lortzwiler"); der Kelner; der Pfarrer, Pleban oder Widdum; Fulschußel; die Stiefsöhne des Steynkopp; Contze Gustenhofer; Hennicken zum Humbrechte; Jungfrau Dyne; Ritter Peter von Udenheim; Humbert zum Widder ("Humbertus de Ariete"), Bürger zu Mainz; St. Johannes; St. Stephan; die Siechen. - (Vgl. die Stiftungsurkunde der St. Nikolaus-Vikarie 30.4.1294: Baur II Nr. 509. - Zur Datierung: Gelfrich v. Nackenheim 1384, Konz Gostenhofer 1370, Hennekin zum Humbrecht 1332-69, Arnold Steinmetze 1336-69 genannt).

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