A1: Hans Schonpach, Bürger zu Nürnberg. A2: Hans Ingram, Bürger zu Nürnberg. A3: Katharina Ingramin, Frau von A2. A4: Anna Flockin, Witwe, Bürgerin zu Nürnberg. A1 - A4 als Vormünder des Geschäfts der Margreth Bolachin, Witwe des Konz Bolach. S1: Antoni Haller, Bürger und Genannter des größeren Rats zu Nürnberg. S2: Endres von Watt, Bürger und Genannter des größeren Rats zu Nürnberg. Betreff: Inventarisierung des Nachlasses der Margreth Bolachin in Beisein der erbetenen Zeugen Johann Tuchscherer, geschworener Gerichtsschreiber in Nürnberg, Lorenz Flock, Clara, Frau des Hans Rappolt, und Clara, Frau des Hans Flock. Folgende Stücke wurden aufgenommen: 1) Die Eckbehausung zunächst der Häuser des Peter von Als, genannt Johanns, in der die Bolachin gewohnt hat;. 2) im Keller der Behausung 2 zilige Scheffer mit weißem, eingemachtem Kraut, ein halbeimeriges leeres Bierfäßlein, ein Handpeihel, eine Röhre aus Messing, 2 kleine Henlin (?) aus Messing;. 3) an der Tenne, wo man in die Behausung geht, ein Meß Holz, Salz in einem zweieimerigen Faß, ein Schaff und ein Tragkorb;. 4) im Gewölbe bei der Tenne eine Wanne, ein Lenntschaff (?), ein Stutzen, ein leeres Schmalzküblein, ein Waschzuber, eine Haue und ein alter Himmel;. 5) im Kämmerlein auf dem Kellerhals eine Leiter und etliche alte Bretter und Stangen;. 6) auf der Laube darüber und vor der großen Wohnstube eine Truhe auf einem Fuß, darinnen 24 Strennen (Strang?) Garn, ein Küchenbehälter mit Küchengerätlein und alten Hafen, 2 neue Vorbänke, ein Truhensidel (Truhenbank) mit einem Pelzlein, einem Unterrock, einem Stewchlin (?), einem Schürzlein und anderem alten Plunderwerk darin, ein Behälter mit einer ´zergrabenen´ Krone und einem ´zergrabenen´ Fuß darin, ein Spiegel von Ach (Aachen?), eine Kissenziech, eitel Dockenwerk (Puppenspielzeug) und soliches Zyntzerlach, dahinter auf der Bank 3 Tischtücher, die in Gebrauch sind;. 7) in der finsteren Kammer ein Spannbett, ein Federbett, ein Deckbett, 2 Polster, 2 Leilach (Leintücher), und eine Decke;. 8) in der Kammer neben der Küche ein Spannbett mit 5 Leilach (Leintücher), ein Tischtuch, ein Ingefider (Bettfedern?) zu einem Bett, ein wenig graues Tuch, eine Kissenziech, eine Haube, ein Goller, ein graues Schurzhemd, ein schwarzer wollener Rock, ein lemmeriner Ärmelpelz, ein Predigstuhl (Kanzel), eine geschriebene Tafel, in welcher die Kinder lernen, eine Truhe auf einem Fuß, darin 3 Schurzhemden, ein ungefirzt und ein gefirzt Halshemd, beide mit Gesperren (?), ein Taphart (Mantel) mit Gesperren und einer ohne Gesperr, 6 Unterhemden, 3 Stürze, 2 Kindbettstöße, ein Tauftuch, ein Westerhemd, ein Wickelband, ein blauer Kindbettvorhang, 2 Hauben, ein gewirktes Pancklach (Banktuch), eine blaue Kissenziech, ein Kissen, ein scharlachrotes Birett, ein Trummlein weißwollenes Tuch und alte Hadern in einem Sack, im Beilädlein der Truhe ein roter lederner Frauenwetschgaw (?), 2 Schlüsselringe, eine weiße Kissenziech, 2 Fatschenlein (Wickelbänder), 2 Paar Schuhe und ein Paar ertiger (?), oben vergoldeter Socken, vor dem Spannbett 2 Fußladen, in der einen ein schwarzes und ein braunes seidenes Wams, eine schwarze zottete Kappe, ein schwarzer, zweifacher wollener Mannsrock, 9 Wamshemden, ein brauner und ein schwarzer Hut und 2 Trümmlein schwarze und braune Seide, in der anderen ein bemaltes Tuch, ein altes weißes Röcklein, ein schwarzes Röcklein, ein grauer alter Mantel, ein grauer alter Mannsrock und 2 alte Paar Hosen, eine unversperrte Truhe, darin ein Handzwehel, ein neuer Gewandbehälter, darin ein alter schwarzer arresiner (Arras?) Rock, 2 braune wollene Röcke mit Gesperren, ein grüner Rock mit Gesperren, eine rote schamelottene (seidene) Schaube mit weißfehem Futter und vergoldeten Knöpfen, eine schwarze schamelottene Schaube mit Knöpfen und unterfüttert mit Schetter (Leinwand), eine grünarresine und mit grauem Fech unterfütterte Schaube mit Knöpfen, ein wollener brauner Frauenmantel mit einer graufehen (graufarbigen) Kursen (Pelzkleid), ein grüner wollener Mantel mit roter Seide, ein schwarzer wollener Mantel mit schwarzer Seide, ein roter (Mantel) mit roter Seide, ein schwarzer arresiner (Mantel) mit schilher Seide, ein weißfeher (weißfarbener) Brustpelz, ein schwarzes Schurzhemd, ein schwarzes Reitmäntlein und ein Loden gewirkte Tischtücher, ein neues Gießfaßbehälterlein, ein an der Wand hängender gemalter Himmel, ein schwarzer wollener und 2 schwarzarresine Mäntel mit schwarzer Seide und ein altes Schwert;. 9) in der großen Wohnstube 2 Sesselein, ein Kruzifix, ein Spiegel, 2 lederne Bankpolster, 2 Kissen, ein leeres Essigfäßlein an der Wand und ein Gießbehälter, eine Truhe, darin ein Zugefider, eine Ziech über einem kleinen Bettlein, eine weiße neue Kissenziech, ein Lenndkissen, ein kleines Bauchkissen, ein alter Unterpelz und ein permetten (pergamentenes) Gebetbüchlein, ein Schreibtisch, darin ein Stuppüchslin (?) zum Schreiben, 3 Schächtelchen zur Hälfte mit Konfekt, eine Spritze aus Messing, ein Calamal (?) und ein Pennal (?), ein Paar Messer, eine Nußzange, ein Taschengürtel und ein Paar Messer aneinander und ein Enspin (Spinnwirtel) aus Messing, im Behälter in der Wand bei demselben Tisch ein Zänglein, etliche weiße Ringlein und ein Glas mit Kreuzschmalz;. 10) in der Kammer an der Stube ein Spannbett, ein Strohsack, ein Federbett, ein Polster, ein Kissen, 2 Leilach, eine rote Schalaun (Decke) und ein Deckbett, vor diesem Bett ein Trühlein, darin Dinglach, die der Rappoltin gehören;. 11) auf dem Soler (Söller) darnach, wo man die Stiege hinaufgeht, etliche alte Schaff, ein Brotkorb, ein Blasebalg, ein Hühnerkorb, ein Gemachstuhl, ein Sessel und etliche alte Hafen;. 12) in der finsteren Kammer am Soler 2 Spinnrädlein, ein kleines Zuberlein, ein leeres Spannbett, eine Pütte, ein Waschmulterlein, 2 Garnhaspeln, ein Kessel und ein Dreifuß;. 13) in der Kammer darnach ein Spannbett, ein Strohsack, ein Federbett, ein Deckbett, ein Kissen, 2 Leilach und ein ledernes Kissen, bei 12 Pfund Flachs, bei 4 Pfund Schmalz in einem Küblein, eine schwarzarresine Schaube mit weißem Feh unterfüttert und ein Stewchlin;. 14) in der Frauenkammer bei dem kleinen Stüblein eine Waage, 4 Pfund Gewichte, ein Eisenhut, ein Krebs, ein Goller, ein Schweinsspieß, ein neues Liechtmodel (?), eine Flachshechel, 12 Gläser mit gebranntem Wasser, 6 Gläser mit ´eingemachtem Ding´, ein Glas mit altem Öl, 7 Leilach, ein Unterpelz, ein Brustpelz, eine alte arresine schwarze Schaube, ein wollener schwarzer Unterrock, ein Spannbett, 2 Federbetten, 2 Polster, 2 Leilach, eine Decke, ein Sidel (Bank, Banktruhe), darin 2 Leilach, 5 Halshemdlein, ein Unterhemd, 11 Fatschenlein (Wickelbänder), ein Paar rote seidene Zöpfe, 5 neue Zwachtücher (?), 30 kleine und große Halsgoller, 13 gute und böse Hauben, 4 Schurzflecken und ein Badfleck, 4 Kissenziech, 3 Leinensäcke, 3 Handzweheln (Handtücher), ein Tischtuch, 4 Stewchlin (?), ein Haartüchlein, eine neue Sturzpresse, darunter 2 rechte Stürze und ein Regensturz, 2 schlechte Sidel (Bänke, Banktruhen), eine Schleierlade, darin zwei graufarbige Brustpelze, 5 Stürze, 2 neue Trühlein, 2 Hauben mit Schilten (?), 2 Stewchlin (?), neue Schleier, etliche mit schlechten, etliche mit goldenen Leisten, ein Regensturz, ein Leibgedingsbrief aus Coburg, bezeichnet mit einem ´A´, ein roter Frauenwetschga (?), 2 Beutelein, eine einfache Schalaundecke, ein schwarzes lemrins Häublein, ein Fatschenlein (Wickelband), ein Bauchkisslein, 63 Strennen (Stränge?) gewirktes und gesottens (gedroschenes) Garn aus Flachs, eine Truhe auf einem Fuß, darin 17 Handzwehel (Handtücher), 14 allerlei Tischtücher, 14 Leilacher, 5 Unterhemden, 2 Badekittel, 4 weiße Schurzhemden, ein schwarzes Vorhänglein für ein Fenster, 8 Häublein, 5 Zwachtücher (?), 3 Stewchlin (?), 5 Goller, ein Badesack, , eine gestreifte Bettziech, eine Polsterziech, eine Kissenziech, ein Schleier, 31 Klewlin (Knäuel) Garn in einem Badesäcklein, 3 Stück Seife, ein Paar Zockeln (Socken?), 3 Paar rotseidene Zöpfe, eine Bürste, ein rotsamtenes Göllerlein, ein schwarzer lederner Gürtel mit 9 silbernen Spänglein, einem silbernen Ring und einem Beutel, ein Nadelbein und ein Schreibtäfelein, 4 Spindeln mit baumwollenem Garn und ein altes samtenes Göllerlein;. 15) auf dem Lewbel (?) zwischen der vorgenannten Kammer und dem kleinen Stüblein ein bloßes Deckbett, 2 Kissen, ein Tisch, eine Hackbank, darin alte Hafen, im genannten Stüblein ein Tisch, darin 3 Schachteln mit Konfekt, ein hölzernes Rupetlin (?), das ´voneinander geht´, an der Wand ein Horologium, ein bemaltes Tüchlein mit einem Kruzifix und ein neuer Spiegel;. 16) auf dem Boden oberhalb des Gadens 2 Stangen zum henncken (?) und ein altes Sieb;. 17) auf dem obersten Boden bei 5 Sumer Hafer und eine Wendschaufel;. 18) an Barschaft sind vorhanden 103 Gulden in Gold, 7 Groschen Etscher Kreuzer, von welchen einer 6 Kreuzer gilt, 2 Kreuzplaphart (ausländischer Dickpfennig oder Groschen), 19 große und kleine Schillinge unbekannter Münze, ein Schwertgroschen, 2 silberne Gröschlein, 21 kleine Kreuzer, 12 böse Haller und Pfennige und 47 Pfennige;. 19) an Silbergeschirr und Kleinoden eine silberne und vergoldete Scheide mit 2 Messern und einem Pfrumen (?), wiegt alles 9 Lot, 12 silberne Löffelstiele, wiegen 11 1/2 Lot, 12 ganze silberne Löffel, wiegen ein Mark und 15 Lot, 4 silberne Gäbelchen, wiegen 1 1/2 Lot, ein silbernes und vergoldetes Schingürtlein, wiegt 8 1/2 Lot, 4 Hofbecher, wiegen 3 Mark und ein halbes Lot, 3 Becher mit Secken (?), wiegen ein Mark und 12 Lot, eine knorrette (kugelige) silberne und innen vergoldete Schale, wiegt ein Mark und 4 Lot, 3 Quintet (Quentchen), ein Paar silberne und innen und außen vergoldete Köpf, wiegen 5 1/2 Mark, ein silbernes Agnus Dei und ein goldenes Häftlein, ein großer kalzedoner Paternoster mit einem silbernen, vergoldeten Pisemapfel (byzantinischer Apfel?) und 2 Knöpfen mit Vntzgold (?), ein kleiner kalzedoner Paternoster mit einem kleinen Pisemapfel, ein großer kalzedoner Paternoster mit einem vergoldeten Agnus Dei, ein kalzedoner Paternoster ziliger Körner, ein gar kleines korallenes Paternosterlein, ein silbernes und vergoldetes Agnus Dei und eine Perlmutter, ein kalzedones, in Silber gefasstes Herzlein, ein silbernes, vergoldetes Agnus Dei an einer Schnur, ein goldenes Kettchen mit einem Kreuzlein mit 5 Jacinctlin (Hyazinten?) und 4 Perlen, ein kleines silbernes Kreuzlein, 2 goldene Ringe, jeder mit einem Saphir, ein goldenes Ringlein mit einer Lilie aus Rubin, ein silbernes Ringlein von Tretten (Drähte?), ein goldenes, gewundenes Ringlein von Tretten (Drähten?), ein kleines, goldenes, gewundenes Ringlein, ein Puffelring (?), ein Paar Gesperr, 9 Paar alte, vergoldete Gesperrlein, alte vergoldete Flinderlin (Flitter), ein schwarz-seidenes Portlin (Band) mit 2 Sennckelin (Senkel) und einem samtenen Beutel, ein Port (Band) mit 4 vergoldeten Spänglein, einem Ring und einem Senkel, ein perlenes Zeylend (?) und ein perlenes gewundenes Haarband, ein Paar braun-samtene Preys (Einfassung z. B. der Hemdsärmel) und ein rot-samtener Fleck;. 20) an Zinngeschirr ein zinnener Stenntner (Stellfass) mit seiner Zugehörung, 4 Schenkkannen, 3 Viertel-Kannen, 2 dreiseidlige Kannen, 14 Maßkannen, 5 Seidelkannen, 5 kleine Kännlein, 5 große und 4 zilig (kleine) Schüsseln, 4 Rettichschüsselchen, 12 kleine Schüsselchen, 6 kleine und große Brattteller, 22 Tischteller, ein zinnener Becher, 5 Salzfässchen, 2 Nachtkechelin (Nachttöpfe), ein zinnener Kupferling (Gefäß), ein zinnenes Gießfass und Gießbecken;. 21) an Messing 3 Handbecken und 4 kleine und große Badbecken, ein Leuchter mit 3 Rohren und 2 ainfechtig (Leuchter), 3 Mörser und 2 Strempfel, ein Gießkandel, ein Tischring und 2 Weih(wasser)kessel;. 22) an Kupfer ein inwendig verzinnter Kulkessel (?), 5 große und kleine Durchsleg (?), ein Schöpfer und ein Kupferling;. 23) an Eisen 8 kleine und große Kochpfannen, 2 Bratpfannen, 3 Bratspieße, 4 große und kleine Löffel und ein Hackmesser;. 24) an Briefen in einer mit einem ´F´ verzeichneten und mit der Petschaft Hans Ingrams verpetschierten Schachtel die zusammengetanen Briefe über die Schulden und Güter im Land zu Franken, ein Register eines neuen Vertrags und ein Schuldbrief Johann Zehendtpergers über 10 Gulden rhein., die ihm von der (Margret) Bolachin geliehen wurden, in einer anderen, mit einem ´G´ bezeichneten und mit der Petschaft Hans Ingrams verpetschierten Schachtel der Heiratsbrief der (Margret) Bolachin, der Hausbrief über ihre vorgenannte Behausung und Kunz Bolachs besiegeltes Inventar samt anderen alten, unbesiegelten Zetteln und Briefen, in einer mit einem ´H´ bezeichneten und wie die vorherigen verpetschierten Schachtel allerlei unbesiegelte Zettel und Sendbriefe;. 25) von Hans Ingram und Lorenz Flock zeigt Ingram etliches gebackenes Schweinefleisch, das der Bolachin gehört hat, und Flock 4 Eimer und 8 Viertel Frankenwein, den er in seinem Keller hat und der auch ihr gehört hat, an.

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Staatsarchiv Amberg
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