Heinrich Hildebrand (Hilprant) und Heinrich Abraham von Einsiedel auf Gnandstein verkaufen mit Einverständnis ihres Bruders Haugold (Hawbolt) an Heyntz vom Ende zu Lohma (Lohme) 43 besessene Mann in ihren Dörfern, 32 in Niedergräfenhain (Grefenhayn) und 11 in Theusdorf (Tewelsdorf) mit allen Nutzungen, Geschoß und gemeinen Zinsen, nämlich 19 Schock 18 1/2 Groschen 1 Heller (Geldzinsen). 5 Scheffel Korn, 16 1/2 Scheffel 2 Maß Hafer, alles Peniger Maß (beneckker), auch Fronen nach besiegeltem Register, das dem von Ende übergeben wurde. Übergeben werden auch die Ober- und Niedergerichte und alle Gerechtigkeiten, die bisher den Verkäufern in den Dörfern zustanden. Die Kaufsumme beträgt 1000 Rheinische Gulden, je 7 Annabergische Groschen für einen Gulden gerechnet. Diese 1000 Gulden an guten Annaberger Groschen hat Heintz von Ende ihnen bereits gezahlt. Dafür erhält er zwei Jahre lang jedes Jahr 50 Rheinische Gulden 25 zu Walpurgis und 25 zu Michaelis. Im Jahre 1522 am Tag der heiligen Zwölfboten Philipp und Jacob (1. Mai) soll die Kaufsumme in Leipzig zurückgezahlt werden oder der Erbkauf tritt dann erst in Kraft. Die Brüder von Einsiedel verpflichten sich, in dem Falle die Lehnsauflassung beim Landesherrn zu erbitten.