F 3/1, 0973
F 3/1 Ulmer Ansichten
Ulmer Ansichten >> Umgebung von Ulm >> Schützenhaus/Schießhaus
ab 1771
[Farbfotographie eines Aquarells aus dem Widmungsbuch des Conrad Friedrich Koehler, Buchhändler in Ulm.]
Blick auf die Nordseite des [Oberen] Schießhauses, das auf der heutigen Neu-Ulmer Seite bei der Weststadtschule stand.
Vordergrund: Personen und Pferde auf der davorliegenden Wiese.
Es gab in der Reichsstadt Ulm zwei Schießhäuser: das Untere Schießhaus (1632 abgebrochen) im Bereich der heutigen Marienstraße in Neu-Ulm (gegenüber der Donauinsel) und das Obere bei der heutigen Weststadtschule. Letzteres wurde während des Spanischen Erbfolgekriegs (1701 bis 1714) im Jahr 1703 von französischen und bayerischen Soldaten niedergebrannt. Mit großem finanziellen Aufwand wurde es 1712 neu aufgebaut. Der Privatmann, der das Haus 1771 kaufte, machte einen Vergnügungspark mit zwei Tanzböden, Branntweinbrennerhäuschen und zwei Kegelbahnen daraus. 1799 diente es kurzfristig als Gefangenenlager. Seine Eigenschaft als Schießhaus verlor es im Jahr 1842. Wegen des Baus der Bundesfestung durfte am rechten Donauufer nicht mehr geschossen werden. Die Ulmer Schießstätte wurde in die Friedrichsau verlegt, wo 1865 ein neues Schießhaus gebaut wurde. Bis 1865 befand sich das Obere Schießhaus im Besitz des Grafen Wilhelm von Württemberg. Er verkaufte das Anwesen 1893 an Neu-Ulm. Bis 1913 fanden beim Oberen Schützenhaus auch die Neu-Ulmer Volksfeste statt.
Blick auf die Nordseite des [Oberen] Schießhauses, das auf der heutigen Neu-Ulmer Seite bei der Weststadtschule stand.
Vordergrund: Personen und Pferde auf der davorliegenden Wiese.
Es gab in der Reichsstadt Ulm zwei Schießhäuser: das Untere Schießhaus (1632 abgebrochen) im Bereich der heutigen Marienstraße in Neu-Ulm (gegenüber der Donauinsel) und das Obere bei der heutigen Weststadtschule. Letzteres wurde während des Spanischen Erbfolgekriegs (1701 bis 1714) im Jahr 1703 von französischen und bayerischen Soldaten niedergebrannt. Mit großem finanziellen Aufwand wurde es 1712 neu aufgebaut. Der Privatmann, der das Haus 1771 kaufte, machte einen Vergnügungspark mit zwei Tanzböden, Branntweinbrennerhäuschen und zwei Kegelbahnen daraus. 1799 diente es kurzfristig als Gefangenenlager. Seine Eigenschaft als Schießhaus verlor es im Jahr 1842. Wegen des Baus der Bundesfestung durfte am rechten Donauufer nicht mehr geschossen werden. Die Ulmer Schießstätte wurde in die Friedrichsau verlegt, wo 1865 ein neues Schießhaus gebaut wurde. Bis 1865 befand sich das Obere Schießhaus im Besitz des Grafen Wilhelm von Württemberg. Er verkaufte das Anwesen 1893 an Neu-Ulm. Bis 1913 fanden beim Oberen Schützenhaus auch die Neu-Ulmer Volksfeste statt.
Archivale
Blattgröße (H. x Br. in cm): Foto: 28 x 35
Herstellungstechnik: Farbfotographie eines Aquarells
erschienen bei/als: in dem Widmungsbuch des Conrad Friedrich Koehler, Buchhändler in Ulm, Hirschstraße. Begonnen 1771
Verweise/Literatur: siehe K F7 s/w-Film eines Teils des Widmungsbuchs von Koehler mit dieser Ansicht
Herstellungstechnik: Farbfotographie eines Aquarells
erschienen bei/als: in dem Widmungsbuch des Conrad Friedrich Koehler, Buchhändler in Ulm, Hirschstraße. Begonnen 1771
Verweise/Literatur: siehe K F7 s/w-Film eines Teils des Widmungsbuchs von Koehler mit dieser Ansicht
vgl. Artikel von Herrn Petershagen in der Südwestpresse vom 26.08.2016 S.21
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
03.04.2025, 1:15 PM CEST
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