Die Brüder Tile, Hermann und Konzmann von Falkenberg, Wäppner, verkaufen dem Kloster Haina für eine Summe Gulden all ihre Freiheit, Herrlichkeit, ...
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Urk. 26, 1340
Urk. 26, A II Haina, Kloster
Urk. 26 Kloster Haina - [ehemals: A II]
Kloster Haina - [ehemals: A II] >> 1450-1474
1469 Juli 25
Ausf., dt., Perg., wegen Moders aufgeklebt, Schrift z. T. zerstört. - Urspr. 3 RundSg. anh. 1. Tiles 2,2 cm, Schild mit 2 abgewandten Schlüsseln, U.: tilo · von · falkinberc; 2. Hartrads, 2,3 cm, Schild mit schreitendem Hahn, U.: s' hartrat 'vn' elhußen; 3. fehlt.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum a. d. 1469, in die Iacobi apostoli beati.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Die Brüder Tile, Hermann und Konzmann von Falkenberg, Wäppner, verkaufen dem Kloster Haina für eine Summe Gulden all ihre Freiheit, Herrlichkeit, Lehens- und Eigentumsrechte an dem Viertel des Dorfzehnten in und vor dem Dorf Singlis (Songelschen), des kleinen Zehnten im Dorf und des Fruchtzehnten auf dem Felde samt allem Zubehör, wovon der Propst zu Heydau (zur Heyde) Henne Imhof (in dem Hobe) 2 Drittel von ihnen zu Lehen, das restliche Drittel als Erbe besaß; Henne hatte das Viertel mit Einwilligung ihres Vetters weiland Werners von Falkenberg an den ebenfalls verstorbenen Ebert Schroder, Bürger zu Homberg, verpfändet und verkauft, der es an das Kloster Haina weiterveräußerte, worauf auch der Propst dem Kloster seine Eigentums- und sonstigen Rechte verkauft hat, wie dies die darüber ausgestellten Urkunden bezeugen. Tile, Hermann und Konzmann verkaufen dem Kloster dazu für eine weitere Summe Gulden Frankfurter Währung ihre Gerechtigkeit, Herrlichkeit, Lehens- und Eigentumsrechte an dem ganzen Zehnten zu Nordwig (Noerdewigk) vor und um Singlis, den die Bürger Ebert Rube und Konz Gilße zu Homberg in Hessen (Hoemberg in den Hessen) von ihnen zu Lehen trugen; Konz und seine Stiefsöhne Johann und Heinrich, die Kinder weiland Johann Feldagkirs, hatten ihre Hälfte mit Einwilligung weiland [Hans von Falkenbergs], ihres Vaters, an weiland Ebert Schroder versetzt und verpfändet, von dem sie an Haina kam; jetzt haben sowohl Ebert Rube wie Konz Gilße ihre Rechte an diesem Zehnten dem Kloster verkauft und aufgelassen, wie dies die darüber ausgefertigten Urkunden besagen. Die Brüder von Falkenberg leisten auf ihre Rechte an dem genannten Viertel des Zehnten zu Singlis und am Zehnten zu Nordwig Verzicht und geloben Währschaft; insbesondere verpflichten sie sich, das Kloster gegen etwaige Ansprüche ihres Bruders Hans zu verteidigen und schadlos zu halten und ihm, wenn Hans wieder im Lande ist, ohne weitere Kosten seine Einwilligung zu dem Verkauf zu beschaffen.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Tile, Hartrad von Elnhausen (Aln-), Burgmann zu Borken, und Henne Kuberg, Schultheiß ebd.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Franz Nr. 1061, Zweiter Band
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Die Brüder Tile, Hermann und Konzmann von Falkenberg, Wäppner, verkaufen dem Kloster Haina für eine Summe Gulden all ihre Freiheit, Herrlichkeit, Lehens- und Eigentumsrechte an dem Viertel des Dorfzehnten in und vor dem Dorf Singlis (Songelschen), des kleinen Zehnten im Dorf und des Fruchtzehnten auf dem Felde samt allem Zubehör, wovon der Propst zu Heydau (zur Heyde) Henne Imhof (in dem Hobe) 2 Drittel von ihnen zu Lehen, das restliche Drittel als Erbe besaß; Henne hatte das Viertel mit Einwilligung ihres Vetters weiland Werners von Falkenberg an den ebenfalls verstorbenen Ebert Schroder, Bürger zu Homberg, verpfändet und verkauft, der es an das Kloster Haina weiterveräußerte, worauf auch der Propst dem Kloster seine Eigentums- und sonstigen Rechte verkauft hat, wie dies die darüber ausgestellten Urkunden bezeugen. Tile, Hermann und Konzmann verkaufen dem Kloster dazu für eine weitere Summe Gulden Frankfurter Währung ihre Gerechtigkeit, Herrlichkeit, Lehens- und Eigentumsrechte an dem ganzen Zehnten zu Nordwig (Noerdewigk) vor und um Singlis, den die Bürger Ebert Rube und Konz Gilße zu Homberg in Hessen (Hoemberg in den Hessen) von ihnen zu Lehen trugen; Konz und seine Stiefsöhne Johann und Heinrich, die Kinder weiland Johann Feldagkirs, hatten ihre Hälfte mit Einwilligung weiland [Hans von Falkenbergs], ihres Vaters, an weiland Ebert Schroder versetzt und verpfändet, von dem sie an Haina kam; jetzt haben sowohl Ebert Rube wie Konz Gilße ihre Rechte an diesem Zehnten dem Kloster verkauft und aufgelassen, wie dies die darüber ausgefertigten Urkunden besagen. Die Brüder von Falkenberg leisten auf ihre Rechte an dem genannten Viertel des Zehnten zu Singlis und am Zehnten zu Nordwig Verzicht und geloben Währschaft; insbesondere verpflichten sie sich, das Kloster gegen etwaige Ansprüche ihres Bruders Hans zu verteidigen und schadlos zu halten und ihm, wenn Hans wieder im Lande ist, ohne weitere Kosten seine Einwilligung zu dem Verkauf zu beschaffen.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Tile, Hartrad von Elnhausen (Aln-), Burgmann zu Borken, und Henne Kuberg, Schultheiß ebd.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Franz Nr. 1061, Zweiter Band
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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