Kaufbrief des schutzverwandten Juden Salomon Eisenschneider. Vor dem kurfürstlichen Hofrat und Stadtschultheißen Georg Friedrich Berninger und Assessor sowie Mitrichter Dr. iur. utr. Johann Ambros Höglein verkaufen die schutzverwandten Juden Isaac Schmalkalden und Feist Bamberger dem ebenfalls schutzverwandten Juden Salomon Eisenschneider und seiner Frau "Krenge" das vor wenigen Tagen von der Mainzer Judenschaft erworbene, in der Judengasse gelegene Schlommische Haus zwischen dem Haus des Mayer Machol zum weißen Ross einerseits und dem Haus von Moyses Platz zum roten Ochsen andererseits einschließlich der darauf lastenden "grundbeschwernussen" für 2240 fl. Die Käufer haben 1044 fl 11 albus in "in dem Ertzstifft Mäntz gangbarn Müntz" bar bezahlt. Wegen des verbleibenden Kaufschillings in Höhe von 1195 fl 19 albus haben sich die Parteien darauf geeinigt, dass die Käufer die Gläubiger, die an dem jetzt verkauften Haus noch etwas zu fordern haben, befriedigen sollen, nämlich 1.) die Enkelin des verstorbenen Münzmeisters Matthias Fischer, Philippina Möhring, mit 630 fl Kapital einschließlich Zinsen von 36 fl 23 albus sowie an rückständigen Zinsen alle Erben Fischers mit 346 fl 15 albus, 2.) die Witwe Longerich, des jetzigen Münzmeisters Ulrich Burkhard Willerding Ehefrau, mit 100 fl Kapital einschließlich Zinsen von 5 fl 24 albus sowie an rückständigen Zinsen alle Erben Fischers mit 41 fl 7 albus 4 d, 3.) Maria Agnes Grabius mit 34 fl 29 albus 4 d und 4.) den Apotheker Samuel Teuthorm mit 10 albus. "So geschehen in der [...] Residenz-statt Maintz, den 22ten junij deß 1685ten Jahrß" in Gegenwart des Bürgers und Schreiners Carl Raab und des Stadtgerichtspedellen Johann Wendel Cuntz. Ankündigung des Siegels des Kammeramts und Stadtgerichts sowie der eigenhändigen Unterschrift des Richters.