Mömpelgard (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 3
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Auslesebestände über die Landesverwaltung, Kabinett und Hofbehörden >> Regierung und Kabinett >> Regierungsakten
(1284-) 1446-1791
Inhalt und Bewertung
Archivalien verschiedener Zentralbehörden über die 1409 von Württemberg erworbene Grafschaft Mömpelgard (Montbéliard in Burgund südlich Belfort), vorwiegend aus dem 16.-18. Jh. Urkundenabschriften ab 1284. Membrum, um 1739 gebildet. Das ursprüngliche Membrum wurde 1723 der "Mömpelgarder Registratur" einverleibt (siehe Bestand A 266/267).
Vorbemerkung: Bei der erstmaligen Einteilung des Stuttgarter fürstlichen Archivs in Titel und Membra in den Jahren der österreichischen Zwischenregierung legte Jakob Ramminger (um 1520-30) auch einen ¿Titulus von den Brieven oder Schriften die Graveschaft Mümpelgart und dazugehörige Herrschaften betreffend¿ an. Hierin wurden die seit dem Erwerb der Grafschaft Mömpelgard durch das Haus Württemberg (1397) bei dem fürstlichen Archiv in Stuttgart gesammelten Archivalien betreffend diesen Besitz zusammengefasst. In den folgenden zwei Jahrhunderten erhielt dieser Bestand gelegentlichen Zuwachs aus der Stuttgarter Kanzlei und aus Mömpelgard selbst. Umgekehrt wurden ihm für Verwaltungszwecke der Stuttgarter und Mömpelgarder Behörden auch immer wieder Teile entnommen. Als Herzog Eberhard Ludwig nach dem Heimfall Mömpelgards an das Haus Stuttgart im Zusammenhang mit der Neuordnung des Konferenzministeriums eine besondere ¿Mömpelgardische Registratur¿ 1724 in Ludwigsburg einrichten ließ, wurde an diese der gesamte Mömpelgarder Bestand des herzoglichen Archivs mit dem Repertorium ausgefolgt (Vgl. Rep. A 266-267). Die Neubildung eines Bestandes ¿Mömpelgard¿ im Herzoglichen Archiv muss um 1739 begonnen worden sein, als die ¿Mömpelgardische Registratur¿ aufhörte, ein nach dem Grundsatz der Mömpelgarder Sachzugehörigkeit aufgebautes ¿Archiv¿ zur Aufnahme von Archivalien verschiedenster Herkunft zu sein und zur bloßen Mömpelgarder Referentenregistratur des Regierungskolloquiums (Oberrats) herabsank. Von diesem Zeitpunkt an etwa lieferten die herzoglichen Kollegialregistraturen wieder wichtigere und nicht mehr benötigte Archivalien betreffend Mömpelgard, auch aus älterer Zeit, an das herzogliche Archiv ab. Dabei handelte es sich jedoch infolge des nicht klar geregelten Verhältnisses zwischen Kanzlei und Archiv meist nur um Einzelstücke und unvollständige Vorgänge. Die Masse der auf Mömpelgard bezüglichen Akten des 18. Jh. verblieb bei den Behördenregistraturen (Kabinett, Geheimer Rat, Kirchenrat) und befindet sich heute noch in den entsprechenden Beständen (vgl. Rep. A 6, A 8, A 10, A 202, A 282).
Über den im herzoglichen Archiv nachgebildeten Bestand ¿Mömpelgard¿ legte 1759 der Archivar Neuffer ein Repertorium an, das bis ins 19. Jh. den Zuwachs des Archivs an einschlägigen Akten und Urkunden aufnahm und bis zur Fertigung des vorliegenden Repertoriums im Gebrauch blieb (siehe Büschel 55). Gleich vielen altwürttembergischen Archivabteilungen ist der Bestand wie er heute vorliegt, ein Auslesebestand verschiedener Herkunft. Dies gilt insbesondere für die Akten betreffend die Auseinandersetzung mit den Kindern des letzten Mömpelgarder Herzogs Leopold Eberhard (s. Abt. I.2. des vorliegenden Repertoriums); unter ihnen befinden sich auch als Beweismaterial Vorakten Mömpelgarder Herkunft. Bei der Neuordnung des Bestandes 1948 wurden ihm einige bisher unverzeichnete Akten eingefügt, die keiner der Stuttgarter Kollegialregistraturen entstammen und sich auch zur Eingliederung in die ¿Mömpelgardische Regristratur¿ (Rep. A 266/67) nicht eignen. Ludwigsburg, den 14. Dez. 1948 Walter Grube Die Retrokonversion des vorliegenden Findbuchs von Walter Grube erfolgte im Juni und Juli 2015 durch Britta von Sikorski unter Anleitung von Alexandra Haas und Johannes Renz. Letzterer übernahm auch die Endredaktion. Die im Bestand enthaltenen und separat gelagerten Urkunden erhielten statt des bisherigen Präfixes "P" (Pergamenturkunden) das Präfix "U", um die Bereitstellung mit Hilfe des elektronischen Bestellsystems zu erleichtern. Im Bestand waren auch zahlreiche Sammelakten mit mehreren gleichberechtigten Akten- bzw. Vorgangstiteln enthalten. Die separat erfassten Einzelvorgänge wurden bei der elektronischen Eingabe in der Datenbank ScopeArchiv auf die G0-Ebene gelegt.
20 Urkunden, 145 Büschel
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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13.11.2025, 2:39 PM CET
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