Appellationis Auseinandersetzung um Inhaftierung
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(1) 0336
Wismar B 218 (W B 6 n. 218)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 03. 1. Kläger C
(1724-1729) 18.03.1729-13.04.1729
Kläger: (2) Leutnant Julius Ernst von Bülow auf Plüschow (Bekl. in 1. Instanz)
Beklagter: Leonhard Hinrich Crüger, Verwalter zu Plüschow (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Johann Ehrenfried Dahlmann (A) Bekl.: Dr. Anthon Christoph Gröning (A & P)
Fallbeschreibung: Nach Bitten des Bekl. an das Tribunal vom 18.03., die Appellation des Kl.s zurückzuweisen bzw. die Frist zum Einbringen des Schriftsatzes auf 4 Tage zu beschränken, fordert das Tribunal Kl. am 19.03. auf, seine Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil binnen 8 Tagen vorzubringen. Am 27.03. legt Kl. seine Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil vor, in dem ihm unterstellt wird, einen Mordauftrag gegen Bekl. erteilt zu haben, für den er an die Justizkanzlei Schwerin ausgeliefert werden soll. Kl. widerlegt die Beschuldigungen, bezichtigt Bekl. der Diffamierung und erbittet Freilassung aus der Haft. Das Tribunal fordert den Rat am 29.03. zur Vorlage der Akten der Vorinstanz auf, erhält diese am 05.04. und entläßt Kl. am 13.04.1729 nach Schwur der Urfehde aus der Haft.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1729 2. Tribunal 1729
Prozessbeilagen: (7) Rechtsgutachten der Juristenfakultät Helmstedt vom 14.10.1728; Mandate der Schweriner Justizkanzlei vom 14.12.1728, 14.03.1729; Mandat der kaiserlichen Kommission vom 26.08.1724; von Notar Johann Adolph Baumann aufgenommene Aussage des Victor von Barss zu Rambow vom 20.07.1728; Aussage des Lübecker Arztes Dr. Johann G. Tausch vom 11.03.1729; von Notar Georg Augustin Pladecius aufgenommene Aussage der Anna Elisabeth Vahs, Ehefrau des Jägers Johann Wilhelm Falcke vom 26.03.1729; von Notar Johann Georg Seidenbusch aufgenommene Aussage des Matthias Sabyen zu Neustadt in Holstein vom 23.08.1728; Schreiben des Matthias Willer zu Travemünde an Bürgermeister Otto Flor zu Neustadt vom 29.08.1728; Schreiben des Kl.s an Schweriner Justizkanzlei vom 27.02.1729; Aussage des Cuno Josua Freiherr von Bülow, Generalfeldmarschall der deutschen Truppen des englischen Königs und Gouverneur von Hannover vom 24.01.1729; Bürgschaft der Brüder Engelcke, Wilhelm Friedrich, Curt Detloff und Carl Ludwig von Bülow für sich und in Vollmacht ihres jüngsten Bruders Jochim Otto für den Kl. vom 28.02.1726; Mandat der Schweriner Justizkanzlei vom 01.03.1729; vom Ratzeburger Notar Johann Klippe aufgenommene Appellation für den Reichshofrat vom 09.03.1729; von Notar G. A. Pladecius aufgenommene Appellation vom 16.03.1729; von den Schweriner Notaren Heinrich Timme und Johan Victor Faul aufgesetztes Instrument wegen Bekanntgabe der Appellation bei der Schweriner Justizkanzlei vom 31.03.1729; Urfehdebrief des Kl.s vom 13.04.1729
Beklagter: Leonhard Hinrich Crüger, Verwalter zu Plüschow (Kl. in 1. Instanz)
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Johann Ehrenfried Dahlmann (A) Bekl.: Dr. Anthon Christoph Gröning (A & P)
Fallbeschreibung: Nach Bitten des Bekl. an das Tribunal vom 18.03., die Appellation des Kl.s zurückzuweisen bzw. die Frist zum Einbringen des Schriftsatzes auf 4 Tage zu beschränken, fordert das Tribunal Kl. am 19.03. auf, seine Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil binnen 8 Tagen vorzubringen. Am 27.03. legt Kl. seine Beschwerden gegen ein Ratsgerichtsurteil vor, in dem ihm unterstellt wird, einen Mordauftrag gegen Bekl. erteilt zu haben, für den er an die Justizkanzlei Schwerin ausgeliefert werden soll. Kl. widerlegt die Beschuldigungen, bezichtigt Bekl. der Diffamierung und erbittet Freilassung aus der Haft. Das Tribunal fordert den Rat am 29.03. zur Vorlage der Akten der Vorinstanz auf, erhält diese am 05.04. und entläßt Kl. am 13.04.1729 nach Schwur der Urfehde aus der Haft.
Instanzenzug: 1. Ratsgericht 1729 2. Tribunal 1729
Prozessbeilagen: (7) Rechtsgutachten der Juristenfakultät Helmstedt vom 14.10.1728; Mandate der Schweriner Justizkanzlei vom 14.12.1728, 14.03.1729; Mandat der kaiserlichen Kommission vom 26.08.1724; von Notar Johann Adolph Baumann aufgenommene Aussage des Victor von Barss zu Rambow vom 20.07.1728; Aussage des Lübecker Arztes Dr. Johann G. Tausch vom 11.03.1729; von Notar Georg Augustin Pladecius aufgenommene Aussage der Anna Elisabeth Vahs, Ehefrau des Jägers Johann Wilhelm Falcke vom 26.03.1729; von Notar Johann Georg Seidenbusch aufgenommene Aussage des Matthias Sabyen zu Neustadt in Holstein vom 23.08.1728; Schreiben des Matthias Willer zu Travemünde an Bürgermeister Otto Flor zu Neustadt vom 29.08.1728; Schreiben des Kl.s an Schweriner Justizkanzlei vom 27.02.1729; Aussage des Cuno Josua Freiherr von Bülow, Generalfeldmarschall der deutschen Truppen des englischen Königs und Gouverneur von Hannover vom 24.01.1729; Bürgschaft der Brüder Engelcke, Wilhelm Friedrich, Curt Detloff und Carl Ludwig von Bülow für sich und in Vollmacht ihres jüngsten Bruders Jochim Otto für den Kl. vom 28.02.1726; Mandat der Schweriner Justizkanzlei vom 01.03.1729; vom Ratzeburger Notar Johann Klippe aufgenommene Appellation für den Reichshofrat vom 09.03.1729; von Notar G. A. Pladecius aufgenommene Appellation vom 16.03.1729; von den Schweriner Notaren Heinrich Timme und Johan Victor Faul aufgesetztes Instrument wegen Bekanntgabe der Appellation bei der Schweriner Justizkanzlei vom 31.03.1729; Urfehdebrief des Kl.s vom 13.04.1729
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:26 MEZ