Kaiser Leopold [I.] bekennt: Johann von Deuring als Lehenträger des Leomann Laymann und seiner Schwester Anna Katharina, Witwe des Hans Georg von Deuring, und der anderen Lehenskonsorten haben die Lehenschaft über einen Zehnten in Meckenbeuren, der von Österreich zu Lehen rührt, an Alfons [I. Stadelmayr], Abt von Weingarten, verkauft. Der Abt hat als Lehenträger die Nachkommen des Franz Raßler, ehemaliger Landwaibel der Landvogtei Schwaben, ernannt, im einzelnen Franz Antoni Raßler, jetziger Landwaibel, sowie seine Brüder Christoph Karl, Joseph und Eusebius. Der Aussteller verleiht nun Franz Antoni Raßler den genannten Zehnten als Mannlehen mit der Maßgabe, daß nach Aussterben der Familie das Lehen an den oberösterreichischen Lehenhof zurückfällt. Der Lehenträger leistet den Leheneid an Dr. Franz Luz, oberösterreichischen Regimentsadvokaten, als Vertreter des Ausstellers.
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Kaiser Leopold [I.] bekennt: Johann von Deuring als Lehenträger des Leomann Laymann und seiner Schwester Anna Katharina, Witwe des Hans Georg von Deuring, und der anderen Lehenskonsorten haben die Lehenschaft über einen Zehnten in Meckenbeuren, der von Österreich zu Lehen rührt, an Alfons [I. Stadelmayr], Abt von Weingarten, verkauft. Der Abt hat als Lehenträger die Nachkommen des Franz Raßler, ehemaliger Landwaibel der Landvogtei Schwaben, ernannt, im einzelnen Franz Antoni Raßler, jetziger Landwaibel, sowie seine Brüder Christoph Karl, Joseph und Eusebius. Der Aussteller verleiht nun Franz Antoni Raßler den genannten Zehnten als Mannlehen mit der Maßgabe, daß nach Aussterben der Familie das Lehen an den oberösterreichischen Lehenhof zurückfällt. Der Lehenträger leistet den Leheneid an Dr. Franz Luz, oberösterreichischen Regimentsadvokaten, als Vertreter des Ausstellers.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I U 2009
fasc. 004 n. 03
B 522 II U 1924
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 I Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden I >> Urkunden
1677 Mai 28 (den acht und zwainzigisten tag monaths May)
28,9 x 62 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Ausstellungsort: Innsbruck
Aussteller: Kaiser Leopold [I.]
Empfänger: Franz Antoni Raßler, Landwaibel der Landvogtei Schwaben
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Aussteller: Kaiser Leopold [I.]
Empfänger: Franz Antoni Raßler, Landwaibel der Landvogtei Schwaben
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Deuring, Anna von
Deuring, Hans Georg von
Deuring, Johann von
Laymann, Anna Katharina
Laymann, Leomann
Luz, Francisc, Dr., Regimentsadvokat
Raßler, Christoph Karl
Raßler, Eusebius
Raßler, Franz Anton, Landwaibel
Raßler, Franz; Landweibel
Raßler, Joseph von
Weingarten, Alfons I. Stadelmayr; Abt, (1673-1683)
Meckenbeuren FN; Zehnt
Österreich; Lehen
Schwaben, Landvogtei; Landwaibel
Vorderösterreich; Lehenhof
Vorderösterreich; Regimentsadvokaten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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21.11.2025, 15:25 MEZ
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