[S 1] 09 Firma Gebr. Koch (Leder- und Schürzenfabrik) (Bestand)
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09 NL 05
Stadtarchiv Lemgo (Archivtektonik) >> Private Unternehmen und Geschäfte
Verwaltungsgeschichte/biographische Angaben: Zu den Inhalten des Bestandes - siehe linke Seite.
Verwaltungsgeschichte/biographische Angaben: Firmengeschichte und Überlieferung
Die Brüder Erich und Walter Koch führten in dritter Generation das Familienunternehmen, das im Jahre 1845 vom Riemer und Weißgerber Simon Heinrich Koch gegründet wurde. Nach dem Tod des Gründervaters ging die Firma in die Hände seiner Söhne Simon, Friedrich und Bernhard über, seitdem firmiert das Unternehmen als 'Gebrüder Koch'.
1899 ernannte das lippische Fürstenhaus das Unternehmen zum Hoflieferanten.
Ihren Sitz hatte die Firma damals in der Echternstraße 64 in Lemgo.
1904 ließen die Brüder Friedrich und Bernhard Koch anstelle des alten Wohnhauses ein neues Wohnhaus errichten. Unterlagen dazu finden sich im Bestand, Nr. 40.
Als 1958 Erich Koch starb, führte dessen Bruder Walter Koch bis 1971 das Geschäft und übergab dann seinem Sohn Eckard Koch (*1940) die Geschäftsführung. 1967 wurde die Produktion wegen des erhöhten räumlichen Bedarfs in eine neu errichtete Fabrikationshalle nach Brake verlegt.
Nach dem Tod Walter Kochs im Jahr 1989 wurde seine Frau Ilse Koch als Inhaberin in das Gewerberegister eingetragen. Mit ihrem Tod 2002 wurde Eckard Koch offizieller Inhaber der Firma und blieb es bis zu seinem Tod 2002. Sein Sohn Volker Koch (*1972) gewann 1993 in Athen den 1. Preis beim Nachwuchswettbewerb des Europäischen Lederwarenverbandes CEDIM (Comité Européen des Industries de la Maroquinerie).
Am 3. April 2003 tätigte seine Frau Sigrun Koch die letzte Eintragung der Firma Gebr. Koch in das Gewerberegister der Stadt Lemgo und meldete das Geschäft ab.
In der 150jährigen Zeit ihres Bestehens fertigte die Firma reagierend auf die sich verändernden Bedürfnisse ihrer Zeit zunächst Sattlerwaren, als durch die Verbreitung des Automobils der Gebrauch von Pferden zurückging Briefsammelsäcke, Zustell- und Telegrammtaschen, in den Jahren des Aufschwungs nach dem Zweiten Weltkrieg Waren für den Fleischereibedarfshandel aus Kunststoff und Futterale für Messgeräte und Mobilfunk.
Inhalt
Der vorliegende Bestand wurde von Frau Nolting-Kehmeier an das Archiv abgegeben und beinhaltet überwiegend private Hinterlassenschaften des Ehepaares Ilse und Werner Koch. Mehr als die Hälfte des Bestands macht der Briefwechsel zwischen den Eheleuten von 1937 bis 1945 aus, vor allem Feldpostbriefe (Nr. 1-16). Ebenfalls überliefert sind einige Geschäftsunterlagen aus dem 19. Jahrhundert, der Zeit Friedrich und Bernhard Kochs (Nr. 36-43).
Insgesamt umfasst der Bestand 43 Verzeichnungseinheiten mit einer Laufzeit von 1861 - 1962.
Literatur
Qualität fand Aufmerksamkeit des Fürsten und der Industrie. Firma Gebrüder Koch besteht am 8. April 125 Jahre/ Neubau in Brake, in Lippische Rundschau, Nr. 80 vom 7. 4. 1970
1899 zum Hoflieferanten des Fürstenhauses ernannt. Lemgoer Firma Gebrüder Koch Lederwaren- und Schürzenfabrik nun 150 Jahre alt, in: Lippische Rundschau. - 50 (1995), 86 vom 11.4., S. 12
Ein Hoflieferant des Fürstenhauses Lippe. Firma "Gebrüder Koch" besteht seit 150 Jahren, in: Lippische Landeszeitung. - 229 (1995), 89 vom 14.4., S. 15
Festschrift von 1970 zum 125jährigen Firmenjubiläum: Gebr. Koch (Lemgo) Leder- und Schürzenfabrik 1845-1970. 125 Jahre, Lemgo 1970. Festschrift.
Festschrift von 1995 zum 150jährigen Firmenjubiläum: Gebr. Koch (Lemgo) Leder- und Schürzenfabrik 1845-1995. 150 Jahre, Lemgo 1995. Festschrift.
Karl-Heinz Richter, Wechselvolle Zeiten. Gebrüder Koch - Lemgo von 1845 - 2003, in: Rund um die Wälle (2010), S. 6 - 8.
Sabine Lehr, November 2007
Verwaltungsgeschichte/biographische Angaben: Firmengeschichte und Überlieferung
Die Brüder Erich und Walter Koch führten in dritter Generation das Familienunternehmen, das im Jahre 1845 vom Riemer und Weißgerber Simon Heinrich Koch gegründet wurde. Nach dem Tod des Gründervaters ging die Firma in die Hände seiner Söhne Simon, Friedrich und Bernhard über, seitdem firmiert das Unternehmen als 'Gebrüder Koch'.
1899 ernannte das lippische Fürstenhaus das Unternehmen zum Hoflieferanten.
Ihren Sitz hatte die Firma damals in der Echternstraße 64 in Lemgo.
1904 ließen die Brüder Friedrich und Bernhard Koch anstelle des alten Wohnhauses ein neues Wohnhaus errichten. Unterlagen dazu finden sich im Bestand, Nr. 40.
Als 1958 Erich Koch starb, führte dessen Bruder Walter Koch bis 1971 das Geschäft und übergab dann seinem Sohn Eckard Koch (*1940) die Geschäftsführung. 1967 wurde die Produktion wegen des erhöhten räumlichen Bedarfs in eine neu errichtete Fabrikationshalle nach Brake verlegt.
Nach dem Tod Walter Kochs im Jahr 1989 wurde seine Frau Ilse Koch als Inhaberin in das Gewerberegister eingetragen. Mit ihrem Tod 2002 wurde Eckard Koch offizieller Inhaber der Firma und blieb es bis zu seinem Tod 2002. Sein Sohn Volker Koch (*1972) gewann 1993 in Athen den 1. Preis beim Nachwuchswettbewerb des Europäischen Lederwarenverbandes CEDIM (Comité Européen des Industries de la Maroquinerie).
Am 3. April 2003 tätigte seine Frau Sigrun Koch die letzte Eintragung der Firma Gebr. Koch in das Gewerberegister der Stadt Lemgo und meldete das Geschäft ab.
In der 150jährigen Zeit ihres Bestehens fertigte die Firma reagierend auf die sich verändernden Bedürfnisse ihrer Zeit zunächst Sattlerwaren, als durch die Verbreitung des Automobils der Gebrauch von Pferden zurückging Briefsammelsäcke, Zustell- und Telegrammtaschen, in den Jahren des Aufschwungs nach dem Zweiten Weltkrieg Waren für den Fleischereibedarfshandel aus Kunststoff und Futterale für Messgeräte und Mobilfunk.
Inhalt
Der vorliegende Bestand wurde von Frau Nolting-Kehmeier an das Archiv abgegeben und beinhaltet überwiegend private Hinterlassenschaften des Ehepaares Ilse und Werner Koch. Mehr als die Hälfte des Bestands macht der Briefwechsel zwischen den Eheleuten von 1937 bis 1945 aus, vor allem Feldpostbriefe (Nr. 1-16). Ebenfalls überliefert sind einige Geschäftsunterlagen aus dem 19. Jahrhundert, der Zeit Friedrich und Bernhard Kochs (Nr. 36-43).
Insgesamt umfasst der Bestand 43 Verzeichnungseinheiten mit einer Laufzeit von 1861 - 1962.
Literatur
Qualität fand Aufmerksamkeit des Fürsten und der Industrie. Firma Gebrüder Koch besteht am 8. April 125 Jahre/ Neubau in Brake, in Lippische Rundschau, Nr. 80 vom 7. 4. 1970
1899 zum Hoflieferanten des Fürstenhauses ernannt. Lemgoer Firma Gebrüder Koch Lederwaren- und Schürzenfabrik nun 150 Jahre alt, in: Lippische Rundschau. - 50 (1995), 86 vom 11.4., S. 12
Ein Hoflieferant des Fürstenhauses Lippe. Firma "Gebrüder Koch" besteht seit 150 Jahren, in: Lippische Landeszeitung. - 229 (1995), 89 vom 14.4., S. 15
Festschrift von 1970 zum 125jährigen Firmenjubiläum: Gebr. Koch (Lemgo) Leder- und Schürzenfabrik 1845-1970. 125 Jahre, Lemgo 1970. Festschrift.
Festschrift von 1995 zum 150jährigen Firmenjubiläum: Gebr. Koch (Lemgo) Leder- und Schürzenfabrik 1845-1995. 150 Jahre, Lemgo 1995. Festschrift.
Karl-Heinz Richter, Wechselvolle Zeiten. Gebrüder Koch - Lemgo von 1845 - 2003, in: Rund um die Wälle (2010), S. 6 - 8.
Sabine Lehr, November 2007
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET