Gutsarchiv Wehlitz (Bestand)

Verzeichnungsstufe:
Bestand
Bestandssignatur:
Landesarchiv Sachsen-Anhalt, H 248 (Benutzungsort: Wernigerode)
Kontext:
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 10. Adelsarchive >> 10.02. Gutsarchive
Bestandslaufzeit:
1841
Bestandsbeschreibung:
Findhilfsmittel:
Findbuch von ca. 2000 (online recherchierbar)
Registraturbildner:
Wehlitz gehört zur Stadt Schkeuditz, Lkr. Nordsachsen, Freistaat Sachsen.

Das 1240 erwähnte Dorf Wehlitz lag 1568 im Amt Schkeuditz des Hochstifts Merseburg. Dieses wurde 1561 kursächsisches Nebenland und erlangte 1657–1738 als Herzogtum Sachsen-Merseburg nochmals Eigenständigkeit. 1815 fiel Wehlitz mit dem größeren Teil des Amtes Schkeuditz an Preußen und gehörte dort 1816–1945 zur Provinz Sachsen.

Das Rittergut Wehlitz entwickelte sich aus dem Sattelhof derer von Peust (Pusten), die 1394 und noch 1592 als merseburgische Lehnsleute dort saßen. Daneben existierte im 17./18. Jh. ein schriftsässiges Mühlengut in Wehlitz. Als weitere Besitzer des Rittergutes erscheinen 1641 Friedrich von Metzsch, 1651 und noch 1685 die von Breitenbach, 1685–1765 die von Schlegel, dann Christian Gottfried Winkler, der 1783 an den Leipziger Buchhändler Johann Friedrich Junius verkaufte. 1795–1803 besaß dessen Schwager Dr. Christian Friedrich Kaulfuß das Gut, 1803–1813 Johann Gotthelf Günther, der ein Legat für den Bau einer Schule in Wehlitz hinterließ, 1819/28 Friedrich Carl Röhl, 1833–1844 Johann Carl Friedrich Schwarzwäller und seine Erben, 1845–1912 eine Familie Herfurth sowie seit 1912/13 bis zur Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 die von Goldammer.

Da die Herrschaftsrechte in dem nach Schkeuditz eingepfarrten Dorf stark zersplittert waren, besaß das Rittergut nur kleinen Teil der Patrimonialgerichtsbarkeit.
Zusatzinformationen:
Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Umfang:
Laufmeter: 0.01