War Stadt U Stadt Warendorf Urkunden, 0461
War Stadt U Stadt Warendorf Urkunden Stadt Warendorf Urkunden
Stadt Warendorf Urkunden
1599 März 27
Regest: Bernhardt Hoier, der Rechten Doktor, und Werner Pagenstecker, Bürgermeister, Jobst von Fassem und Henrich Harnischmacher, Richtherren, Lucke Huge und Herman Bispinck, Kämmerer, Georg Rutt, Johann Darßell, Henrich Kramer, Werner Rolevinck, Johann Sternenberg und Christian Hesselinck, Ratsherren der Stadt Warendorf, verkaufen mit Zustimmung der Alterleute, Chur und Gilden an Johann Kerkeringh zu Angermudde für 2000 silberne Reichstaler, die zur Wiederherstellung der Stadtbefestigung und zum Unterhalt der von der Stadt wegen des im Stift Münster lagernden spanischen Kriegsvolkes angeworbenen Schützen und Soldaten verwandt werden sollen, eine jährlich in der Stadt Münster zu zahlende Rente von 120 silbernen Reichstalern aus der städtischen Bier- oder Koit-Akzise, und aus allen anderen städtischen Einkünften unter Verpfändung des Gehölzes der Medelenbrinck nebst dem anliegenden Weidekamp, vor dem Westerwald im alten Kirchspiel Warendorf gelegen, sowie des Gehölzes die Frede nebst zugehöriger Wiese oder Weide. Es bürgen Dr. Bernhardt Hoyer, Werner Pagenstecker, Bürgermeister, Hermann Bispinck, Kämmerer; Gerhardt Hesseling sen., Andries Holstein, die alle unterschreiben und siegeln.
Ausfertigung - Pergament 22 x 58 cm; anhängendes Siegel der Stadt und der genannten Bürgen beschädigt bis auf das des Hesseling (Hausmarke mit GH) und Holstein (Hausmarke mit AH). Laut Rückvermerk 1607 abgelöst, daher durch 6 Schnitte kassiert. Vgl. Konzept = U 460. Bisher U 86.
Urkunden
am sambstag für den sonntag Judica
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:30 MEZ
Namensnennung 3.0 Deutschland