Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege (Bestand)
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NLA HA, Nds. 455
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche Bestände >> 1.13 Land Niedersachsen >> 1.13.5 Kultus und Wissenschaft >> 1.13.5.2 Obere Landesbehörden >> 1.13.5.2.3 Weitere kulturelle Einrichtungen
1832-2011
Geschichte des Bestandsbildners: Vorbemerkung: Zur Vorgeschichte der Vorgängerbehörde siehe das Vorwort zum Bestand Nds. 110 E.
Nach der Auflösung des Landesverwaltungsamtes 1998 wurde das Institut für Denkmalpflege (IfD) durch Beschluss der Landesregierung vom 9. Dezember 1997 (Nds. Mbl. S. 93) zum Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege als selbständige obere Landesbehörde unter der Dienst- und Fachaufsicht des MWK umgewandelt, welches seither die 180.000 unter Denkmalschutz gestellten Objekte in Niedersachsen betreut.
Nach der zum 1. Januar 2005 erfolgten Neuorganisation der Denkmalpflege in Niedersachsen besitzt das Landesamt neben seinem Hauptsitz in Hannover Stützpunkte in Braunschweig, Lüneburg und Oldenburg, die aus den Denkmalschutzdezernaten der aufgelösten Bezirksregierungen hervorgingen. Daneben exisitiert eine Arbeitsstelle "Montanarchäologie" mit Sitz in Goslar.
Geschichte des Bestandsbildners: Als Folge der Verwaltungsreform wurden die hoheitlichen Aufgaben zum Schutz der Kulturdenkmale weitgehend den Kommunen und Landkreisen als untere Denkmalschutzbehörden übertragen, während dem Landesamt nur noch beratende Tätigkeiten als Denkmalfachbehörde und wissenschaftliche Serviceeinrichtung zukamen. Damit einher ging ein drastischer Personalabbau von etwa 140 auf rund 85 Stellen, bis 2010 der Niedersächsische Landesrechnungshof die eingeschränkte Funktions- und Arbeitsfähigkeit des Landesamts als Folge des Stellenabbaus monierte. Die im Oktober 2011 in Kraft getretene Novelle des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes wertete das Landesamt durch neue Aufgaben auf (u.a. die Unterstützung der unteren Denkmalschutzbehörden durch archäologische Fachkompetenz, eine Beteiligung bei Maßnahmen im Zusammenhang mit UNESCO-Welterbestätten in Niedersachsen und Anhörung von Eigentümern neu eingetragener Baudenkmale).
Das Landesamt gliedert sich derzeit (2015) in eine Präsidialstelle und vier Abteilungen. Erstere ist direkt dem Präsidenten unterstellt und ist für jene Aufgaben zuständig, welche direkt die Außendarstellung des NLD betreffen, nämlich:
- Justiziariat
- Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
- Fort- und Weiterbildung
- Denkmalpädagogik.
Der Abteilung "Archäologie" unterstehen Gebietsreferate in Braunschweig, Hannover, Lüneburg und Oldenburg sowie das "Archäologische Archiv Niedersachsen" und die "Denkmalinventarisation". Schwerpunktprogramme der Archäologie sind u.a.:
Geschichte des Bestandsbildners: - Burgenforschung
- Montanarchäologie
- Paläolithikum / Mesolithikum und Projekt Schöningen
- Moorarchäologie
- Siedlungskammer Rullstorf.
Der Abteilung "Bau- und Kunstdenkmalpflege" unterstehen ebenfalls Gebietsreferate in Braunschweig, Hannover, Lüneburg und Oldenburg und gliedert sich in folgende Tätigkeitsfelder:
- Praktische Denkmalpflege und Inventarisation
- Führung der Denkmalverzeichnisse
- Denkmaltopographie
- Fachinformationssystem
- Querschnittsbereiche (Technische Denkmale, Gartendenkmale, Denkmale im ländlichen Raum, Orgeln, Gefügeforschung/ Dendrochronologie)
- Wissenschaftliche Sammlungen
Daneben bestehen noch die querschnittartigen Abteilungen "Fachdienste" und "Zentrale Verwaltung". Zu ersterer gehören neben der Kooperationsstelle zur HAWK Hildesheim (Restaurierung/ Konservierung) die Referate
- Informationssysteme/Informationstechnik
- Archive und Bibliothek
- Archäologische Restaurierung
- Restaurierung Bau- und Kunstdenkmalpflege,
Geschichte des Bestandsbildners: zu letzterer die Referate
- Organisation/Personal/Innerer Dienst
- Haushalt/Beschaffungen/Zuwendungen.
Stand: Juni 2015
Liste der Präsidenten des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege
1998-2008 Christiane Segers-Glocke (1991-1997 Landeskonservatorin)
seit 2009 Stefan Winghart
Bestandsgeschichte: Akten der Fachbereiche (Referate) Bau- und Kunstdenkmalpflege, Archäologie und Restaurierung ("Fachdienste") wurden noch nicht angeboten.
Bearbeiter: Dr. Christian Helbich (2015)
Nach der Auflösung des Landesverwaltungsamtes 1998 wurde das Institut für Denkmalpflege (IfD) durch Beschluss der Landesregierung vom 9. Dezember 1997 (Nds. Mbl. S. 93) zum Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege als selbständige obere Landesbehörde unter der Dienst- und Fachaufsicht des MWK umgewandelt, welches seither die 180.000 unter Denkmalschutz gestellten Objekte in Niedersachsen betreut.
Nach der zum 1. Januar 2005 erfolgten Neuorganisation der Denkmalpflege in Niedersachsen besitzt das Landesamt neben seinem Hauptsitz in Hannover Stützpunkte in Braunschweig, Lüneburg und Oldenburg, die aus den Denkmalschutzdezernaten der aufgelösten Bezirksregierungen hervorgingen. Daneben exisitiert eine Arbeitsstelle "Montanarchäologie" mit Sitz in Goslar.
Geschichte des Bestandsbildners: Als Folge der Verwaltungsreform wurden die hoheitlichen Aufgaben zum Schutz der Kulturdenkmale weitgehend den Kommunen und Landkreisen als untere Denkmalschutzbehörden übertragen, während dem Landesamt nur noch beratende Tätigkeiten als Denkmalfachbehörde und wissenschaftliche Serviceeinrichtung zukamen. Damit einher ging ein drastischer Personalabbau von etwa 140 auf rund 85 Stellen, bis 2010 der Niedersächsische Landesrechnungshof die eingeschränkte Funktions- und Arbeitsfähigkeit des Landesamts als Folge des Stellenabbaus monierte. Die im Oktober 2011 in Kraft getretene Novelle des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes wertete das Landesamt durch neue Aufgaben auf (u.a. die Unterstützung der unteren Denkmalschutzbehörden durch archäologische Fachkompetenz, eine Beteiligung bei Maßnahmen im Zusammenhang mit UNESCO-Welterbestätten in Niedersachsen und Anhörung von Eigentümern neu eingetragener Baudenkmale).
Das Landesamt gliedert sich derzeit (2015) in eine Präsidialstelle und vier Abteilungen. Erstere ist direkt dem Präsidenten unterstellt und ist für jene Aufgaben zuständig, welche direkt die Außendarstellung des NLD betreffen, nämlich:
- Justiziariat
- Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
- Fort- und Weiterbildung
- Denkmalpädagogik.
Der Abteilung "Archäologie" unterstehen Gebietsreferate in Braunschweig, Hannover, Lüneburg und Oldenburg sowie das "Archäologische Archiv Niedersachsen" und die "Denkmalinventarisation". Schwerpunktprogramme der Archäologie sind u.a.:
Geschichte des Bestandsbildners: - Burgenforschung
- Montanarchäologie
- Paläolithikum / Mesolithikum und Projekt Schöningen
- Moorarchäologie
- Siedlungskammer Rullstorf.
Der Abteilung "Bau- und Kunstdenkmalpflege" unterstehen ebenfalls Gebietsreferate in Braunschweig, Hannover, Lüneburg und Oldenburg und gliedert sich in folgende Tätigkeitsfelder:
- Praktische Denkmalpflege und Inventarisation
- Führung der Denkmalverzeichnisse
- Denkmaltopographie
- Fachinformationssystem
- Querschnittsbereiche (Technische Denkmale, Gartendenkmale, Denkmale im ländlichen Raum, Orgeln, Gefügeforschung/ Dendrochronologie)
- Wissenschaftliche Sammlungen
Daneben bestehen noch die querschnittartigen Abteilungen "Fachdienste" und "Zentrale Verwaltung". Zu ersterer gehören neben der Kooperationsstelle zur HAWK Hildesheim (Restaurierung/ Konservierung) die Referate
- Informationssysteme/Informationstechnik
- Archive und Bibliothek
- Archäologische Restaurierung
- Restaurierung Bau- und Kunstdenkmalpflege,
Geschichte des Bestandsbildners: zu letzterer die Referate
- Organisation/Personal/Innerer Dienst
- Haushalt/Beschaffungen/Zuwendungen.
Stand: Juni 2015
Liste der Präsidenten des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege
1998-2008 Christiane Segers-Glocke (1991-1997 Landeskonservatorin)
seit 2009 Stefan Winghart
Bestandsgeschichte: Akten der Fachbereiche (Referate) Bau- und Kunstdenkmalpflege, Archäologie und Restaurierung ("Fachdienste") wurden noch nicht angeboten.
Bearbeiter: Dr. Christian Helbich (2015)
Bestand
Literatur: Denkmalschutz und Denkmalpflege in Niedersachsen, hg. vom Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege, Hannover 2015. (http://www.denkmalpflege.niedersachsen.de/download/97512/Broschuere_Denkmalschutz_und_Denkmalpflege_in_Niedersachsen.pdf )
Literatur: Christiane Segers-Glocke (Hg.), Denkmalpflege in Niedersachsen. Aufgaben, Organisation, Adressen, Hannover 2006.
Literatur: Klaus-Dietmar Schmidt, Denkmalschutz und Denkmalpflege in Niedersachsen. Darstellung, Wiesbaden 2000.
Literatur: Homepage des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege (http://www.denkmalpflege.niedersachsen.de/ )
Literatur: Christiane Segers-Glocke (Hg.), Denkmalpflege in Niedersachsen. Aufgaben, Organisation, Adressen, Hannover 2006.
Literatur: Klaus-Dietmar Schmidt, Denkmalschutz und Denkmalpflege in Niedersachsen. Darstellung, Wiesbaden 2000.
Literatur: Homepage des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege (http://www.denkmalpflege.niedersachsen.de/ )
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 12:45 MESZ