Der Gürtler und Ulmer Bürger Michael Bischof verkauft dem Ulmer Bürger Hieronimus Niess einen jährlichen Zins von 1 Gulden. Dieser gefällt von seinem Haus, der zugehörigen Hofstatt und dem Gärtlein in Ulm beim Bonnerskasten [abgegangener Brunnen, Bereich Herrenkellergasse, Ecke Platzgasse] zwischen dem Pfründehaus des Johann Reitter und dem Haus der Anna Memminger, die er dem Käufer auch als Pfand für die fristgerechte Entrichtung des Zinses eingesetzt hat. Davon sind außerdem jedes Jahr an Michael Memminger 1 Gulden sowie an die Schmiedezunft 6 Würzburger Schillinge zu entrichten. Dafür hat ihm der Käufer 20 Gulden bezahlt. Ihm und seinen Erben steht das Recht zu, diesen Zins wieder abzulösen.
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Der Gürtler und Ulmer Bürger Michael Bischof verkauft dem Ulmer Bürger Hieronimus Niess einen jährlichen Zins von 1 Gulden. Dieser gefällt von seinem Haus, der zugehörigen Hofstatt und dem Gärtlein in Ulm beim Bonnerskasten [abgegangener Brunnen, Bereich Herrenkellergasse, Ecke Platzgasse] zwischen dem Pfründehaus des Johann Reitter und dem Haus der Anna Memminger, die er dem Käufer auch als Pfand für die fristgerechte Entrichtung des Zinses eingesetzt hat. Davon sind außerdem jedes Jahr an Michael Memminger 1 Gulden sowie an die Schmiedezunft 6 Würzburger Schillinge zu entrichten. Dafür hat ihm der Käufer 20 Gulden bezahlt. Ihm und seinen Erben steht das Recht zu, diesen Zins wieder abzulösen.
A Urk., 3323
1896 / 1
A Urk. A Urkunden
A Urkunden
1525 Dezember 13.
Archivale
Sprache: Deutsch
Aussteller: Michael Bischof, Gürtler und Bürger zu Ulm
Siegler: Die Ulmer Richter Bernhard Besserer, Altbürgermeister, und Klaus Gregg auf Bitte des Verkäufers
Kanzleivermerke: No P (16. Jh.); No. 21 (17. Jh.)
Überlieferung: Orig.
Beschreibstoff: Perg.
Siegelbefund: Ursprünglich zwei an Pergamentstreifen anhängende Siegel; beide verloren
Rückvermerke: Mehrere unleserliche Rückvermerke (16. und 17. Jh.); Vermerk auf der Plica: Obstehenden 1 fl in münz zinß vnd 20 fl capital hat Samuel Kroppenstein, schneider, (... ?) innhaber abbezalt vnd seinem dochtermann Heinrich Müllern, schuechmachen, in eheuogts nahmen Ursula Kroppenstainin hinausgegeben, massen dann bedde ehegemahl hierein bekent hetten. Actum 6. maii anno 1658 Caspar Bachmann canzleyschreiber (17. Jh.)
Datum: Der geben ist auff mitwoch sannt Lucien tag, 1525.
Aussteller: Michael Bischof, Gürtler und Bürger zu Ulm
Siegler: Die Ulmer Richter Bernhard Besserer, Altbürgermeister, und Klaus Gregg auf Bitte des Verkäufers
Kanzleivermerke: No P (16. Jh.); No. 21 (17. Jh.)
Überlieferung: Orig.
Beschreibstoff: Perg.
Siegelbefund: Ursprünglich zwei an Pergamentstreifen anhängende Siegel; beide verloren
Rückvermerke: Mehrere unleserliche Rückvermerke (16. und 17. Jh.); Vermerk auf der Plica: Obstehenden 1 fl in münz zinß vnd 20 fl capital hat Samuel Kroppenstein, schneider, (... ?) innhaber abbezalt vnd seinem dochtermann Heinrich Müllern, schuechmachen, in eheuogts nahmen Ursula Kroppenstainin hinausgegeben, massen dann bedde ehegemahl hierein bekent hetten. Actum 6. maii anno 1658 Caspar Bachmann canzleyschreiber (17. Jh.)
Datum: Der geben ist auff mitwoch sannt Lucien tag, 1525.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 13:15 MESZ
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