Schenk Friedrich [III.] zu Limpurg bekundet die nach langem Streit mit Bürgermeister, Rat und Bürgern zu Hall getroffene Vereinbarung über Geleit und Zoll: Bürger von Hall, auch solche, die zugleich auf dem Lande leben, zahlen bei Ein- und Ausfuhr kein Geleit. Landsässige zahlen für zum Marktverkauf bestimmte Waren nichts, für Wein wie Gäste, für zum Ausschank bestimmten Wein bis zu 6 Eimern nichts, bis zu 10 Eimern 1 Schilling, bis zu 1 Fuder 2 Schilling Heller, für größere Mengen 4 Schilling Heller Zoll und Geleit. Landsässige Fuhrleute, auch Haller Bürger, die Lohnfuhren für Fremde machen, zahlen Geleit wie Fremde außer bei Lohnfuhren für Haller Kaufleute. Fremde zahlen bei Einfuhr für Wein und Tuch je Wagen 1 Schilling Heller, je Karren 6 Heller Geleit, bei Ausfuhr, auch von Salz, je Karren mit einem Pferd 3 Heller, mit zwei Pferden 4 Heller, je Wagen 8 Heller. Bürger zahlen auch bei Lohnfuhren von Salz für Fremde kein Geleit. Das sonstige Geleitgeld für Fremde bleibt auf der alten Höhe von 4 Schilling 4 Heller für den geladenen Wagen und von 2 Schilling 2 Heller für den geladenen Karren, für getriebenes Vieh wie vor alters.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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