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Walter von Mörle (Morlle) genannt Beheim bekundet, dass er eine
im Folgenden inserierte Urkunde Johanns [I. von Henneberg], Abt von
Fulda, und des...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1481-1490
1482 Februar 22
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: ... der geben ist in iar und tagen als vorgeschriben steet
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Walter von Mörle (Morlle) genannt Beheim bekundet, dass er eine im Folgenden inserierte Urkunde Johanns [I. von Henneberg], Abt von Fulda, und des Konvents von Fulda das Dorf und Gericht Ulmbach (Unlbach [!]) betreffend erhalten hat. Siegelankündigung. Inserierte Urkunde von 1482 Februar 22: Johann [von Henneberg], Abt von Fulda, bekundet, dass seine Vorgänger das Dorf und Gericht Ulmbach (Ulnbach) den von Mörle zu Uerzell (von Morlle zu Urtzel) und ihren Eltern für 1650 Gulden in kleinen Florentinern (cleynen Florentzer), rheinischen Gulden und Pfund Heller verpfändet hatten. Der Abt bekundet, dass er mit Zustimmung des Dekans Frank (Franck) und des Konvents von Fulda das Pfandgut von Philipp, Johann und Walter von Mörle genannt Beheim mit 1500 Gulden abgelöst und es darauf an Walter von Mörle genannt Beheim für 1500 Gulden mit allen Rechten und Einkünften dauerhaft verkauft hat. Vom Verkauf ausgenommen werden die Buße über Hals und Hand, Erbhuldigung, Herberge, Folge und Steuer sowie alle besonderen Güter der Ämter, Propsteien und Klöster Fuldas. Walter und seine Erben sollen die Untertanen (armelüt) bei ihren alten Rechten belassen und sie nach bestem Vermögen beschützen. Auch der Abt von Fulda will sie nach bestem Vermögen beschützen. Das Kloster Fulda kann den Wiederkauf mit 1500 rheinischen Gulden Frankfurter Währung nach vierteljährlicher vorheriger Ankündigung zum Fest Kathedra Petri [Februar 22] tätigen. Der Wiederkauf findet in Uerzell oder in Steinau an der Straße statt. Siegelankündigung des Abtes Johann und des Konvents von Fulda. (... der geben ist nach Cristi gepurt tausent vierhundert in dem zweiundachtzigisten iare uff sent Peters tagk ad kathedram). (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Walter von Mörle genannt Beheim
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: StaM, 100: Urkundenabschriften, 17: Fulda 4, Nr. 97; StaM, Kopiare Fulda: K 436, S. 385-387 und S. 617-619
Die Gesamtsumme von 1650 (sybenzehenhalbhundert) Gulden steht teilweise auf Rasur.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.