Wirtschaftspolitische Gesellschaft von 1947 (Bestand)
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BArch B 244
call number: B 244
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Bundesrepublik Deutschland mit westalliierten Besatzungszonen (1945 ff) >> Organisationen und Verbände >> Wirtschaft, Finanzen, Landwirtschaft, Bau, Verkehr, Umwelt
1947-offen
Geschichte des Bestandsbildners: 1947 bildete sich im Umfeld der neu entstehenden Industrie- und Handelskammern ein Kreis von Unternehmern und Landwirten in der Absicht, ein überregional tätiges Forum zu entwickeln, um im Sinne der von Ludwig Erhard begründeten Sozialen Marktwirtschaft auf die Gestaltung der Wirtschaftspolitik Einfluss nehmen zu können.
Die Wirtschaftspolitische Gesellschaft (Wipog) wurde im Herbst 1947 gegründet. Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte am 7. November 1947. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten:
Ludwig Erhard, zunächst bayerischer Wirtschaftsminister und dann Vorsitzender der Sonderstelle Geld und Kredit in Bad Homburg; Kurt Blaum, bis 1933 Oberbürgermeister sonf Hanau und ab 1945 von Frankfurt/Main; Ernst Deissmann, vor dem Zweiten Weltkrieg Syndikus bei den IG-Farben in Berlin, später Syndikus der deutsch-amerikanischen Petrogesellschaft Esso; Günter Henle, Aufsichtsratsvorsitzender der Klöckner-Humboldt-Deutz AG; Otto Klepper, bis 1932 preußischer Finanzminister, Politiker und Publizist; Rudolf Mueller, Rechtsanwalt und erster Wirtschaftsminister von Hessen; Volkmar Muthesius, Journalist (Berliner Tageblatt, Deutsche Allgemeine Zeitung); Kurt Pentzlin, Firma Bahlsen; Alfred Petersen, Präsident der Industrie- und Handelskammer in Frankfurt/Main und Hubert A. Sternberg, Präsident der Industrie- und Handelskammer in Heidelberg. Erster Vorsitzender wurde Rudolf Mueller, zweiter Vorsitzender war Otto Klepper (1888-1957). Auf Initiative der WIPOG wurde am 12.12.1949 die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) gegründet.
Der Zweck der Gesellschaft ist die Förderung wissenschaftlicher Forschung und der Volksbildung in wirtschaftspolitischer und gesellschaftlicher Hinsicht. Diesen Auftrag erfüllt die Wipog, indem sie wissenschaftliche Veranstaltungen, Arbeitstagungen und Symposien vorbereitet sowie Forschungsvorhaben mit wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Fragestellungen initiiert und begleitet. Die Veröffentlichungen erschienen bis 1953 als „Mitteilungen der Wirtschaftspolitischen Gesellschaft" und ab 1954 unter dem Titel „Offene Welt".
Stand: Dez. 2010
Bearbeitungshinweis: s.a. Nachlaß Otto Klepper (N 1509)
Bestandsbeschreibung: Enthalten sind Akten über die Gründung im Jahr 1947 (u. a. Genehmigung der Satzung), über finanzielle Angelegenheiten (Rechenschaftsberichte, Anerkennung der Gemeinnützigkeit) und über die Mitglieder (Bestandslisten). Aus der Geschäftsführung von Ulrich von Pufendorf liegen umfangreiche Akten vor, u. a. Tageskopien und seine Handakten (1959-1966). Vorhanden sind auch Unterlagen aus der Geschäftsführung von Harti Schwarz (1988-1999). Den größten Anteil an dem Bestand haben die Unterlagen über die Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen wie Tagungen, Studienfahrten, Gesprächs- und Diskussionsveranstaltungen (17 Bände, 1955-1999). Aus der publizistischen Tätigkeit erwachsen ist die Veröffentlichung "Beratungsbrief. Gedanken für erfolgreiches Wirtschaften".
Stand: Dezember 2010
Inhaltliche Charakterisierung: Von Bedeutung ist der Bestand insb. durch seine Unterlagen über die Gründung der Wipog und über die Beziehungen zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die erstmals im Oktober 1949 erscheint (vgl. Prof. Dr. Siegfried Blasche, Die Gründungen der Wirtschaftspolitischen Gesellschaft von 1947 e. V. und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (1949)).
Stand: Dezember 2010
Erschließungszustand: Klassifiziertes Findbuch (ohne Einleitung)
Vorarchivische Ordnung: Die Aktenbände sind in den Jahren 1981 (B 244/1-129), 2004 (B 244/130) und 2009 (B 244/131-222) abgegeben worden. Da ein aktualisierter Vertrag noch nicht vorliegt, kann derzeit (Dez. 2010) die Kassation noch nicht vollzogen werden.
Umfang, Erläuterung: 210 AE
Zitierweise: BArch B 244/...
Die Wirtschaftspolitische Gesellschaft (Wipog) wurde im Herbst 1947 gegründet. Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte am 7. November 1947. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten:
Ludwig Erhard, zunächst bayerischer Wirtschaftsminister und dann Vorsitzender der Sonderstelle Geld und Kredit in Bad Homburg; Kurt Blaum, bis 1933 Oberbürgermeister sonf Hanau und ab 1945 von Frankfurt/Main; Ernst Deissmann, vor dem Zweiten Weltkrieg Syndikus bei den IG-Farben in Berlin, später Syndikus der deutsch-amerikanischen Petrogesellschaft Esso; Günter Henle, Aufsichtsratsvorsitzender der Klöckner-Humboldt-Deutz AG; Otto Klepper, bis 1932 preußischer Finanzminister, Politiker und Publizist; Rudolf Mueller, Rechtsanwalt und erster Wirtschaftsminister von Hessen; Volkmar Muthesius, Journalist (Berliner Tageblatt, Deutsche Allgemeine Zeitung); Kurt Pentzlin, Firma Bahlsen; Alfred Petersen, Präsident der Industrie- und Handelskammer in Frankfurt/Main und Hubert A. Sternberg, Präsident der Industrie- und Handelskammer in Heidelberg. Erster Vorsitzender wurde Rudolf Mueller, zweiter Vorsitzender war Otto Klepper (1888-1957). Auf Initiative der WIPOG wurde am 12.12.1949 die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) gegründet.
Der Zweck der Gesellschaft ist die Förderung wissenschaftlicher Forschung und der Volksbildung in wirtschaftspolitischer und gesellschaftlicher Hinsicht. Diesen Auftrag erfüllt die Wipog, indem sie wissenschaftliche Veranstaltungen, Arbeitstagungen und Symposien vorbereitet sowie Forschungsvorhaben mit wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Fragestellungen initiiert und begleitet. Die Veröffentlichungen erschienen bis 1953 als „Mitteilungen der Wirtschaftspolitischen Gesellschaft" und ab 1954 unter dem Titel „Offene Welt".
Stand: Dez. 2010
Bearbeitungshinweis: s.a. Nachlaß Otto Klepper (N 1509)
Bestandsbeschreibung: Enthalten sind Akten über die Gründung im Jahr 1947 (u. a. Genehmigung der Satzung), über finanzielle Angelegenheiten (Rechenschaftsberichte, Anerkennung der Gemeinnützigkeit) und über die Mitglieder (Bestandslisten). Aus der Geschäftsführung von Ulrich von Pufendorf liegen umfangreiche Akten vor, u. a. Tageskopien und seine Handakten (1959-1966). Vorhanden sind auch Unterlagen aus der Geschäftsführung von Harti Schwarz (1988-1999). Den größten Anteil an dem Bestand haben die Unterlagen über die Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen wie Tagungen, Studienfahrten, Gesprächs- und Diskussionsveranstaltungen (17 Bände, 1955-1999). Aus der publizistischen Tätigkeit erwachsen ist die Veröffentlichung "Beratungsbrief. Gedanken für erfolgreiches Wirtschaften".
Stand: Dezember 2010
Inhaltliche Charakterisierung: Von Bedeutung ist der Bestand insb. durch seine Unterlagen über die Gründung der Wipog und über die Beziehungen zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die erstmals im Oktober 1949 erscheint (vgl. Prof. Dr. Siegfried Blasche, Die Gründungen der Wirtschaftspolitischen Gesellschaft von 1947 e. V. und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (1949)).
Stand: Dezember 2010
Erschließungszustand: Klassifiziertes Findbuch (ohne Einleitung)
Vorarchivische Ordnung: Die Aktenbände sind in den Jahren 1981 (B 244/1-129), 2004 (B 244/130) und 2009 (B 244/131-222) abgegeben worden. Da ein aktualisierter Vertrag noch nicht vorliegt, kann derzeit (Dez. 2010) die Kassation noch nicht vollzogen werden.
Umfang, Erläuterung: 210 AE
Zitierweise: BArch B 244/...
Wirtschaftspolitische Gesellschaft von 1947 e. V. (Wipog), 1947-
216 Aufbewahrungseinheiten; 5,7 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ