Rudolf Graf von Wertheim, und Rudolf, Domherr in Würzburg, Gebrüder, zeigen dem Bischof Gottfried von Würzburg mit der Bitte um Zustimmung an, daß sie die Kapelle in Urphar (Urvar), die seit unvordenklichen Zeiten zur Mutterkirche Reicholzheim (Richoltsheim) gehört, mit Gütern dotiert haben, damit dort ein ständiger Priester den Gottesdienst verrichten kann. Rudolf der Ältere überweist ein Drittel des großen Zehnten in Urphar, der auf jährlich 16 Malter Getreide geschätzt wird, und ein Drittel des kleinen Zehnten daselbst, der ihm zusammen mit der Pfarrei Reicholzheim gehört, Rudolf der Jüngere überweist einen Teil des Urpharer Zehnten mit 4 Malter Getreide vorbehaltlich des Patronatsrechts über die dortige Kapelle, 5 Joch Weinberge, von denen 2 Joch Eigenbesitz sind und von denen 4 auf dem Berg bei Lindelbach beim Weinberg des Conrad Bertold und einer im Haselpusche bei dem von Luce Lange und Friedrich von Lindelbach liegen, und von denen zusammen jährlich am Martinstag (11.11.) 1 Schilling Heller an Syfrid Wanbold, Ritter von Rinderfeld, zu zahlen ist, ein weiteres Joch Weinberg in dem Steinecke bei dem Weinberg des Heinrich gen. Brunig und des Heinrich gen. Swab, von dem ein Huhn und Fleisch (?) an die Güter der Metze Puschelin abzuführen sind, ferner 10 Joch Ackerland am Roten Graben und zuletzt 2 Pfund Heller, von denen 2 Schilling von Osterhilt in Lindelbach, 8 Schilling von Conrad gen. Firengel, 40 Pfennig Werntrut aus dem Obstgarten in Lindelbach, 20 Pfennig Huchebur von Lindelbach, 20 Pfennige von Metze, Tochter Benergers, aus dem Weinberg der lange Morgen oberhalb Lindelbach, 10 Pfennig von Conrad Ulanke aus dem Weinberg Cylen, 8 Pfennig von dem Schrastz von einem Viertel Weinberg bei Cylen und 9 Schilling aus dem Anteil des älteren Rudolf in Urphar aufzubringen sind.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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