Rechtsstreit über das Erbe des Heinrich Hobemann und seiner Ehefrau Gertrud
Show full title
Urk. 15, 136
Urk. 15 Kloster Ahnaberg - [ehemals: A II]
Kloster Ahnaberg - [ehemals: A II] >> 1331-1340
1336 [c. Febr. 2]
Ausfert. Pergt., das Siegel an Pergamentstreifen anhängend.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Circa festum purific. Marie virg., anno 1336.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Bernhart von Göns (Guonsse), Ritter, schreibt an den edeln Fürsten seinen Herrn den Landgrafen Heinrich, Herrn des Hessenlandes: Nachdem ihm befohlen worden sei, einen Brief an den Burggrafen und die Burgmannen zu Friedberg (Fredeberc) zu bringen von wegen des Propstes, der Priorin und des Konventes von Ahnaberg (Aninberge), betr. die Zweiung über das Erbe des Herrn Heinrich Hobemann und seiner Ehefrau Frau Gerdrud, welche in der Neustadt Kassel (Cassele) 'andir siet der brücgin' wohnten (sazin), spreche er auf den Brief, der ihm überantwortet sei und den man den Landgrafen sehen lassen solle, wie es ihm die nachgenannten gewiesen hätten: der Landvogt des Kaisers und sein Sohn, sein Herr der Junker (1) von Eppstein (Ebbinsten) und die Ritter und Bürger: Herr Brendelin von Homburg (Hohenberc), Burhard Binthamer, Rupert von Karben (Carbin), Friderich von Karben, Winther von Wisselsheim (Wizzinshem), Eberhard Weise, Hermann von Kalsmunt, Eberhard Lewe, Richard von Göns (Guonsse), Lupelin von Göns, Volpert Luzilkulbe, Wernher von Köbel (Kebele) d. A., Johannes Merze von Cruftele, Johannes Krig von Vetzberg (Foytisberc), Albert Holzappil, Johannes von Nauheim (Nahem), Friderich von Eschbach (Eschebach), Ritter, Eberhard Rode, Hermann Reye, Schöffen zu Wetzlar (Wetflar), Gilbert (2) von Herborn (Herberin), Bürger daselbst, Herr Engil und sein Bruder, Schöffen in Friedberg, Heilemann 'von der zit en (3) scheffene'. Nach deren Spruch habe der Konvent 'eigin und erbe', wer ihn oder die geistliche Jungfrau Hampbin an dem gen. Erbe, das der letzteren Vater und Mutter gehörte, hindere, der tue dem Konvente Unrecht vor Gott und der gen. Jungfrau. Bernhard, des Landgrafen Burgmann, versichert auf seinen dem Landgrafen geleisteten Eid, daß er 'diese rede' also erfahren habe zu Friedberg. - (4)
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: Rückw. Rubrum d. 16. Jahrh.: Item Hamppe Homans syn scheydebryff.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Bernhard.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Gedr.: Foltz, ÜB. d. St. Friedberg I, S. 131 Nr. 303. Regest Schultze Nr. 150
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Bernhart von Göns (Guonsse), Ritter, schreibt an den edeln Fürsten seinen Herrn den Landgrafen Heinrich, Herrn des Hessenlandes: Nachdem ihm befohlen worden sei, einen Brief an den Burggrafen und die Burgmannen zu Friedberg (Fredeberc) zu bringen von wegen des Propstes, der Priorin und des Konventes von Ahnaberg (Aninberge), betr. die Zweiung über das Erbe des Herrn Heinrich Hobemann und seiner Ehefrau Frau Gerdrud, welche in der Neustadt Kassel (Cassele) 'andir siet der brücgin' wohnten (sazin), spreche er auf den Brief, der ihm überantwortet sei und den man den Landgrafen sehen lassen solle, wie es ihm die nachgenannten gewiesen hätten: der Landvogt des Kaisers und sein Sohn, sein Herr der Junker (1) von Eppstein (Ebbinsten) und die Ritter und Bürger: Herr Brendelin von Homburg (Hohenberc), Burhard Binthamer, Rupert von Karben (Carbin), Friderich von Karben, Winther von Wisselsheim (Wizzinshem), Eberhard Weise, Hermann von Kalsmunt, Eberhard Lewe, Richard von Göns (Guonsse), Lupelin von Göns, Volpert Luzilkulbe, Wernher von Köbel (Kebele) d. A., Johannes Merze von Cruftele, Johannes Krig von Vetzberg (Foytisberc), Albert Holzappil, Johannes von Nauheim (Nahem), Friderich von Eschbach (Eschebach), Ritter, Eberhard Rode, Hermann Reye, Schöffen zu Wetzlar (Wetflar), Gilbert (2) von Herborn (Herberin), Bürger daselbst, Herr Engil und sein Bruder, Schöffen in Friedberg, Heilemann 'von der zit en (3) scheffene'. Nach deren Spruch habe der Konvent 'eigin und erbe', wer ihn oder die geistliche Jungfrau Hampbin an dem gen. Erbe, das der letzteren Vater und Mutter gehörte, hindere, der tue dem Konvente Unrecht vor Gott und der gen. Jungfrau. Bernhard, des Landgrafen Burgmann, versichert auf seinen dem Landgrafen geleisteten Eid, daß er 'diese rede' also erfahren habe zu Friedberg. - (4)
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: Rückw. Rubrum d. 16. Jahrh.: Item Hamppe Homans syn scheydebryff.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Bernhard.
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Gedr.: Foltz, ÜB. d. St. Friedberg I, S. 131 Nr. 303. Regest Schultze Nr. 150
(1) 'der Juncge', Juncge auf Rasur.
(2) Foltz a. a. O. liest fälschlich Albertus.
(3) 'en' auf Rasur.
(4) Die Datierung von anderer gleichzeitiger Hand.
(2) Foltz a. a. O. liest fälschlich Albertus.
(3) 'en' auf Rasur.
(4) Die Datierung von anderer gleichzeitiger Hand.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
10.06.2025, 9:13 AM CEST
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Hessisches Staatsarchiv Marburg (Archivtektonik)
- Gliederung (Archival tectonics)
- Urkunden (Archival tectonics)
- Hessen (Archival tectonics)
- Klöster, Korporationen, Institutionen u.a. (Archival tectonics)
- Klöster, Korporationen, Institutionen u.a.: Kloster Ahnaberg - [ehemals: A II] (Archival holding)
- 1331-1340 (Classification)