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Kaspar Adam Rapp zu Hausen [?] bekundet für sich und seine Erben,
dass er seinem Herrn, Bernhard Gustav [Markgraf von Baden-Durlach], Abt
von Fuld...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1671-1680
1676 Oktober 24
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel in Holzkapsel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: So geschehen Fulda den vierundtzwantzigsten Octobris im sechßzehen hundert sechß undt siebentzigsten jahre
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Kaspar Adam Rapp zu Hausen [?] bekundet für sich und seine Erben, dass er seinem Herrn, Bernhard Gustav [Markgraf von Baden-Durlach], Abt von Fulda und Kempten, Administrator des Klosters Siegburg, verschiedene Zinse und Einkünfte verkauft hat. Diese Beträge setzen sich aus zweieinhalb Gulden Erbzins in fränkischer Währung an Michaelis [September 29] zusammen, die wiederum aus Kleinbeträgen verschiedener Zinspflichtiger stammen. Es folgt eine Auflistung der einzelnen Beträge und Zinspflichtigen. Neben diesen Geldbeträgen gehören zu diesem Verkaufsgut auch fünfeinhalb Gnacken für ein Fastnachtshuhn sowie sechs Gnacken für zwei Festbrote (schönbrodt). Diese Einnahmen werden von verschiedenen als Lehen ausgegebenen Äckern und Wiesen des Klosters eingenommen, die im Folgenden ebenfalls genannt werden. Kaspar Adam Rapp und seine Angehörigen haben diese Lehen und Zinse einst für 100 Gulden in fränkischer Währung gekauft, wozu noch fünf Gulden jährlicher Zins kamen. Sie verkaufen diese Lehen und Zinse nun wieder an das Kloster für 80 Gulden in rheinischer Währung, der Gulden zu je drei Kopfstücken gezählt. Kaspar Adam Rapp bestätigt den Empfang dieser Summe durch die klösterliche Rentkammer, erklärt damit den Verzicht auf die genannten Güter und Zinse und setzt das Kloster in seinen neuen Besitz (possession) ein. Sollten er oder seine Erben gegen diese Übereinkunft verstoßen, darf sich das Kloster an den zum Unterpfand eingesetzten Gütern der Rapp zu Hausen schadlos halten. Die Übereinkunft über dieses Verkaufsgeschäft kann ausnahmslos durch keine Rechtssätze oder gesetzlichen Regelungen, wobei auch auf Rechtssätze im römischen Recht durch Velleianus Bezug genommen wird, und durch kein Gericht eingeschränkt werden (exceptio non numeratae peccuniae, simulati contractus, doli mali, vis metusque fraudulentae persuasionis de non in rem verso, laesionis ultra dimidium, item beneficium restitutionis in integrum sacrum constitutionum Velleianum generalem renunciationum non valere nisi specialis praecesserit). Siegelankündigung. Ankündigung der Unterfertigung. Handlungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: (Caspar Adam Rapp manu propria) [rechts auf der Plica]
Vermerke (Urkunde): Siegler: Kaspar Adam Rapp zu Hausen
Gnacken sind geringhaltige Groschen.
Als Kopfstück wird eine hochwertige Silbermünze zu 20 oder 24 Kreuzern mit dem Kopf des Landesherrn als Münzbild bezeichnet.
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.