Der Rat der Stadt Oldesloe bekundet, dass in Gegenwart der Ratmannen Dietrich Penesticus, Johann Pribeke, Heinrich von Nertze [Neritz], Marquard von Tzulen [Sühlen] und Johann Kron die domina Floria, Witwe des Hinrich von Crummesse, dem Kloster Reinfeld alle ihr gehörenden Gerechtsame und Gerichtsbarkeit an den Gütern Grote Johanns, Bauern in Neritz, sowie der Mühle und des Müllers ebendort verkauft hat, sodass diese die Jahrespacht (annuas pensiones) auf Florias Lebzeiten an das Kloster zahlen. Floria verspricht, Bestätigungsurkunden des Grafen Johanns III. von Holstein-Plön und ihres Sohnes Detlev von Crummesse beizubringen. Nach ihrem Tode hat Detlev das Recht, Häuer (hura) und Gerichtsbarkeit zusammen, jedoch nicht eine von beiden allein, zurückzukaufen. Gegeben und geschehen 1345, Gründonnerstag.
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Der Rat der Stadt Oldesloe bekundet, dass in Gegenwart der Ratmannen Dietrich Penesticus, Johann Pribeke, Heinrich von Nertze [Neritz], Marquard von Tzulen [Sühlen] und Johann Kron die domina Floria, Witwe des Hinrich von Crummesse, dem Kloster Reinfeld alle ihr gehörenden Gerechtsame und Gerichtsbarkeit an den Gütern Grote Johanns, Bauern in Neritz, sowie der Mühle und des Müllers ebendort verkauft hat, sodass diese die Jahrespacht (annuas pensiones) auf Florias Lebzeiten an das Kloster zahlen. Floria verspricht, Bestätigungsurkunden des Grafen Johanns III. von Holstein-Plön und ihres Sohnes Detlev von Crummesse beizubringen. Nach ihrem Tode hat Detlev das Recht, Häuer (hura) und Gerichtsbarkeit zusammen, jedoch nicht eine von beiden allein, zurückzukaufen. Gegeben und geschehen 1345, Gründonnerstag.
LASH, Urk.-Abt. 121 Nr. 90
Urk.-Abt. 121 Kloster Reinfeld: Kloster Reinfeld
Urk.-Abt. 121 Kloster Reinfeld: Kloster Reinfeld >> 1 Urkunden
1345
Enthält: Pergament, Latein, Stadtsiegel an Pergamentstreifen Rückvermerke: "Super villam Nertze". - "1345". - "Nr. 39
Verzeichnung
1345 März 24
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
26.01.2026, 13:06 MEZ