Elisabeth Brem, gebürtig aus Aalen und Witwe des Ulrich Rormann und des Walter Buck, beide Bürger zu Schwäbisch Hall, stiftet um ihres eigenen und des Seelenheils ihrer verstorbenen Ehemänner und zahlreicher weiterer namentlich aufgeführter Verwandter willen Jakob Fabri, Präsenzmeister und Kaplan in der Schuppachkapelle, Michel Molitor[is], Pfarrer bei St. Michael, und allen übrigen Angehörigen der Haller Präsenzbruderschaft einen ewigen Jahrtag, der gemäß den Statuten der Bruderschaft jeweils etwa an Mariae Himmelfahrt (15. August), "acht tag vor oder nach", begangen werden soll. Im Folgenden werden Art und Anzahl der zu lesenden Ämter und Messen, der Kreis der zur Teilnahme verpflichteten Geistlichen und deren Entlohnung, der für Almosen aufzuwendende Betrag, die bei Vernachlässigung des Stiftungszwecks fälligen Strafen (Abtretung der jährlichen Nutzung an die Spitalinsassen) etc. exakt geregelt und beschrieben. Die Stiftung wird mit dem freieigenen Gut und Garten der Ausstellerin in Jungholzhausen (Jungeltzhausen) dotiert, die gegenwärtig Conz Weltz bewirtschaftet und die jährlich genau beschriebene Abgaben in Geld und Naturalien ertragen. Falls die Präsenz zukünftig den Jahrtag nicht mehr ausrichten will, soll die Stiftung samt Dotationsgut entweder auf die örtlichen Kirchen St. Katharina oder St. Johann übertragen werden.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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