Enthaeltvermerke: Kläger: Johanniter-Orden, in specie Johanniter-Ordens-Kommende St. Johann zu Mechelen (NL) Beklagter: Franz Joseph Graf von Plettenberg und Wittem, und Kons.: Drost und Schöffen der Reichsgrafschaft Wittem 1756; Gräflich Plettenberg-Wittemsche Vormundschaft für den minderjährigen Grafen Max Friedrich von Plettenberg und Wittem 1775; Ferdinand Graf von Merfeld (Merveldt) als Kurfürstlich- Kölnischer Delegierter in Kaiserlicher Commissions- und Gräflich- Plettenberg-Wittemscher Güter-Administrations-Sache 1800 Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Adam Bissing [1755] 1756 (für den Johanniter-Orden) - Lic. Johann Adam Bissing 1756 - Subst.: Lic. Ferdinand Wilhelm Brand (für die Johanniter-Ordens-Kommende St. Johann zu Mechelen) - Lic. Damian Ferdinand Haas [1763] 1763 - Subst: Lic. J. Werner - Lic. Damian Ferdinand Haas [1775] 1775 - Subst.: Lic. J. J. Flach - Lic. Gabriel Riderer [1776] 1776 - Subst.: J. G. L. Vergenius (für den Johanniter-Orden) - Lic. Gabriel Riderer [1777] 1778 - Subst.: Lic. J. C. von Brandt (für die Johanniter- Ordens-Kommende zu Mechelen) Prokuratoren (Bekl.): Lic. Ferdinand Wilhelm Helfrich [1749] 1756 - Subst.: Lic. Jakob Lohskandt (für den Grafen von Plettenberg und Wittem) - Lic. Ferdinand Wilhelm Anton Helffrich [1771] 1775 (für die Gräflich Plettenberg-Wittemsche Vormundschaft) - Lic. Johann Peter Paul Helffrich [1800] 1800 - Subst.: Dr. Johann Gotthard Hert (für Ferdinand Graf von Merfeld) Prozeßart: Mandati de non contraveniendo transactioni anno 1705 initae etc. c.c. Originalvertrags habe man festgestellt, daß der Vergleich von 1705 ausdrücklich unter Vorbehalt der herrschaftlichen Ratifikation geschlossen worden sei, so daß der als Grundlage des Urteils von 1766 dienende Vergleich von 1705 aufgrund der nur mit Einschränkungen getätigten Ratifikation niemals Rechtskraft erlangt habe. Der Prokurator der Johanniter-Kommende zieht dagegen die Beweiskraft der angeblichen Originalurkunde in Zweifel und bittet um Zurückweisung der gegnerischen Supplikation. Am 22.11.1784 berichtet der Plettenbergisch-Wittemsche Prokurator über Verhandlungen der Kontrahenten über eine gütliche Einigung, was jedoch von Seiten des Prokurators der klagenden Partei geleugnet wird. Aufgrund von Fristverlängerungen seitens des Plettenberg-Wittemschen Prokurators läuft der Prozeß unter Hinweis auf die noch andauernden Vergleichsverhandlungen bis 1801 weiter. Instanzen: RKG 1756-1801 (1215-1800) Beweismittel: RKG-mandatum de non contraveniendo transactioni anno 1705 initae etc. c.c., 1756 (Q 3). Bestätigung der Privilegien des Johanniter-Ordens durch Ks. Franz I., 1748 (Q 5). Urteil bzw. Urteilsauszug in Sachen Hartmann von Than, Komthur der Johanniter-Orden Kommende zu Mechelen ./. Drost, Statthalter und Schöffen des Lands und der Bank von Wittem, 1635 (Q 7, Q 51). Vergleich zwischen der Johanniter-Orden-Kommende zu Mechelen und dem Reichsfreiherrn von Wittem betreffend die Jurisdiktionsrechte des Ordens, 1705 (Q 9, Q 144). Edikt des Grafen von Plettenberg betreffend die Abgrenzung der Jurisdiktionsrechte zwischen dem Hauptgericht der Reichsgrafschaft Wittem und dem Kommenderie-Gericht zu Mechelen, 1756 (Q 37). Urkunde des Herzogs von Limburg betreffend die Schenkung des Hofs Mechelen an den Johanniter-Orden, 1215 (Q 49). Lageskizzen der Kommendegüter (Q 62, Q 93, Q 111, Q 129). Auszüge aus dem Kurmunden-Protokoll der Kommende Mechelen (Q 65, 112-113). Auszug aus dem Kurmundenregister der Herrschaft Wittem, 1696 (Q 94, 133). Auszug aus dem Transportbuch des Kommenderie-Gerichts zu Mechelen, 1745 (Q 95). Beschreibung: 3 Bde, 20 cm, Q 1-160; Bd. 1: 7 cm, 386 Bl., Protokoll und Q 1-47 in 2 Teilbänden gebunden sowie (lose im Protokoll einliegend) Q 160 (Vollmacht für Lic. Helffrich), 1 Beilage; Bd. 2: 8 cm, gebunden, 456 Bl., Q 48-100, Q 79-81, Q 89* und Q 91* fehlen; Bd. 3: 5 cm, gebunden, 346 Bl., Q 101-159, Q 157-159 lose. Über die Johanniter-Ordens-Commende Mechelen: Mosmans, Johannieter- Commanderij. Vgl. auch die Prozesse 101 / J 646, 103 / J 654 und 142/ M 1507.