Mainz, 1595.01.14. (Richter Pfaff). Anna, Limbergs Ww., und ihr Sohn Johann Limberger, B. zu Bacharach, vergleichen sich mit Peter Fink, B. und Büchsenmacher zu Mainz, und s.Fr. Irmgard wegen der Leibesblödigkeit der Ww. folgendermassen: Peter Fink und s.Fr. und Anton Zahn, B. zu Bacharach, und s.Fr., als Tochtermänner und Töchter der Ww., übernehmen ihren Unterhalt; die Mutter soll abwechselnd ein Vierteljahr in Mainz und Bacharach wohnen. Die Mutter überlässt Peter Fink 200 fl. (davon sind 100 fl. schon bezahlt, Rest in zwei Jahresraten zu 50 fl.) verpfändet dafür ihr Haus in der Schlossergassen, neben den Viehställen der Metzger Adam Kreutter und Kaspar Eyßgen, zinst 5 fl. ablöslich ins Neue Kloster zu Weisenau auf Mariä Lichtmess. Z.: Jost Schrodt und Hans Gernsumer.
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Mainz, 1595.01.14. (Richter Pfaff). Anna, Limbergs Ww., und ihr Sohn Johann Limberger, B. zu Bacharach, vergleichen sich mit Peter Fink, B. und Büchsenmacher zu Mainz, und s.Fr. Irmgard wegen der Leibesblödigkeit der Ww. folgendermassen: Peter Fink und s.Fr. und Anton Zahn, B. zu Bacharach, und s.Fr., als Tochtermänner und Töchter der Ww., übernehmen ihren Unterhalt; die Mutter soll abwechselnd ein Vierteljahr in Mainz und Bacharach wohnen. Die Mutter überlässt Peter Fink 200 fl. (davon sind 100 fl. schon bezahlt, Rest in zwei Jahresraten zu 50 fl.) verpfändet dafür ihr Haus in der Schlossergassen, neben den Viehställen der Metzger Adam Kreutter und Kaspar Eyßgen, zinst 5 fl. ablöslich ins Neue Kloster zu Weisenau auf Mariä Lichtmess. Z.: Jost Schrodt und Hans Gernsumer.
U / 1595 Januar 14 (in 5 / 17)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 5 (Stadtgericht)
14.01.1595
Stadtgericht Mainz
In 5 / 17, fol. 263 r.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:31 MESZ