Wilhelm, Graf von Henneberg, und Balthasar (Balzer) von Weyhers, Johann (Hanns) von der Tann, Daniel von Fischborn, Werner von Görtz (Gorz), Bosse...
Show full title
1461
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1521-1530
1521 September 3
Ausfertigung, Pergament, neun mit Pergamentstreifen angehängte Siegel (Siegel Nr. 7 fehlt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Geben auf Dinstag nach Egidi und Christi geburt funffzehenhundert unnd eynundzwenzigk iare
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Wilhelm, Graf von Henneberg, und Balthasar (Balzer) von Weyhers, Johann (Hanns) von der Tann, Daniel von Fischborn, Werner von Görtz (Gorz), Bosse (Boss) von Buchenau, Dietrich (Dittrich) von Mörle genannt Beheim (Behem), Karl (Carll) von Trümbach (Trubenbach) und Ludger von Mansbach als verordneter Ausschuss der Stände der Ritterschaft des Klosters Fulda bekunden, dass von den 1516 August 16 (im iare nach Christi geburt thausent funffhundert im sechszehenden auf Sambstag nach assumpcionis Marie) [diskutierten] Artikeln, die Johann [von Henneberg], der Sohn Wilhelms und Koadjutor des Klosters Fulda, in Anspruch nimmt, nun ein Artikel, der die Entscheidung von Forderungen und Ansprüchen Wilhelms gegenüber der Ritterschaft berührt, von allen Seiten bewilligt und im Folgenden niedergeschrieben worden ist: Sollten von der im Kloster Fulda sesshaften Ritterschaft gegenüber Graf Wilhelm Forderungen oder Ansprüche erhoben werden, soll Wilhelm hierfür zwei seiner adeligen Räte stellen; die andere Partei soll ebenfalls zwei Vertreter (freunde) zu Wilhelms Untertanen (nydersezen) schicken. Sollten sich die Abgesandten einigen oder durch Mehrheitsentscheid entscheiden, soll der Streit gütlich beigelegt sein. Sollte jedoch keine Mehrheit zustande kommen (woe aber die gut mangelt), soll durch Rechtsspruch entschieden werden. Sollten die Gerichtssitzer (zusez) unentschieden bleiben und keine Mehrheit zustandekommen, soll der Entscheid durch einen unparteiischen Obmann herbeigeführt werden; dessen Entscheid ist endgültig. Der gütliche oder rechtliche Urteilsspruch soll innerhalb zweier Monate zum Ende des Streits führen. Die Ritterschaft des Klosters Fulda bekundet, dass, sollte Wilhelm ihnen gegenüber Ansprüche oder Forderungen haben, die genannte Regelung auch für den Schiedsspruch (ausstrage) gelten soll. Wilhelm von Henneberg, dessen Sohn Johann und die Ritterschaft des Klosters Fulda versichern sich gegenseitig, die Artikel des Schiedsspruches einhalten zu wollen. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers 1, Avers 2, Avers 3, Avers 4, Avers 5, Avers 6, Avers 8, Avers 9)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Wilhelm von Henneberg, Balthasar von Weyhers, Johann von der Tann, Daniel von Fischborn, Werner von Görtz, Bosse von Buchenau, [Dietrich von Mörle genannt Beheim], Karl von Trümbach, Ludger von Mansbach
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Nr. 1462; StaM, Kopiare Fulda: K 440, f. 401-404
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Wilhelm, Graf von Henneberg, und Balthasar (Balzer) von Weyhers, Johann (Hanns) von der Tann, Daniel von Fischborn, Werner von Görtz (Gorz), Bosse (Boss) von Buchenau, Dietrich (Dittrich) von Mörle genannt Beheim (Behem), Karl (Carll) von Trümbach (Trubenbach) und Ludger von Mansbach als verordneter Ausschuss der Stände der Ritterschaft des Klosters Fulda bekunden, dass von den 1516 August 16 (im iare nach Christi geburt thausent funffhundert im sechszehenden auf Sambstag nach assumpcionis Marie) [diskutierten] Artikeln, die Johann [von Henneberg], der Sohn Wilhelms und Koadjutor des Klosters Fulda, in Anspruch nimmt, nun ein Artikel, der die Entscheidung von Forderungen und Ansprüchen Wilhelms gegenüber der Ritterschaft berührt, von allen Seiten bewilligt und im Folgenden niedergeschrieben worden ist: Sollten von der im Kloster Fulda sesshaften Ritterschaft gegenüber Graf Wilhelm Forderungen oder Ansprüche erhoben werden, soll Wilhelm hierfür zwei seiner adeligen Räte stellen; die andere Partei soll ebenfalls zwei Vertreter (freunde) zu Wilhelms Untertanen (nydersezen) schicken. Sollten sich die Abgesandten einigen oder durch Mehrheitsentscheid entscheiden, soll der Streit gütlich beigelegt sein. Sollte jedoch keine Mehrheit zustande kommen (woe aber die gut mangelt), soll durch Rechtsspruch entschieden werden. Sollten die Gerichtssitzer (zusez) unentschieden bleiben und keine Mehrheit zustandekommen, soll der Entscheid durch einen unparteiischen Obmann herbeigeführt werden; dessen Entscheid ist endgültig. Der gütliche oder rechtliche Urteilsspruch soll innerhalb zweier Monate zum Ende des Streits führen. Die Ritterschaft des Klosters Fulda bekundet, dass, sollte Wilhelm ihnen gegenüber Ansprüche oder Forderungen haben, die genannte Regelung auch für den Schiedsspruch (ausstrage) gelten soll. Wilhelm von Henneberg, dessen Sohn Johann und die Ritterschaft des Klosters Fulda versichern sich gegenseitig, die Artikel des Schiedsspruches einhalten zu wollen. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers 1, Avers 2, Avers 3, Avers 4, Avers 5, Avers 6, Avers 8, Avers 9)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Wilhelm von Henneberg, Balthasar von Weyhers, Johann von der Tann, Daniel von Fischborn, Werner von Görtz, Bosse von Buchenau, [Dietrich von Mörle genannt Beheim], Karl von Trümbach, Ludger von Mansbach
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: Nr. 1462; StaM, Kopiare Fulda: K 440, f. 401-404
Graf Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen [1478-1559].
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
10.06.2025, 9:13 AM CEST
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Hessisches Staatsarchiv Marburg (Archivtektonik)
- Gliederung (Archival tectonics)
- Urkunden (Archival tectonics)
- Geistliches und weltliches Territorium Fulda (Archival tectonics)
- Reichsabteiliches / Stiftisches Archiv (Archival tectonics)
- Reichsabteiliches / Stiftisches Archiv: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] (Archival holding)
- Reichsabtei, Stift (Classification)
- 1521-1530 (Classification)
Attribution 4.0 International