Friedberg, Burg: Der kaiserliche Notar Johann Wilhelm Hensel bekundet, daß er sich auf Bitten des Kanzleidieners der Stadt Friedberg zusammen mit ...
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B 5 Urkunden der Burg Friedberg
Urkunden der Burg Friedberg >> Urkunden
1746 Mai 25, Friedberg
Ausf., Perg.libell (8 Blatt, nicht foliiert), in mit farb. Papier überzogene Kladde eingebunden, Notariatsinstrument, aufgedr. Sg. m. durchgezogenen grün-rot-gelben Seidenfäden, leicht angebr., dennoch sehr gut erh.
Urkunde
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Friedberg, Burg: Der kaiserliche Notar Johann Wilhelm Hensel bekundet, daß er sich auf Bitten des Kanzleidieners der Stadt Friedberg zusammen mit zwei Zeugen in das Rathaus der Stadt begab, dort in die 'Audienz-Stube' gerufen wurde, wo ihn Johann Konrad Huth, Konsulent und Schreiber der Stadt Friedberg, im Auftrag des Bürgermeisters mittels eines vorgelegten Briefs von 1746 Mai 25 [s.: in 523] darum bitten ließ, die heute anstehende Huldigung des Magistrats der Stadt Friedberg an den Burggrafen der Burg Friedberg zu protokollieren. Im 'Burggraviat' traf er Burggraf Hans Eitel Diede zum Fürstenstein, Johann Adolf Rau von und zu Holzhausen, den Baumeister und Unterburggraf, sowie [David] Schatzmann, Syndikus der Burg, die ihn gleichfalls um Protokollierung und Erstellung eines oder mehrerer Instrumente baten. Nach seiner Rückkehr ins Rathaus meldete der Kanzleidiener, der Magistrat solle sich zum Freiheitsplatz begeben und die Huldigung leisten. Dort waren der gen. Burggraf und Baumeister sowie die Burgmannen Wilhelm August Schütz v. Holzhausen, Johann Friedrich Ferdinand Löw v. Steinfurth, Karl Friedrich v. Frankenstein und Johann Georg v. Ponickau in einem Zelt versammelt, als David Schatzmann, Rat und Syndikus der Burg Friedberg, Magistrat und Bürgerschaft der Stadt Friedberg zu erkennen gab, daß nach dem Tod des bisherigen Burggrafen, Hermann Riedesel zu Eisenbach, hessischen Erbmarschalls, hessen-darmstädtischen geheimen Rats und Oberamtmanns der Grafschaft Nidda, auch Kurator der Universität Gießen, Hans Eitel Diede zum Fürstenstein, Herr zu Ziegenberg und Langenhain, hessen-kasselischer geheimer Rat und Oberamtmann des Fürstentums Hersfeld, zum neuen Burggrafen gewählt wurde, dem Bürgermeister, Schöffen, Rat und Bürgerschaft der Stadt Friedberg gemäß dem wörtl. inserierten Vertrag von 1483 Februar 22 [s. Nr. 125] zu huldigen verpflichtet sind. Nach Verlesung des Vertrags und der Lesung der Eidesformel durch den Syndikus der Burg gaben Bürgermeister, Rat und Bürgerschaft der Stadt dem Burggrafen sowie dem Baumeister, Johann Adolf Rau v. Holzhausen, ihr Handgelübde und sprachen den Eid. Der Magistrat und der Notar wurden dann zur Mahlzeit in die Burg geladen und der Bürgerschaft ein Wein ausgeschenkt.
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: der Aussteller und die beiden Zeugen
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Karl Friedrich Traugott
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Johann Heinrich Ludwig
Vermerke (Urkunde): Siegler: Aussteller (Notariatssignet)
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: der Aussteller und die beiden Zeugen
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Karl Friedrich Traugott
Vermerke (Urkunde): Zeugen: Johann Heinrich Ludwig
Vermerke (Urkunde): Siegler: Aussteller (Notariatssignet)
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.07.2025, 13:38 MESZ