Hintergrund des Verfahrens ist ein Streit um den Nachlaß von Lutter Dietrich von Bönninghausen zwischen seiner beklagten Tochter Agnes Elisabeth und seinem Halbbruder, dem Kläger, dessen Anspruch sich auf ein Testament stützt, dessen Echtheit die Beklagten bestreiten; vgl. dazu auch RKG 572 (B 1499/4942). Mit dem Mandat wendet sich der Kläger gegen den von den Beklagten erwirkten Arrest auf die im Herzogtum Westfalen, dem Fürstentum Paderborn und den Städten Herford und Köln gelegenen Teile des strittigen Nachlasses.
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Hintergrund des Verfahrens ist ein Streit um den Nachlaß von Lutter Dietrich von Bönninghausen zwischen seiner beklagten Tochter Agnes Elisabeth und seinem Halbbruder, dem Kläger, dessen Anspruch sich auf ein Testament stützt, dessen Echtheit die Beklagten bestreiten; vgl. dazu auch RKG 572 (B 1499/4942). Mit dem Mandat wendet sich der Kläger gegen den von den Beklagten erwirkten Arrest auf die im Herzogtum Westfalen, dem Fürstentum Paderborn und den Städten Herford und Köln gelegenen Teile des strittigen Nachlasses.
AA 0627, 573 - B 1500/4943
AA 0627 Reichskammergericht, Teil I: A-B
Reichskammergericht, Teil I: A-B >> 2. Buchstabe B
1658-1669 (1631-1664)
Enthaeltvermerke: Kläger: Lutter Wilhelm Otto von Bönninghausen, Herr zu Walbeck und Twisteden Beklagter: Priorin und Konvent der Karmelitinnen zu Köln namens ihrer Profeßschwester Agnes Elisabeth, verwitwete Imperial, geb. von Bönninghausen, bzw. diese für sich selbst und den Konvent; als Interessenten: Erzbischof Maximilian Heinrich von Köln und sein Kölner Offizial Albertus Rensing; Bischof Dietrich Adolf von Paderborn; Bürgermeister und Rat der Stadt Herford Prokuratoren (Kl.): Lic. Johann Hansen 1658 - Subst.: Dr. Wilhelm Mockel Prokuratoren (Bekl.): für den Kurfürsten: Lic. Johann Walraff [1655] 1658 - Subst.: F. Eberh. Albrecht von Lauterb. - für Konvent und Offizial: Lic. Johann Walraff [1658] 1658, 1658 - Subst.: Dr. Johann Leonhard Schommartz Prozeßart: Mandati de relaxando arresto, cassando et non amplius turbando cum clausula Instanzen: RKG 1658-1669 (1631-1664) Beweismittel: Testament Lutters von Bönninghausen vom 26. Jan. 1657 (37-42). Testamentarische Disposition Annas von Bönninghausen, geb. von Budberg, zugunsten ihrer Tochter Agnes Elisabeth, 1633 (67f.). Auszug aus dem gegenseitigen Testament Lutters von Bönninghausen und Anna Sophias von Budberg, 1653 (78f.). Liste der Agnes Elisabeth zustehenden Kleinodien der Mutter (209f.). Urteil in der RHR-Kommissionssache Lutter von Bönninghausen ./. Dietrich Karl von Wylich (216f.). Beschreibung: 5 cm, 219 Bl., geb.; Q 1 - 58; Deckblatt des Protokolls doppelt vorhanden; Aktenstücke teilw. lat. Siehe auch RKG Münster 468 (B 1501/4944).
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.05.2026, 09:51 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht, Teil I: A-B (Bestand)
- 2. Buchstabe B (Gliederung)