Kaiser Sigmund bestätigt, dass am 18. Juni [Freitag vor sand Johanns tag zu sunwennden] auf dem Gerichtstag am kaiserlichen Hof in Ulm (1) Eberhart Ubelin als Prokurator des Ritters Caspar von der Alben, des Bürgermeisters und des Rats der Stadt Muldorff (2) und der beiden Tittmanninger (3) Bürger Heinrich Keser und Fridreich Pawman ein Instrument vorlegte, wonach Heinrich Regelhouer seine Mandanten widerrechtlich auf ein heimliches Gericht vor den Freyenstul zu Folmestein (4) vor den Freigrafen Henk von Fornde (5) geladen und dort ein Urteil erlangt hatte, obwohl er vor das Gericht seines Landesherrn Erzbischof Johann [II.] von Salzburg geladen worden war und der Kaiser dem Freigrafen Henk schriftlich untersagt hatte, in der Sache ein Urteil zu fällen. Der Kaiser hatte Regelhofer daraufhin zu dem heute stattfindenen Rechtstag vorgeladen, zu dem dieser jedoch nicht erschienen war und keinen Vertreter benannt hat. Nach Beratschlagung der anwesenden Fürsten, Grafen, Ritter und Knechte lässt der Gerichtstag Regelhofer eine Frist von zwei Mal 15 Tagen ab Datum dieses Briefes setzen, innerhalb der er sich noch verantworten kann. Dem Prokurator Eberhard Ubelin wird darüber der vorliegende Urteilbrief ausgestellt. Anwesende: Die Bischöfe Ander zu Tryent (6), Johann zu Chur (7), Peter zu Augspurg (8), Nycodemus zu Freysingen (9), Johann zu Olmuncz (10), die Fürsten Kurfürst Friedrich [I.], Markgraf von Brandenburg, Erzkämmerer und Burggraf zu Nuremberg (11), Herzog Wilhelm [III.] von Bayern [-München], Pfalzgraf bei Rhein, Herzog Konrad der Weiße von Schlesien, die Grafen Ludwig [I.] von Württemberg (12), Ludwig zu Ottingen (13), Heinrich zu Gortz (14), Eberhard zu Kirchperg (15), die Ritter Wilhelm von Rechberg (16) und Haupt zu Bappenheim (17), Erbmarschall des Reichs. Empfänger: Ubelin, Eberhart, Prokurator. Siegler: S: Kaiser Sigmund
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Kaiser Sigmund bestätigt, dass am 18. Juni [Freitag vor sand Johanns tag zu sunwennden] auf dem Gerichtstag am kaiserlichen Hof in Ulm (1) Eberhart Ubelin als Prokurator des Ritters Caspar von der Alben, des Bürgermeisters und des Rats der Stadt Muldorff (2) und der beiden Tittmanninger (3) Bürger Heinrich Keser und Fridreich Pawman ein Instrument vorlegte, wonach Heinrich Regelhouer seine Mandanten widerrechtlich auf ein heimliches Gericht vor den Freyenstul zu Folmestein (4) vor den Freigrafen Henk von Fornde (5) geladen und dort ein Urteil erlangt hatte, obwohl er vor das Gericht seines Landesherrn Erzbischof Johann [II.] von Salzburg geladen worden war und der Kaiser dem Freigrafen Henk schriftlich untersagt hatte, in der Sache ein Urteil zu fällen. Der Kaiser hatte Regelhofer daraufhin zu dem heute stattfindenen Rechtstag vorgeladen, zu dem dieser jedoch nicht erschienen war und keinen Vertreter benannt hat. Nach Beratschlagung der anwesenden Fürsten, Grafen, Ritter und Knechte lässt der Gerichtstag Regelhofer eine Frist von zwei Mal 15 Tagen ab Datum dieses Briefes setzen, innerhalb der er sich noch verantworten kann. Dem Prokurator Eberhard Ubelin wird darüber der vorliegende Urteilbrief ausgestellt. Anwesende: Die Bischöfe Ander zu Tryent (6), Johann zu Chur (7), Peter zu Augspurg (8), Nycodemus zu Freysingen (9), Johann zu Olmuncz (10), die Fürsten Kurfürst Friedrich [I.], Markgraf von Brandenburg, Erzkämmerer und Burggraf zu Nuremberg (11), Herzog Wilhelm [III.] von Bayern [-München], Pfalzgraf bei Rhein, Herzog Konrad der Weiße von Schlesien, die Grafen Ludwig [I.] von Württemberg (12), Ludwig zu Ottingen (13), Heinrich zu Gortz (14), Eberhard zu Kirchperg (15), die Ritter Wilhelm von Rechberg (16) und Haupt zu Bappenheim (17), Erbmarschall des Reichs. Empfänger: Ubelin, Eberhart, Prokurator. Siegler: S: Kaiser Sigmund
Erzstift Salzburg Urkunden, BayHStA, Erzstift Salzburg Urkunden 233
HU Salzburg 382; GU Mühldorf 657
Erzstift Salzburg Urkunden
Erzstift Salzburg Urkunden >> 1401-1500
1434 Juni 18
Fußnoten:
1) Ulm (krfr.St., Bad.-Württ.)
2) Mühldorf (Lkr. Mühldorf a. Inn)
3) Tittmoning (Lkr. Traunstein)
4) Volmarstein (Gde. Wetter a. d. Ruhr, Lkr. Ennepe-Ruhr, NRW)
5) Voerde (Lkr. Wesel, NRW) oder Voerde (Gde.Ennepetal, Lkr. Ennepe-Ruhr, NRW)
6) Trient (ital. Trento, Prov. Trento, I)
7) Chur (Kt. Graubünden, CH)
8) Augsburg (krfr.St.)
9) Freising (Lkr. Freising)
10) Olmütz (tschech. Olomouc, Bez. Olmütz/ Olomouc, CZ)
11) Nürnberg (krfr. Stadt)
12) Württemberg (Burg, krfr.St. Stuttgart, Bad.-Württ.)
13) Oettingen (Lkr. Donau-Ries)
14) Görz (ital. Gorizia, Pr. Gorizia, I)
15) Kirchberg (Burg, Gde. Illerkirchberg, Alb-Donau-Kreis, Bad.-Württ.)
16) Rechberg (Burg, Gde. Schwäbisch Gmünd, Ostalbkreis, Bad.-Württ.)
17) Pappenheim (Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen)
1) Ulm (krfr.St., Bad.-Württ.)
2) Mühldorf (Lkr. Mühldorf a. Inn)
3) Tittmoning (Lkr. Traunstein)
4) Volmarstein (Gde. Wetter a. d. Ruhr, Lkr. Ennepe-Ruhr, NRW)
5) Voerde (Lkr. Wesel, NRW) oder Voerde (Gde.Ennepetal, Lkr. Ennepe-Ruhr, NRW)
6) Trient (ital. Trento, Prov. Trento, I)
7) Chur (Kt. Graubünden, CH)
8) Augsburg (krfr.St.)
9) Freising (Lkr. Freising)
10) Olmütz (tschech. Olomouc, Bez. Olmütz/ Olomouc, CZ)
11) Nürnberg (krfr. Stadt)
12) Württemberg (Burg, krfr.St. Stuttgart, Bad.-Württ.)
13) Oettingen (Lkr. Donau-Ries)
14) Görz (ital. Gorizia, Pr. Gorizia, I)
15) Kirchberg (Burg, Gde. Illerkirchberg, Alb-Donau-Kreis, Bad.-Württ.)
16) Rechberg (Burg, Gde. Schwäbisch Gmünd, Ostalbkreis, Bad.-Württ.)
17) Pappenheim (Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen)
Erzstift Salzburg Urkunden
Perg.
Urkunden
ger
Besiegelung/Beglaubigung: Sg. fehlt
Überlieferung: Or.
Sprache: dt.
Ausstellungsort: Ulm
Literatur: Regest: RI XI, 2 Nr. 10516; OA 12 (1851) Nr. 186
Vermerke: RV: Der erst urtlbrief von kayser Sigmunden in des Reglshofers sach ausgangen No 20 a Salzburg Erzbschfl. (u.) Domk. Arch. f. 36 (VIII 7/5) rot 56, 31
Originaldatierung: Ulm 1434 am nechsten freytag vor sand Johanns baptiste tag ze sunwenden [...]
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1434
Monat: 6
Tag: 18
Überlieferung: Or.
Sprache: dt.
Ausstellungsort: Ulm
Literatur: Regest: RI XI, 2 Nr. 10516; OA 12 (1851) Nr. 186
Vermerke: RV: Der erst urtlbrief von kayser Sigmunden in des Reglshofers sach ausgangen No 20 a Salzburg Erzbschfl. (u.) Domk. Arch. f. 36 (VIII 7/5) rot 56, 31
Originaldatierung: Ulm 1434 am nechsten freytag vor sand Johanns baptiste tag ze sunwenden [...]
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1434
Monat: 6
Tag: 18
Alben: Kaspar von der
Sigmund, deutscher König und Kaiser
Baumann: Friedrich, Bürger, Tittmoning
Keser: Heinrich, Bürger, Tittmoning
Regelhofer: Heinrich
Ubelin: Eberhard: Gerichtsprokurator
Bayern: Wilhelm III., Herzog von
Brandenburg: Friedrich I., Kurfürst von
Schlesien: Konrad der Weiße, Herzog von
Württemberg: Ludwig I., Graf von
Oettingen: Ludwig, Graf von
Görz: Heinrich, Graf von
Kirchberg: Eberhard, Graf von
Rechberg: Wilhelm von
Pappenheim: Haupt von, Reichsmarschall
Ulm (krfr.St., Bad.-Württ.): Reichstag
Mühldorf (Lkr. Mühldorf a. Inn):
Tittmoning (Lkr. Traunstein)
Volmarstein (Gde. Wetter a. d. Ruhr, Lkr. Ennepe-Ruhr, NRW)
Voerde (Lkr. Wesel, NRW, oder Gde. Ennepetal, Lkr. Ennepe-Ruhr, NRW)
Trient (ital. Trento, Prov. Trento, I), Bistum: Bischöfe, Andreas
Chur (Kt. Graubünden, CH), Bistum: Bischöfe, Johann
Augsburg (krfr.St.), Hochstift: Bischöfe\ Peter
Freising (Lkr. Freising), Hochstift: Bischöfe\ Nicodemus
Olmütz (tschech. Olomouc, Bez. Olmütz/ Olomouc, CZ), Bistum: Bischöfe, Johann
Nürnberg (krfr.St.)
Oettingen (Lkr. Donau-Ries)
Görz (ital. Gorizia, Pr. Gorizia, I)
Kirchberg (Burg, Gde. Illerkirchberg, Alb-Donau-Kreis, Bad.-Württ.)
Rechberg (Burg, Gde. Schwäbisch Gmünd, Ostalbkreis, Bad.-Württ.)
Pappenheim (Lkr. Weißenburg-Gunzenhausen)
Württemberg (Burg, krfr.St. Stuttgart, Bad.-Württ.)
Deutsches Reich, Kaiser und Könige: Sigmund
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 13:28 MESZ
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