Graf Friedrich Fugger von Kirchberg [Oberkirchberg Gde. Illerkirchberg/Alb-Donau-Kreis] und Weißenhorn [Lkr. Neu-Ulm] verleiht dem Ulmer Ratsherren Alfons Schad für sich und als Lehnsträger seiner Vettern Karl, Bernhard, Theodor, Erhard, Ludwig Albrecht, Konrad, Johann Albrecht, Wilhelm und Philipp die folgenden Güter und Gerechtsame in Mussingen [Gde. Illerkirchberg/Alb-Donau-Kreis]: - Einen Hof, den Wilhelm Schmid bewirtschaftet. Davon gefallen jährlich 14 Imi Roggen, 14 Imi Hafer, 2 Pfund Heller Heugeld, 1 Muth Öl, 1 Fuder Heu, 1 Gans, 7 Hühner, 2 Fastnachtshühner, 200 Eier und tägliche Dienste. Außerdem muss für die Herrschaft jedes Jahr 1 Muth Lein angesät werden. - Einen Hof, den Johann Merz bewirtschaftet. Davon gefallen jährlich 14 Imi Roggen, 14 Imi Hafer, 2 Pfund Heller Heugeld, 1 Muth Öl, 7 Hühner, 1 Gans, 2 Fastnachtshühner, 200 Eier und tägliche Dienste. Außerdem muss für die Herrschaft jedes Jahr 1 Muth Lein angesät werden. - Das Vogtrecht von einem Hof, der vormals dem Benediktinerkloster Wiblingen [Stadt Ulm] gehört hat und den jetzt Kaspar Müller bewirtschaftet. Davon gefallen jährlich 1,5 Imi Roggen, 1 Imi Hafer, 1 Pfund und 3 Schilling Heller Heugeld, 2 Fastnachtshühner und tägliche Dienste. - Das Vogtrecht von der Selde des Müllers, die derzeit Kaspar Müller bewirtschaftet. Davon gefallen jährlich 6 Heller und 1 Fastnachtshuhn. - Die Niedergerichtsbarkeit in Mussingen inner Etters mit den davon gefallenden Gebühren. - Die zu den Höfen und Gütern gehörenden Holzmarken. Diese Güter und Gerechtsame waren zuletzt am 16. Dezember 1647 seinem verstorbenen Vater Johann Jakob Schad verliehen worden.