Umzug des königlich preussischen Untertanensohns Johann Georg Späth aus Hohenstadt nach Oberartelshofen nebst der Rechtsfrage nach der Auswirkung des Umzugs auf seine schon geschehene Aufnahme in die preussische Musterungsrolle
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E 49/II Nr. 1906
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
03.08.1796 - 05.08.1796
Enthält:
1796 August 3 bis 5: Schriftwechsel des Verwalters (Johann Wilhelm) Köhler, Artelshofen, mit dem Haller'schen Sekretär (Georg Caspar) Löhe in Nürnberg.
Der königlich preussische Untertan Georg Späth in Hohenstadt hat einen Sohn namens Johann Georg, der das Loosische Gut in Oberartelshofen schon übernommen hat. Eine Heiratserlaubnis des kgl. preuss. Kastenamts Osternohe liegt ebenfalls vor. Der Sohn ist allerdings schon in die preussische Musterungsrolle eingetragen. Fraglich ist, ob er noch einen zusätzlichen Freischein benötigt, damit er nicht nach seiner in Kürze bevorstehenden Heirat zum Militär geholt werden kann.
Löhe sieht in der Tatsache, dass ein preussisches Amt die Heiratserlaubnis erteilt hat, wobei man sich dort auf eine Entscheidung der kgl. Obergebirgischen Kantonkommission stützt, genügend Anhalt dafür, dass ein Freischein überflüssig sein dürfte.
Darin auch:
Am 30. des Vormonats wurde von hiesiger Gemeinde der aus Enzendorf hergezogene Beständner Michael Scharrer zu einem Wächter angenommen - zunächst auf ein halbes Jahr.
Gerade erfuhr Schreiber durch seinen Schwiegervater von Friedensnachrichten, gleichzeitig aber auch, dass der Gerichtsschreiber Weigel gestern in seiner Amtsstube erkrankte und am Nachmittag starb.
Die vom hiesigen Pfarrer (= Christof Rech) überbrachten Schlüssel bleiben bei der Verwaltung, die bewusste Sache (!?) wurde im alten Zustand belassen.
1796 August 3 bis 5: Schriftwechsel des Verwalters (Johann Wilhelm) Köhler, Artelshofen, mit dem Haller'schen Sekretär (Georg Caspar) Löhe in Nürnberg.
Der königlich preussische Untertan Georg Späth in Hohenstadt hat einen Sohn namens Johann Georg, der das Loosische Gut in Oberartelshofen schon übernommen hat. Eine Heiratserlaubnis des kgl. preuss. Kastenamts Osternohe liegt ebenfalls vor. Der Sohn ist allerdings schon in die preussische Musterungsrolle eingetragen. Fraglich ist, ob er noch einen zusätzlichen Freischein benötigt, damit er nicht nach seiner in Kürze bevorstehenden Heirat zum Militär geholt werden kann.
Löhe sieht in der Tatsache, dass ein preussisches Amt die Heiratserlaubnis erteilt hat, wobei man sich dort auf eine Entscheidung der kgl. Obergebirgischen Kantonkommission stützt, genügend Anhalt dafür, dass ein Freischein überflüssig sein dürfte.
Darin auch:
Am 30. des Vormonats wurde von hiesiger Gemeinde der aus Enzendorf hergezogene Beständner Michael Scharrer zu einem Wächter angenommen - zunächst auf ein halbes Jahr.
Gerade erfuhr Schreiber durch seinen Schwiegervater von Friedensnachrichten, gleichzeitig aber auch, dass der Gerichtsschreiber Weigel gestern in seiner Amtsstube erkrankte und am Nachmittag starb.
Die vom hiesigen Pfarrer (= Christof Rech) überbrachten Schlüssel bleiben bei der Verwaltung, die bewusste Sache (!?) wurde im alten Zustand belassen.
Archivale
Indexbegriff Person: Köhler, Johann Wilhelm
Indexbegriff Person: Löhe, Georg Caspar
Indexbegriff Person: Loos, N
Indexbegriff Person: Rech, Christof
Indexbegriff Person: Scharrer, Michael
Indexbegriff Person: Späth, Georg
Indexbegriff Person: Späth, Johann Georg
Indexbegriff Person: Weigel, N (Gerichtsschreiber)
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Vogteiliche Rechte
Indexbegriff Person: Löhe, Georg Caspar
Indexbegriff Person: Loos, N
Indexbegriff Person: Rech, Christof
Indexbegriff Person: Scharrer, Michael
Indexbegriff Person: Späth, Georg
Indexbegriff Person: Späth, Johann Georg
Indexbegriff Person: Weigel, N (Gerichtsschreiber)
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Vogteiliche Rechte
Artelshofen
Artelshofen - Oberes Dorf
Enzendorf
Gebirg - ob dem
Gebirg, Ritterkanton
Hohenstadt
Osternohe
Verwalter Artelshofen
Sekretär, Haller'scher
Untertan
Untertan, preußischer
Gutskauf
Heiratserlaubnis
Kastenamt Osternohe
Musterrolle
Freischein
Heiratsabsicht
Militärdienst
Kantonkommission - obergebirgische
Wächter Artelshofen
Umzug
Beständner
Friede
Gerichtsschreiber
Amtsstube
Todesfall
Pfarrer, Artelshofen
Schlüssel
Verwaltung Artelshofen
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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