Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass Irrungen zwischen Bernhard Holzinger von Weil (Holtzingern von Wyl) und dessen Ehefrau Barbara einerseits und Hans und Kaspar Salwart, Margarethe, Witwe des Meister Nikolaus von Geldern (Gellern), Apollonia Salwart, Professin zu Liebenau, sowie Margarethe, Tochter der Ruprecht Windeck, für ihre Mutter andererseits um das Erbe des Hans Salwart (+) bestanden hatten. Ein zu Heidelberg ergangener Entscheid am 15.02.1492 hat die Teilung in sechs Teile vorgesehen, wozu die Parteien zum heutigen Tage zumeist persönlich erschienen sind, wobei Johannes Erlewin als Bevollmächtigter der Apollonia und der Ruprecht Windeck für dessen Tochter Margarethe erschienen sind. Auf Befehl Kurfürst Philipps haben Dietrich von Plieningen und die Heidelberger Ratsherren Peter Zan und Hans Kulman (Culman) das Erbe verzeichnet und dahin geschätzt, dass jeder Partei grundsätzlich 911 Gulden an Barschaft, Silbergeschirr und liegenden Güter zustehen. Es folgen Ausführungen und Bestimmungen der Erbteilung, u. a. zu Ehesteuern, Verrechnungen und bereits empfangenen Geldern, zu Rechten an Zinsen und liegenden Gütern zu Heidelberg, wobei u. a. das das Eckhaus gegenüber "Floren", das "groß orthuß" am Markt, das große Eckhaus am Markt, ein Haus in der Neustadt beim Brunnen bei den Seilern und Glasern, eine Scheuer in der Heugasse an der Bibliothek (liberey) sowie das Häuslein "by dem Breitensteyn" nebst weiteren Gütern und Anrainern namentlich genannt werden, schließlich zum Anfall des Erbteils Apollonias im Wert von 915 Gulden 15 Albus an das Kloster Liebenau sowie zu weiteren Erbgütern und Rechten zu Oftersheim und Plankstadt.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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