Gemeindearchiv Dürrn (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
Gemeindearchiv Dürrn (Nutzung über die Gemeinde Ölbronn-Dürrn), GA DRN
Kreisarchiv des Enzkreises (Archivtektonik) >> Stadt- und Gemeindearchive im Enzkreis
Vorwort: In konsequenter Bemühung um die Erhaltung ihres kulturellen Erbes hat die Gemeinde Ölbronn-Dürrn im Anschluss an die Ordnung des Ortsteilarchives Ölbronn sogleich das dauerhaft aufbewahrenswerte Schriftgut der bis 1. Juli 1974 selbständigen Gemeinde Dürrn fachgerecht erschließen lassen.
Die archvische Ordnung und Verzeichnung erfolgte überwiegend im Zeitraum von November 2001 bis Juli 2003. Der vorliegende Bestand bildet eine selbständige und abgeschlossene Abteilung innerhalb des Archivs der Gemeinde Ölbronn-Dürrn. Er umfasst rund 62 laufende Regalmeter. Insgesamt 1568 Archivalien werden in diesem Findbuch in Form von Titelaufnahmen vorgestellt. Die älteste Archivalie ist ein Lagerbuch aus dem Jahr 1702, frühere Dokumente ab 1605 sind in Abschrift erhalten. Der zeitliche Schwerpunkt der Überlieferung freilich liegt im 20. Jahrhundert. Der Bestand schließt 1974 mit dem Ende der kommunalen Selbständigkeit der Gemeinde Dürrn, einzelne in späterer Zeit fortgeführte Archivalieneinheiten laufen darüber hinaus bis ins Jahr 1989. Außer dem klassischen Verwaltungsschriftgut der Gemeinde Dürrn, das sich in die zwei Hauptteile "Akten und Bände" einerseits sowie "Rechnungen" andererseits gliedert, enthält der Bestand in einem dritten, wenngleich weitaus kleineren Hauptteil verschiedene Selekte und neben dem Verwaltungsschriftgut angelegte Sammlungsbestände mit teils im Original, teils in Reproduktion vorliegenden Dokumenten, die bis ins Jahr 2003 reichen.
Die besondere Bedeutung des Dürrner Archivs liegt weniger in Umfang, Alter oder sensationellen Inhalten, als vielmehr darin, dass der Strukturwandel einer stets unter Holzarmut und Wassermangel leidenden Gemeinde im ländlichen Raum zur Arbeiterwohngemeinde recht gut dokumentiert ist. So liegen eine Reihe interessanter Akten beispielsweise zum Viehbestand, zur Bodennutzung, zum Weinbau und zu umfangreichen Feldbereinigungsmaßnahmen in den 1930er- und 1960er-Jahren sowie zur Bevölkerungsstruktur (Pendlerzahlen, Zu- und Abwanderung) vor.
Der Dürrner Archivbestand ist eine Fundgrube für die heimatkundliche und wissenschaftliche For-schung wie auch für verwaltungsinterne Recherchen nach älteren, rechtlich noch bedeutsamen Vorgängen. Das vorliegende Findbuch erschließt als Hilfsmittel den Archivbestand, der komplett mit einem Datenbankprogramm verzeichnet wurde. Als Grundlage für die Nutzung des Archivs hat der Gemeinderat Ölbronn-Dürrn am 17. Mai 2001 eine Archivordnung erlassen, die in dieses Findbuch mit aufgenommen wurde.
Die Gemeinde Ölbronn-Dürrn besitzt seit 1999 einen vorbildlich ausgestatteten Archivraum im Rathaus in Dürrn. Da bei dessen Planung von Anfang an das Kreisarchiv beteiligt und alle erforderlichen Sicherungsvorkehrungen getroffen wurden, liegen optimale Voraussetzungen für eine dauerhafte und zentralisierte Lagerung der beiden Ortsteilarchive vor. Ich danke den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung Ölbronn-Dürrn, allen voran Herrn Bürgermeister Adalbert Bangha, für die stets sehr gute Kooperation. Meinem Mitarbeiter Jürgen H. Staps danke ich für Layout und Ausdruck des Findbuches.
Pforzheim, im April 2004
Konstantin Huber
Leiter des Kreisarchivs
Weitere Informationen (ortsgeschichtlicher Überblick, Liste der Ortsvorsteher, Bestands- und Registraturgeschichte, Erläuterungen zur Ordnung, Gliederung und Verzeichnung des Gemeindearchivs, Indizes und Abkürzungsverzeichnis) finden Sie in der PDF-Version des gedruckten Findbuchs: https://www.enzkreis.de/Serviceportal/Was-erledige-ich-wo-/Findb%C3%BCcher-der-Stadt-und-Gemeindearchive.php?object=tx,2891.2.1&ModID=10&FID=2032.130.1&NavID=2032.13.1
Die archvische Ordnung und Verzeichnung erfolgte überwiegend im Zeitraum von November 2001 bis Juli 2003. Der vorliegende Bestand bildet eine selbständige und abgeschlossene Abteilung innerhalb des Archivs der Gemeinde Ölbronn-Dürrn. Er umfasst rund 62 laufende Regalmeter. Insgesamt 1568 Archivalien werden in diesem Findbuch in Form von Titelaufnahmen vorgestellt. Die älteste Archivalie ist ein Lagerbuch aus dem Jahr 1702, frühere Dokumente ab 1605 sind in Abschrift erhalten. Der zeitliche Schwerpunkt der Überlieferung freilich liegt im 20. Jahrhundert. Der Bestand schließt 1974 mit dem Ende der kommunalen Selbständigkeit der Gemeinde Dürrn, einzelne in späterer Zeit fortgeführte Archivalieneinheiten laufen darüber hinaus bis ins Jahr 1989. Außer dem klassischen Verwaltungsschriftgut der Gemeinde Dürrn, das sich in die zwei Hauptteile "Akten und Bände" einerseits sowie "Rechnungen" andererseits gliedert, enthält der Bestand in einem dritten, wenngleich weitaus kleineren Hauptteil verschiedene Selekte und neben dem Verwaltungsschriftgut angelegte Sammlungsbestände mit teils im Original, teils in Reproduktion vorliegenden Dokumenten, die bis ins Jahr 2003 reichen.
Die besondere Bedeutung des Dürrner Archivs liegt weniger in Umfang, Alter oder sensationellen Inhalten, als vielmehr darin, dass der Strukturwandel einer stets unter Holzarmut und Wassermangel leidenden Gemeinde im ländlichen Raum zur Arbeiterwohngemeinde recht gut dokumentiert ist. So liegen eine Reihe interessanter Akten beispielsweise zum Viehbestand, zur Bodennutzung, zum Weinbau und zu umfangreichen Feldbereinigungsmaßnahmen in den 1930er- und 1960er-Jahren sowie zur Bevölkerungsstruktur (Pendlerzahlen, Zu- und Abwanderung) vor.
Der Dürrner Archivbestand ist eine Fundgrube für die heimatkundliche und wissenschaftliche For-schung wie auch für verwaltungsinterne Recherchen nach älteren, rechtlich noch bedeutsamen Vorgängen. Das vorliegende Findbuch erschließt als Hilfsmittel den Archivbestand, der komplett mit einem Datenbankprogramm verzeichnet wurde. Als Grundlage für die Nutzung des Archivs hat der Gemeinderat Ölbronn-Dürrn am 17. Mai 2001 eine Archivordnung erlassen, die in dieses Findbuch mit aufgenommen wurde.
Die Gemeinde Ölbronn-Dürrn besitzt seit 1999 einen vorbildlich ausgestatteten Archivraum im Rathaus in Dürrn. Da bei dessen Planung von Anfang an das Kreisarchiv beteiligt und alle erforderlichen Sicherungsvorkehrungen getroffen wurden, liegen optimale Voraussetzungen für eine dauerhafte und zentralisierte Lagerung der beiden Ortsteilarchive vor. Ich danke den Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung Ölbronn-Dürrn, allen voran Herrn Bürgermeister Adalbert Bangha, für die stets sehr gute Kooperation. Meinem Mitarbeiter Jürgen H. Staps danke ich für Layout und Ausdruck des Findbuches.
Pforzheim, im April 2004
Konstantin Huber
Leiter des Kreisarchivs
Weitere Informationen (ortsgeschichtlicher Überblick, Liste der Ortsvorsteher, Bestands- und Registraturgeschichte, Erläuterungen zur Ordnung, Gliederung und Verzeichnung des Gemeindearchivs, Indizes und Abkürzungsverzeichnis) finden Sie in der PDF-Version des gedruckten Findbuchs: https://www.enzkreis.de/Serviceportal/Was-erledige-ich-wo-/Findb%C3%BCcher-der-Stadt-und-Gemeindearchive.php?object=tx,2891.2.1&ModID=10&FID=2032.130.1&NavID=2032.13.1
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Alle Rechte vorbehalten. Es gelten die Bestimmungen der Archivordnung der jeweiligen Gemeinde, über deren Verwaltung auch eine eventuelle Nutzung (nicht im Kreisarchiv) zu erfolgen hat. Der Nutzer stellt das Kreisarchiv des Enzkreises von Haftung bei der Verletzung von Rechten Dritter frei.
03.06.2025, 10:08 MESZ