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Johann von Linsingen, Dekan von Fulda, Walther von Mörle genannt
Beheim (Morla genannt Behem); Johann Kerstan (Kirstam), Kanzler; Dietrich
Reymold...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1461-1470
1464 Mai 22
Ausfertigung, Papier, auf der Rückseite fünf aufgedrückte Papiersiegel (Siegel Nr. 1-3 stark fragmentiert, Siegel Nr. 3 nur in Spuren)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum anno Domini millesimoquadringentesimosexagesimoquarto am Dinstage nach dem heiligen Pfingstage
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Johann von Linsingen, Dekan von Fulda, Walther von Mörle genannt Beheim (Morla genannt Behem); Johann Kerstan (Kirstam), Kanzler; Dietrich Reymold (Ditterich Reymoldt), Kanzleischreiber und Hermann von Gelnhausen bekunden, dass sie zwischen Reinhard [von Weilnau], Abt von Fulda, und Bosse von Buchenau wegen der Burg Haselstein, die Bosse zur Hälfte verpfändet ist, und wegen Bosses Erbgütern in Burg, Tal und Feldmark Haselstein eine Einigung erreicht haben. Am kommenden Tag Kathedra Petri [1465 Februar 22] soll der Abt an Bosse 3700 Gulden als Ablösung für die Pfandschaft zahlen. Zur Absicherung sollen durch den Abt vier Geiseln und sechs Bürgen gestellt werden. Bis dahin soll die Summe nicht verzinst werden. Der Abt soll alles Zubehör zur Burg Haselstein, insbesondere auch die Äcker, Wiesen und Renten, erhalten. Ausgenommen werden die von Bosse noch angebauten Sommer- oder Winterfrüchte. Abt und Konvent übereignen Bosse den bereits von ihm und seinem Bruder Georg (Jorge) als Pfand besessenen Hof am Dienstagsmarkt in der Stadt Fulda. Verkaufen sie den Hof weiter, gelten für sie dieselben Bedingungen wie für Bürger der Stadt Fulda. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Papiersiegel 1, Papiersiegel 2, Papiersiegel 4, Papiersiegel 5, Gesamtansicht der Siegel)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Johann von Linsingen, Dekan von Fulda
Vermerke (Urkunde): Siegler: Walther von Mörle genannt Beheim
Vermerke (Urkunde): Siegler: Reinhard von Weilnau, Abt von Fulda
Vermerke (Urkunde): Siegler: Bosse von Buchenau
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.