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Akte?
AmZ 30 (Nr. 16, 16.4.1828), Sp. 262–265. „In Rossini's Belagerung von Corinth hatten Dem. Schmidt, Hr. Stromeier d. ält., Hr. Stromeier d. jüng. und Hr. Laroche die Hauptrollen und führten sie mit verdientem Beyfalle aus. Die Nebenrollen wurden mit Fleiss gegeben, die eingreifenden sehr zahlreichen Chöre gingen gut und für Dekoration und Garderobe war mit ganz besonderer Rücksicht gesorgt worden (man gab nämlich die Oper zum ersten Male zur Feyer des Geburtstages unserer hochverehrten Frau Grossfürstin Erbgrossherzogin Kais. H.), daher die Oper gefiel. Ist man billig genug, an Rossini keine Forderungen zu machen, die er entweder nicht erfüllen kann, oder nicht erfüllen will, so muss man diese seine Oper grösstentheils loben, da in ihr neben den bekannten Schwächen und Mängeln auch eine grosse Menge wahrhaft trefflicher Sätze zu finden sind, die es nur zu sehr bedauern lassen, dass Rossini, der mit seinem Genie hätte klassisch werden können, wenn er seine Zeit und Kraft mit Fleiss dem Höhern hätte zuwenden wollen, es vorzog, der Liebling der Zeit und Mode zu werden, wenn er auch, um diesen Zweck zu erreichen, die Kunst verläugnen und verrathen musste.“ (Ebd., Sp. 263f.)