Hans Schwarz, B. zu Vaihingen, vereidigter Totengräber und Wächter, wegen eidbrüchiger Handlungen außer Landes geflohen, jedoch in Anbetracht seiner Frau und seiner neun kleinen Kinder auf Fürbitte der Fürstin Dorothea, Pfalzgräfin bei Rhein, mit der Auflage wieder eingelassen, vierzehn Tage im Turm am Boden bei Wasser und Brot zu büßen, sein Leben lang keine Zeche mehr zu besuchen, nicht mehr zu spielen, weder kurze noch lange Wehr zu tragen und sich gehorsam zu verhalten, gelobt dies eidlich und schwört U. H. Schwarz war schon zweimal wegen seines verschwenderischen Lebenswandels, Zechens und Spielens gef., aber mit Rücksicht auf seine Familie von der Obrigkeit zum Wächter und Totengräber angenommen worden. Er hatte jedoch im Herbst 1551 seinen Verdienst erneut verzecht und Frau und Kinder das Almosen empfangen lassen, auch die Einwohner Vaihingens zehn Nächte ohne Wacht gelassen. Obwohl wiederum begnadigt, hatte er sich betrunken, seine Familie mißhandelt und auf das Einschreiten eines Nachbarn diesen mit einer Waffe bedroht. Nachdem er nun vor die Amtleute zitiert wurde, war er aus Furcht vor Strafe geflohen.

Landesarchiv Baden-Württemberg
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