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Inventarlisten oder Teilzettel verschiedener Familienmitglieder
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Enthält:
Inventarliste auf Absterben des Herrn Georg Teifel, Bürger und Essighändler zu Nürnberg, verstorben am 15. Aug. 1777. Witwe Sophia Magdalena Teifel, Erbe: sein Sohn Johann Bartholomäus Teifel. Vormünder über den 12-jährigen Johann Bartholomäus: Matthäus Ehemann, Handelsmann und Johann Friedrich, Salzhändler. Inventar aufgesetzt von dem Notar Carl Friedrich Neuhof am 13. Juli 1779. Hauseigentum: die in St. Lorenzer Pfarr an der Ledergasse, gegen dem Weizenbräuhaus gegenüberliegende Hefnersbehausung. Eigenschaft steht dem Kriegsrat Scheurl zu, auch das Gotteshaus in Roßtal erhält 45 kr. Weitere Auflistung der Schmuckstücke, Weißleinen, Kleidung, Möbel, Gemälde, Zinn-, Messing- und Kupfergegenstände, Porzellan, Wein, Essig, Pferde, Geschirr und Wägen. An ausstehenden Schulden: Johann Heinrich Günter in Vach, Conrad Voit, Wirt und Garkoch im Glöcklein, Johann Leonhard Ammon, Müllermeister in Barnsdorf, Johann Ammon, Melber in Langenzenn, Johann Ulrich Hochmayer in Kiliansdorf bei Roth, Martin Albrecht Spanner zu Steinbühl.
Es folgt eine Aufstellung der Patengeschenke für den Sohn Johann Bartholomäus. Siegler: die Genannten des größeren Rats Johann Tischberger und Georg Steinmetz.
Inventarium auf Absterben des Johann Ferdinand Ammon, Kleinpfragner und Bierwirt zu Nürnberg, verstorben am 02. Okt. 1808. Seine zweite Ehefrau Margaretha verwitwete Kalb verstarb bereits im Mai 1801. Er hinterlässt als Erben seines Vermögens zu gleichen Teilen: 1. den in dieser Ehe erzeugten Kinder: Matthias Ferdinand Ammon, Essigmacher, 38 Jahre alt, Johann Paul Ammon, Drahtfabrikant, 36 Jahre alt, Jungfrau Susanna Maria Ammon, 33 Jahre alt; 2. der Enkelin Sophia Magdalena Teifel, 14 Jahre alt (Vormund Johann Georg Schmidt, Rotbierbrauer), die einzige hinterlassene Tochter der Kunigunde Ammon, Witwe des Essigmachers Johann Bartholomäus Teifel. Die zwei Kinder seiner verstorbenen Ehefrau Margaretha Kalb, namentlich Johann Georg Kalb, Büttnermeister und Kunigunda Margaretha Albrecht geb. Kalb sind bereits ausbezahlt worden.
Inventar wurde ausgestellt von dem Notar Johann Jacob Lefloth am 31. Okt. 1808. Hauseigentum: die in St. Lorenzer Pfarr, auf dem Lorenzer Platz liegende, mit der Nr. 663 bezeichnete frei lauter eigene Bierwirts- und Kleinpfragnersbehausung samt Hintergebäude, dann die mit der Nr. 664 bezeichnete Wohnbehausung, hier steht die Eigenschaft dem Zinsmeisteramt zu. Weitere Auflistung Hausrat, Kleidung, Biervorrat. Siegler: die Genannten des Rats Johann Leonhard Baur und Johann Friedrich Böhrer.
Inventar auf Absterben des Herrn Johann Fuchs, Diakon bei St. Egidien, aufgerichtet am 16. Apr. 1811. Witwe: Clara Regina Fuchs. Söhne: Johann Wilhelm Fuchs, 22 Jahre alt, Johann Michael Fuchs 18 Jahre alt, Tobias Friedrich Fuchs, 14 Jahre, Johann [wohl Georg!] Carl Hieronymus Fuchs, 8 Jahre, Vormünder: Georg Karl Hieronymus Örtel, Pfarrer zu Eibach, Johann Christoph Serz, Samenhändler zu Nürnberg. Die Schätzung fand in Anwesenheit der Frau Anna Dorothea Lehmann, der Vormünder, der Witwe und des Herrn Gottlieb Andreas Port jun. statt. Es folgt Aufstellung: Schmuckstücke, Hausrat, Kleidung. Einzufordernde Schulden von: Friedrich Wilhelm Pabst, Hofapotheker zu Kirchberg, Friedrich Wölfel, Zimmermeister zu Gräfenberg und Johann Christoph Serz. Es folgt eine Aufstellung der Patengeschenke der genannanten Söhne.
Teilzettel der Jungfrau Sophia Magdalena Teifel aus dem Großvätterl. Erbe.
Inventar, ausgestellt am 8. Mai 1823, auf Absterben der Frau Helena Rottner, Witwe des Johann Michael Rottner, Buchbinder und Futteralmacher zu Nürnberg. Erben: Jungfrau Dorothea Fuchs, Jungfrau Barbara Fuchs, Frau Katharina, Herrn Carl Hieronymus Örtels, Pfarrer zu Kornburg Ehekonsortin. Die Schätzung wurde von Frau Agatha Schneider vorgenommen.
Es folgt die Auflistung: Schmuckstücke, Buchbinderwerkzeug, Hausrat
Weiterhin hat Frau Rottner einigen Personen noch vermacht: Herrn Johann Wilhelm Fuchs, Herrn Johann Michael Fuchs, Rektor zu Neustadt, Herrn Friedrich Fuchs, Herrn Carl Fuchs, Herrn Johann Carl Örtel, Kantor und Gemeinschreiber zu Schönberg, Herrn Christoph Johann Östel, Buchbindergeselle, Herrn Johann Metzger, Schneider, Herrn Späth, Buchbindergeselle, der Rottnerischen Magd. Ausgestellt und bestätigt von dem Notar Leonhard Christoph Hessel.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.