Vertrag der fürstlichen Domanial-Kanzlei mit dem Provinzial der Franziskaner-Minoriten in Bayern, womit Letzterem für die Fortverrichtung aller den früheren Franziskaner-Reformaten obgelegenen Funktionen namens des Fürsten Johann Adolph zu Schwarzenberg folgende Jahresbezüge zugesichert wurden: I. aus den herrschaftlichen Renten: a) an barem Geld 300 fl Stipendien für die tagtägliche in der Schlosskapelle zu lesende Messe; 28 fl 30 kr für die Assistenz bei Abhaltung der großen Ämter; 6 fl für die Herleihung der Messgewänder und den Wachsverbrauch bei den Fürstenämtern; b) an Naturalien 12 Klafter harten Holzes; 12 Klafter weichen Holzes; 6 Schober Wellen; ferner 2 Klafter halb harten, halb weichen Holzes zur Beheizung der Wohnstube des Stationarius; II. aus dem Kapellenfonds: 60 fl als Sustentationsbeitrag für den jeweiligen Stationarius in Seehaus; 30 fl als Fuhrlohns-Aversum für denselben; 40 kr Messgeld für zwei in die Schlosskapelle zu Seehaus gestiftete Messen; III. aus dem Tiengener Fonds: 150 fl als Äquivalent für den dem Franziskaner-Konvent früher zugestandenen Bezug von Wein, Bier und Fischen.

Show full title
Staatsarchiv Nürnberg