Joachim Fischer (Bestand)
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JF
Archiv für Diakonie und Entwicklung (Archivtektonik) >> Personen (Handakten und Nachlässen)
1941-1975
Die Unterlagen von Joachim Fischer veranschaulichen seinen beruflichen Werdegang als Arzt, beratender Sozialhygieniker des Diakonischen Werkes und als Eheberater der Ev. Landeskirche in Baden.
Vorwort: Dr. Joachim Fischer wurde am 27.12.1913 in Berlin geboren. Er legte dort 1939 das medizinische Staatsexamen ab und war anschließend im öffentlichen Gesundheitsdienst beschäftigt, ab 1942 in Westfalen.
1957 berief ihn die Hauptgeschäftsstelle des Diakonischen Werkes der EKD zum Leiter der Abteilung Gesundheitsfürsorge. Nach der Umstrukturierung der Hauptgeschäftsstelle 1962 und dem mit ihr verbundenen Wegfall dieser Abteilung wurde Fischer 1964 unter Fortdauer seines Anstellungsverhältnisses zum „Beratenden Sozialhygeniker“ des Diakonischen Werkes berufen (JF 140). Mit Ablauf des Jahres 1967 verließ er die Hauptgeschäftsstelle und trat am 1.1.1968 als leitender Eheberater in den Dienst der Evangelischen Landeskirche in Baden. Er starb am 18.12.1978.
Der im Archiv des Diakonischen Werkes der EKD verwahrte Nachlaß beschränkt sich nicht auf Schriftstücke, die durch seine Tätigkeit bei der Hauptgeschäftsstelle entstanden sind. Er enthält neben Unterlagen über den beruflichen Werdegang Fischers auch Materialsammlungen, die von ihm bereits vor 1957 in Ausübung berufllicher und anderer Funktionen oder aus persönlichem Interesse angelegt worden sind. Zu ihnen gehören auch die Unterlagen der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung (JF 27-31), an deren 1949 erfolgter Gründung Fischer beteiligt gewesen ist.
Der Nachlaß ist aufgrund eines Depositalvertrages in das Archiv gelangt, der am 8. August 1986 mit Herrn Florian Fischer abgeschlossen worden ist.
Der Bestand ist im Jahre 1987 durch Hanna Kröger geordnet und verzeichnet worden. Eine Akte über den Schriftwechsel mit seiner Hausvermieterin in Rudolfzell (alte Signatur 141) wurde an die Familie zurückgegeben. Die Akte Eheberatung (alte Signatur 119) wurde aufgelöst: Das Buch "Probleme der Ehe- und Sexualberatung " (Berlin 1966) wurde an die Bibliothek des Diakonischen Werkes abgegeben, der restliche Akteninhalt der Akte 20 zugeordnet.
2002 wurden die Akten von Ingeborg König elektronisch mit dem Archiv-Programm AUGIAS erfaßt. Die Akte 150 "Materialsammlung: Die Frau" mußte dabei als vermißt gekennzeichnet werden.
Abkürzungsverzeichnis:
betr. betreffend
DAJEB Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung
DCV Deutscher Caritas-Verband
DW Diakonisches Werk
EKD Evangelische Kirche in Deutschland
ev. / Ev. evangelisch / Evangelische
Hg. Herausgeber
HGSt Hauptgeschäftsstelle
IM Innere Mission
kath. katholisch
KEF Konferenz für Evangelische Familien- und Lebensberatung
NF Nachlaß Fischer
Ns. Niederschriften
NRW Nordrhein-Westfalen
NSV Nationalsozialistische Volkswohlfahrt
ORK Oberkirchenrat
Rs. Rundschreiben
Schr. Schriftwechsel
u.a. unter anderem
v.a. vor allem
Vorwort: Dr. Joachim Fischer wurde am 27.12.1913 in Berlin geboren. Er legte dort 1939 das medizinische Staatsexamen ab und war anschließend im öffentlichen Gesundheitsdienst beschäftigt, ab 1942 in Westfalen.
1957 berief ihn die Hauptgeschäftsstelle des Diakonischen Werkes der EKD zum Leiter der Abteilung Gesundheitsfürsorge. Nach der Umstrukturierung der Hauptgeschäftsstelle 1962 und dem mit ihr verbundenen Wegfall dieser Abteilung wurde Fischer 1964 unter Fortdauer seines Anstellungsverhältnisses zum „Beratenden Sozialhygeniker“ des Diakonischen Werkes berufen (JF 140). Mit Ablauf des Jahres 1967 verließ er die Hauptgeschäftsstelle und trat am 1.1.1968 als leitender Eheberater in den Dienst der Evangelischen Landeskirche in Baden. Er starb am 18.12.1978.
Der im Archiv des Diakonischen Werkes der EKD verwahrte Nachlaß beschränkt sich nicht auf Schriftstücke, die durch seine Tätigkeit bei der Hauptgeschäftsstelle entstanden sind. Er enthält neben Unterlagen über den beruflichen Werdegang Fischers auch Materialsammlungen, die von ihm bereits vor 1957 in Ausübung berufllicher und anderer Funktionen oder aus persönlichem Interesse angelegt worden sind. Zu ihnen gehören auch die Unterlagen der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung (JF 27-31), an deren 1949 erfolgter Gründung Fischer beteiligt gewesen ist.
Der Nachlaß ist aufgrund eines Depositalvertrages in das Archiv gelangt, der am 8. August 1986 mit Herrn Florian Fischer abgeschlossen worden ist.
Der Bestand ist im Jahre 1987 durch Hanna Kröger geordnet und verzeichnet worden. Eine Akte über den Schriftwechsel mit seiner Hausvermieterin in Rudolfzell (alte Signatur 141) wurde an die Familie zurückgegeben. Die Akte Eheberatung (alte Signatur 119) wurde aufgelöst: Das Buch "Probleme der Ehe- und Sexualberatung " (Berlin 1966) wurde an die Bibliothek des Diakonischen Werkes abgegeben, der restliche Akteninhalt der Akte 20 zugeordnet.
2002 wurden die Akten von Ingeborg König elektronisch mit dem Archiv-Programm AUGIAS erfaßt. Die Akte 150 "Materialsammlung: Die Frau" mußte dabei als vermißt gekennzeichnet werden.
Abkürzungsverzeichnis:
betr. betreffend
DAJEB Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung
DCV Deutscher Caritas-Verband
DW Diakonisches Werk
EKD Evangelische Kirche in Deutschland
ev. / Ev. evangelisch / Evangelische
Hg. Herausgeber
HGSt Hauptgeschäftsstelle
IM Innere Mission
kath. katholisch
KEF Konferenz für Evangelische Familien- und Lebensberatung
NF Nachlaß Fischer
Ns. Niederschriften
NRW Nordrhein-Westfalen
NSV Nationalsozialistische Volkswohlfahrt
ORK Oberkirchenrat
Rs. Rundschreiben
Schr. Schriftwechsel
u.a. unter anderem
v.a. vor allem
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
22.04.2025, 11:01 MESZ