Propst Konrad und der ganze Konvent des Klosters der heiligen Jungfrau Maria in Dießen (Dyezzen) verpflichten sich hiemit jährlich am Tag des hl. Bricius den Jahrtag für Graf Meinhard von Tirol usw., einem Vorfahren Herzog Heinrichs von Kärnten, zu feiern, ebenso den Jahrtag der Gemahlin Meinhards Anna. Ebenso verpflichten sie sich, den Jahrtag Heinrichs in ihrem Kloster mit Vigilien, Messen, Gebeten und Almosen, wie es für die Gründer ihrer Kirche üblich ist, zu begehen. Am betreffenden Tag soll vom Propst jedem Konventualen ein Trank ihres Zensualenweins, ein Weißbrot und zwei fette Ferkel außer der gewöhnlichen Präbende gereicht werden. Bei Verletzung dieser und weiterer genannter Bedingungen infolge von Unterlassung soll der Herzog die Möglichkeit haben, sich an ihren Gütern in seiner Herrschaft schadlos zu halten. Siegler: Propst Konrad vom Kloster Diessen, Konvent des Augustinerklosters Diessen
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Propst Konrad und der ganze Konvent des Klosters der heiligen Jungfrau Maria in Dießen (Dyezzen) verpflichten sich hiemit jährlich am Tag des hl. Bricius den Jahrtag für Graf Meinhard von Tirol usw., einem Vorfahren Herzog Heinrichs von Kärnten, zu feiern, ebenso den Jahrtag der Gemahlin Meinhards Anna. Ebenso verpflichten sie sich, den Jahrtag Heinrichs in ihrem Kloster mit Vigilien, Messen, Gebeten und Almosen, wie es für die Gründer ihrer Kirche üblich ist, zu begehen. Am betreffenden Tag soll vom Propst jedem Konventualen ein Trank ihres Zensualenweins, ein Weißbrot und zwei fette Ferkel außer der gewöhnlichen Präbende gereicht werden. Bei Verletzung dieser und weiterer genannter Bedingungen infolge von Unterlassung soll der Herzog die Möglichkeit haben, sich an ihren Gütern in seiner Herrschaft schadlos zu halten. Siegler: Propst Konrad vom Kloster Diessen, Konvent des Augustinerklosters Diessen
Tirol Urkunden, BayHStA, Tirol Urkunden 58
Innsbrucker Signatur: Lädl 95, f 830
Tirol Urkunden
Tirol Urkunden >> Urkunden
1334 Jänner 25
Perg.
Urkunden
lat
Besiegelung/Beglaubigung: S1 und S2 anh.
Überlieferung: Orig.
Sprache: lat.
Literatur: Reg. Boica 7, S 65
Originaldatierung: die convers. sti. Pauli ap.
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1334
Monat: Januar
Tag: 25
Äußere Beschreibung: 25,5 cm x 16,3 cm
Überlieferung: Orig.
Sprache: lat.
Literatur: Reg. Boica 7, S 65
Originaldatierung: die convers. sti. Pauli ap.
Medium: A = Analoges Archivalie
Jahr: 1334
Monat: Januar
Tag: 25
Äußere Beschreibung: 25,5 cm x 16,3 cm
1 Siegel lose. Innsbrucker Schatzarchiv-Rep. lib. III pag. 830: "Vom brobst und capitl zu Diessen Augspurger bistumb im Bayrländt ain revers umb ainen ewigen jartag - brief, wie iren stifftherrn und den brüedern das mal zu bessern mit wein, prot und zwayen faisten richten. Ob sy daran nachlessig wurden, so mag der shiffter iro güetter in seinen lannden darumb bekhummern bis sy erstattung thun."
Tirol: Anna Gräfin von (Gemahlin Graf Meinhards II.)
Kärnten: Heinrich VI. Herzog von
Kärnten: Meinhard II. Herzog von
Kummersbrucker: Konrad
Tirol: Meinhard II. Graf von
Dießen a.Ammersee (Lkr. Landsberg a.Lech), Kloster
Dießen a.Ammersee (Lkr. Landsberg a.Lech), Kloster: Pröpste: Konrad
Jahrtagstiftung
Präbende
Wein
Zensualen
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 13:35 MESZ
CC0 1.0 Universell