Staatshochbauamt Bückeburg (Bestand)
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NLA BU, L 60
Nds. Landesarchiv, Abt. Bückeburg (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Akten >> 1.2 Fachbehörden >> 1.2.4 Hoch- und Wasserbau, Verkehr und Kommunikation
1870-1995
Bestandsgeschichte: 1. Zur Behördengeschichte im 20. Jahrhundert
Die Aufgaben der staatlichen Hochbauverwaltung lassen sich in drei Hauptkategorien gliedern:
a) Bauunterhaltung der staatlichen baulichen Anlagen,
b) Planung, Durchführung und Abrechnung von kleinen und großen Neu-, Um- und Erweiterungsbauten,
c) bauliche Verwaltungsaufgaben, wie z.B.
- Überwachung nichtstaatlicher Baumaßnahmen mit staatlicher Zuwendung
- Gutachten, Schätzungen, Mietwertberechnungen
- Beratung der staatlichen Bauherrn bei Bedarfsermittlung, Denkmalpflege, planungsrechtlichen Verfahren der
Bauleitplanung, Betrieb technischer Anlagen.
Die niedersächsische Staatshochbauverwaltung übt ausschließlich fiskalische Tätigkeit aus. Sie wird dabei für das Land und aufgrund von Verwaltungsabkommen für den Bund und Dritte tätig (vgl. Bericht der Arbeitsgruppe Strukturverbesserung Staatshochbau, 1993, in: L 60, Acc. 2/91, Nr. 3).
Die niedersächsischen Staatshochbauämter stehen in der Mittelinstanz unter der Dienst- und Fachaufsicht der Landesbauabteilung der Oberfinanzdirektion Hannover; zeitweilig unterstanden die landeseigenen Bauten der Aufsicht der zuständigen Bezirksregierung. Die oberste Fachaufsicht liegt beim Ministerium der Finanzen; zeitweilig lag sie beim Ministerium für Wirtschaft und öffentliche Aufgaben.
Das Staatshochbauamt Bückeburg ist aus dem schaumburg-lippischen Landesbauamt hervorgegangen, das bis zur Eingliederung des Landes Schaumburg-Lippe in das Land Niedersachsen im Jahre 1946 Teil der Landesregierung war.
Der räumliche Zuständigkeitsbereich des Staatshochbauamtes in Bückeburg ist der Landkreis Schaumburg, der in seiner heutigen Gestalt ein Ergebnis der kommunalen Neugliederung von 1977/8 ist, in deren Folge die beiden Landkreise Schaumburg-Lippe und Grafschaft Schaumburg zusammengelegt und einige Kommunen an benachbarte Landkreise abgegeben wurden. Der Landkreis
Bestandsgeschichte: Grafschaft Schaumburg gehörte seit der Gebietsreform von 1932 zum Amtsbezirk des Staatshochbauamtes Hameln. Vor 1932 wurden die Hochbauangelegenheiten der hessischen Exklave vom Preußischen Staatshochbauamt Rinteln, das der Regierung in Kassel unterstellt war, wahrgenommen. Für das Staatsbad Bad Nenndorf existierte in den 30-er Jahren eine eigene Bauleitung. 1951 wurde die Zuständigkeit vom Staatshochbauamt Hameln auf das in Bückeburg (mit einer ständigen Bauleitung vor Ort) übertragen. 1957 (bis 1959) wurde die Staatliche Bauleitung Wunstorf der ehemaligen Dienststelle für Sonderaufgaben in das Staatshochbauamt überführt, 1958 (bis 1964) auch die Royal-Air-Force <RAF> -Stationen Iburg mit Funkstation Glandorf (Osnabrück), Scharfoldendorf (Holzminden) sowie die Schießplätze Uchte, Ströhen und die Unterkunft Kuppendorf (Nienburg). 1962-1972 bestand auf dem seit 1959 von der Bundeswehr genutzten Flugplatz Achum eine eigene Außenstelle des Staatshochbauamtes Bückeburg. Seit 1966 bzw. 1969 ist es auch für die niederländischen bzw. amerikanischen Streitkräfte in Hessisch Oldendorf (1981 an das StHBA Hameln abgegeben), Goldbeck und Reinsdorf tätig.
Weitere Hinweise zur Verwaltungsgeschichte enthält die Chronik des Staatshochbauamtes in L 60, Acc. 2/91, Nr. 3; dort auch die Beschreibung einzelner Baumaßnahmen bis 1984.
2. Zur Bestandsgeschichte
Eine erste Abgabe von 12 Akten erfolgte im Jahre 1965 (Acc. 22/65), weitere Abgaben in den Jahren 1984 (Acc. 12/84), 1987 (Acc. 35/87; Teile davon waren nicht archivreif und wurden deshalb zurückgegeben), eines einzelnen Aktenordners im Jahre 1991 (Acc. 2/91). Bei der Aktentitelaufnahme wurden Doppelstücke und solche Akten, die ausschließlich Generalia ohne eigene Verrichtung des Staatshochbauamtes Bückeburg enthielten, durch den Unterzeichneten nachträglich vernichtet.
Infolge der oben skizzierten Verwaltungsgeschichte sind
Bestandsgeschichte: die Unterlagen zur Baugeschichte in den ehemaligen Landkreisen Grafschaft Schaumburg und Schaumburg-Lippe nicht nur im Staatsarchiv Bückeburg zu suchen, sondern auch in den einschlägigen Beständen des Niedersächsischen Hauptstaatsarchivs in Hannover und - soweit es die ehemals hessischen Landesteile betrifft - die Bestände des Hessischen Staatsarchivs in Marburg. Weitere Unterlagen insbesondere zur älteren Baugeschichte befinden sich in den hiesigen Beständen des Kammerarchivs (K 1, K 2, K 5, K 6 und K 90) sowie unter dem Stichwort Bausachen bei den Akten der Schaumburg-Lippischen Landesregierung (Bestände L 3 und L 4). Die Akten der Bauleitung Bad Nenndorf, die 1935-38 ad personam des Regierungsbaumeisters Hodler eingerichtet und für die Bauangelegenheiten der Staatsbäder in Bad Nenndorf und in Bad Pyrmont zuständig war, wurden 1979 als Acc. 20/79 übernommen und als Bestand H 63 geführt. Der Bestand wurde aufgelöst und in vorliegenden Bestand überführt. Die drei Pyrmont betreffenden Akten wurden an das Hauptstaatsarchiv in Hannover abgegeben.
Für die Benutzung gelten die allgemeinen Regeln der Benutzungsordnung.
Bückeburg, im August 1993
gez. Dr. Höing
Die Acc. 26/94 wurde im Sommer 2009 durch den Praktikanten Johannes Teubner
Bestandsgeschichte: verzeichnet.
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Die Aufgaben der staatlichen Hochbauverwaltung lassen sich in drei Hauptkategorien gliedern:
a) Bauunterhaltung der staatlichen baulichen Anlagen,
b) Planung, Durchführung und Abrechnung von kleinen und großen Neu-, Um- und Erweiterungsbauten,
c) bauliche Verwaltungsaufgaben, wie z.B.
- Überwachung nichtstaatlicher Baumaßnahmen mit staatlicher Zuwendung
- Gutachten, Schätzungen, Mietwertberechnungen
- Beratung der staatlichen Bauherrn bei Bedarfsermittlung, Denkmalpflege, planungsrechtlichen Verfahren der
Bauleitplanung, Betrieb technischer Anlagen.
Die niedersächsische Staatshochbauverwaltung übt ausschließlich fiskalische Tätigkeit aus. Sie wird dabei für das Land und aufgrund von Verwaltungsabkommen für den Bund und Dritte tätig (vgl. Bericht der Arbeitsgruppe Strukturverbesserung Staatshochbau, 1993, in: L 60, Acc. 2/91, Nr. 3).
Die niedersächsischen Staatshochbauämter stehen in der Mittelinstanz unter der Dienst- und Fachaufsicht der Landesbauabteilung der Oberfinanzdirektion Hannover; zeitweilig unterstanden die landeseigenen Bauten der Aufsicht der zuständigen Bezirksregierung. Die oberste Fachaufsicht liegt beim Ministerium der Finanzen; zeitweilig lag sie beim Ministerium für Wirtschaft und öffentliche Aufgaben.
Das Staatshochbauamt Bückeburg ist aus dem schaumburg-lippischen Landesbauamt hervorgegangen, das bis zur Eingliederung des Landes Schaumburg-Lippe in das Land Niedersachsen im Jahre 1946 Teil der Landesregierung war.
Der räumliche Zuständigkeitsbereich des Staatshochbauamtes in Bückeburg ist der Landkreis Schaumburg, der in seiner heutigen Gestalt ein Ergebnis der kommunalen Neugliederung von 1977/8 ist, in deren Folge die beiden Landkreise Schaumburg-Lippe und Grafschaft Schaumburg zusammengelegt und einige Kommunen an benachbarte Landkreise abgegeben wurden. Der Landkreis
Bestandsgeschichte: Grafschaft Schaumburg gehörte seit der Gebietsreform von 1932 zum Amtsbezirk des Staatshochbauamtes Hameln. Vor 1932 wurden die Hochbauangelegenheiten der hessischen Exklave vom Preußischen Staatshochbauamt Rinteln, das der Regierung in Kassel unterstellt war, wahrgenommen. Für das Staatsbad Bad Nenndorf existierte in den 30-er Jahren eine eigene Bauleitung. 1951 wurde die Zuständigkeit vom Staatshochbauamt Hameln auf das in Bückeburg (mit einer ständigen Bauleitung vor Ort) übertragen. 1957 (bis 1959) wurde die Staatliche Bauleitung Wunstorf der ehemaligen Dienststelle für Sonderaufgaben in das Staatshochbauamt überführt, 1958 (bis 1964) auch die Royal-Air-Force <RAF> -Stationen Iburg mit Funkstation Glandorf (Osnabrück), Scharfoldendorf (Holzminden) sowie die Schießplätze Uchte, Ströhen und die Unterkunft Kuppendorf (Nienburg). 1962-1972 bestand auf dem seit 1959 von der Bundeswehr genutzten Flugplatz Achum eine eigene Außenstelle des Staatshochbauamtes Bückeburg. Seit 1966 bzw. 1969 ist es auch für die niederländischen bzw. amerikanischen Streitkräfte in Hessisch Oldendorf (1981 an das StHBA Hameln abgegeben), Goldbeck und Reinsdorf tätig.
Weitere Hinweise zur Verwaltungsgeschichte enthält die Chronik des Staatshochbauamtes in L 60, Acc. 2/91, Nr. 3; dort auch die Beschreibung einzelner Baumaßnahmen bis 1984.
2. Zur Bestandsgeschichte
Eine erste Abgabe von 12 Akten erfolgte im Jahre 1965 (Acc. 22/65), weitere Abgaben in den Jahren 1984 (Acc. 12/84), 1987 (Acc. 35/87; Teile davon waren nicht archivreif und wurden deshalb zurückgegeben), eines einzelnen Aktenordners im Jahre 1991 (Acc. 2/91). Bei der Aktentitelaufnahme wurden Doppelstücke und solche Akten, die ausschließlich Generalia ohne eigene Verrichtung des Staatshochbauamtes Bückeburg enthielten, durch den Unterzeichneten nachträglich vernichtet.
Infolge der oben skizzierten Verwaltungsgeschichte sind
Bestandsgeschichte: die Unterlagen zur Baugeschichte in den ehemaligen Landkreisen Grafschaft Schaumburg und Schaumburg-Lippe nicht nur im Staatsarchiv Bückeburg zu suchen, sondern auch in den einschlägigen Beständen des Niedersächsischen Hauptstaatsarchivs in Hannover und - soweit es die ehemals hessischen Landesteile betrifft - die Bestände des Hessischen Staatsarchivs in Marburg. Weitere Unterlagen insbesondere zur älteren Baugeschichte befinden sich in den hiesigen Beständen des Kammerarchivs (K 1, K 2, K 5, K 6 und K 90) sowie unter dem Stichwort Bausachen bei den Akten der Schaumburg-Lippischen Landesregierung (Bestände L 3 und L 4). Die Akten der Bauleitung Bad Nenndorf, die 1935-38 ad personam des Regierungsbaumeisters Hodler eingerichtet und für die Bauangelegenheiten der Staatsbäder in Bad Nenndorf und in Bad Pyrmont zuständig war, wurden 1979 als Acc. 20/79 übernommen und als Bestand H 63 geführt. Der Bestand wurde aufgelöst und in vorliegenden Bestand überführt. Die drei Pyrmont betreffenden Akten wurden an das Hauptstaatsarchiv in Hannover abgegeben.
Für die Benutzung gelten die allgemeinen Regeln der Benutzungsordnung.
Bückeburg, im August 1993
gez. Dr. Höing
Die Acc. 26/94 wurde im Sommer 2009 durch den Praktikanten Johannes Teubner
Bestandsgeschichte: verzeichnet.
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 11:33 MESZ