Petershausen (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 95
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Ältere Bestände (vornehmlich aus der Zeit des Alten Reichs) >> Akten >> Kleinere geistliche Territorien >> Petershausen
[1226]-1818, 1839-1840
Überlieferungsgeschichte
Das reichsunmittelbare Kloster Petershausen bei Konstanz - dem seit 1597 das Kloster St. Georg in Stein am Rhein inkorporiert war - wurde 1802 mediatisiert und 1804 aufgehoben. Der Besitz fiel zusammen mit Salem an die nicht regierenden Prinzen des badischen Fürstenhauses, die zu dessen Verwaltung ein eigenes Domänen- und Rentamt in Salem einrichteten. Das Petershausener Archiv wurde zwischen 1842 und 1910 in mehreren Lieferungen aus Salem an das Generallandesarchiv abgegeben (vgl. Bestände 1, 4 und 98).
Dort wurden die ortsbezogenen Akten nach dem gängigen Verfahren auf den Spezialaktenbestand der badischen Ortschaften (229) verteilt. Dies gilt aber nicht mehr für die Akten, die erst 1910 aus Salem übernommen wurden.
Bestandsgeschichte: Das reichsunmittelbare Kloster Petershausen bei Konstanz - dem seit 1597 das Kloster St. Georg in Stein am Rhein inkorporiert war - wurde 1802 mediatisiert und 1804 aufgehoben. Der Besitz fiel zusammen mit Salem an die nicht regierenden Prinzen des badischen Fürstenhauses, die zu dessen Verwaltung ein eigenes Domänen- und Rentamt in Salem einrichteten. Das Petershausener Archiv wurde zwischen 1842 und 1910 in mehreren Lieferungen aus Salem an das Generallandesarchiv abgegeben (vgl. Bestände 1, 4 und 98). Dort wurden die ortsbezogenen Akten nach dem gängigen Verfahren auf den Spezialaktenbestand der badischen Ortschaften (229) verteilt. Dies gilt aber nicht mehr für die Akten, die erst 1910 aus Salem übernommen wurden. Der Bestand enthält außer den Generalia auch einen Teil der ortsbezogenen Akten des Klosterarchivs. Der Bestand 95 wurde im Jahr 1915 von Hermann Baier erschlossen. 2022 erfolgten die redaktionelle Überarbeitung der Titelaufnahmen sowie die Erschließung der bisher unverzeichneten und überwiegend zur Rubrik "Reichskreise" gehörenden Akten (Nr. 1131-1392) von Dominique Maurice Frings und René Gilbert. Die Unterlagen wurden abschließend signiert und archivfachlich verpackt. Der Bestand 95 enthält insgesamt 1431 Verzeichnungseinheiten und hat einen Umfang von etwa 33 laufenden Metern. Karlsruhe, im Januar 2023 Dr. René Gilbert
Literatur: Ilse Miscoll-Reckert, Kloster Petershausen als bischöflich-konstanzisches Eigenkloster. Studien über das Verhältnis zu Bischof, Adel und Reform vom 10. bis 12. Jahrhundert, Freiburg i. Br. 1973 Helmut G. Walther, Gründungsgeschichte und Tradition im Kloster Petershausen vor Konstanz, in: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung. 96. Jg. 1978, S. 31-68 Manfred Krebs, Petershausen, in: Helvetia Sacra, Abt. III, Band 1, 2. Teil, Bern 1986, S. 966-979 Franz Quarthal (Bearb.), Die Benediktinerklöster in Baden-Württemberg, St. Ottilien 1987, S. 484-502 Hansmartin Schwarzmaier, Reichsprälatenklöster, in: Meinrad Schaab, Hansmartin Schwarzmaier (Hrsg.): Handbuch der baden-württembergischen Geschichte. Band 2: Die Territorien im alten Reich, Stuttgart 1995, S. 591-594 Rainer Brüning/Gabriele Wüst (Bearb.), Die Bestände des Generallandesarchivs Karlsruhe, Teil 6, Bestände des Alten Reiches, insbesondere Generalakten (71-228), Stuttgart 2006, S. 178.
Das reichsunmittelbare Kloster Petershausen bei Konstanz - dem seit 1597 das Kloster St. Georg in Stein am Rhein inkorporiert war - wurde 1802 mediatisiert und 1804 aufgehoben. Der Besitz fiel zusammen mit Salem an die nicht regierenden Prinzen des badischen Fürstenhauses, die zu dessen Verwaltung ein eigenes Domänen- und Rentamt in Salem einrichteten. Das Petershausener Archiv wurde zwischen 1842 und 1910 in mehreren Lieferungen aus Salem an das Generallandesarchiv abgegeben (vgl. Bestände 1, 4 und 98).
Dort wurden die ortsbezogenen Akten nach dem gängigen Verfahren auf den Spezialaktenbestand der badischen Ortschaften (229) verteilt. Dies gilt aber nicht mehr für die Akten, die erst 1910 aus Salem übernommen wurden.
Bestandsgeschichte: Das reichsunmittelbare Kloster Petershausen bei Konstanz - dem seit 1597 das Kloster St. Georg in Stein am Rhein inkorporiert war - wurde 1802 mediatisiert und 1804 aufgehoben. Der Besitz fiel zusammen mit Salem an die nicht regierenden Prinzen des badischen Fürstenhauses, die zu dessen Verwaltung ein eigenes Domänen- und Rentamt in Salem einrichteten. Das Petershausener Archiv wurde zwischen 1842 und 1910 in mehreren Lieferungen aus Salem an das Generallandesarchiv abgegeben (vgl. Bestände 1, 4 und 98). Dort wurden die ortsbezogenen Akten nach dem gängigen Verfahren auf den Spezialaktenbestand der badischen Ortschaften (229) verteilt. Dies gilt aber nicht mehr für die Akten, die erst 1910 aus Salem übernommen wurden. Der Bestand enthält außer den Generalia auch einen Teil der ortsbezogenen Akten des Klosterarchivs. Der Bestand 95 wurde im Jahr 1915 von Hermann Baier erschlossen. 2022 erfolgten die redaktionelle Überarbeitung der Titelaufnahmen sowie die Erschließung der bisher unverzeichneten und überwiegend zur Rubrik "Reichskreise" gehörenden Akten (Nr. 1131-1392) von Dominique Maurice Frings und René Gilbert. Die Unterlagen wurden abschließend signiert und archivfachlich verpackt. Der Bestand 95 enthält insgesamt 1431 Verzeichnungseinheiten und hat einen Umfang von etwa 33 laufenden Metern. Karlsruhe, im Januar 2023 Dr. René Gilbert
Literatur: Ilse Miscoll-Reckert, Kloster Petershausen als bischöflich-konstanzisches Eigenkloster. Studien über das Verhältnis zu Bischof, Adel und Reform vom 10. bis 12. Jahrhundert, Freiburg i. Br. 1973 Helmut G. Walther, Gründungsgeschichte und Tradition im Kloster Petershausen vor Konstanz, in: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung. 96. Jg. 1978, S. 31-68 Manfred Krebs, Petershausen, in: Helvetia Sacra, Abt. III, Band 1, 2. Teil, Bern 1986, S. 966-979 Franz Quarthal (Bearb.), Die Benediktinerklöster in Baden-Württemberg, St. Ottilien 1987, S. 484-502 Hansmartin Schwarzmaier, Reichsprälatenklöster, in: Meinrad Schaab, Hansmartin Schwarzmaier (Hrsg.): Handbuch der baden-württembergischen Geschichte. Band 2: Die Territorien im alten Reich, Stuttgart 1995, S. 591-594 Rainer Brüning/Gabriele Wüst (Bearb.), Die Bestände des Generallandesarchivs Karlsruhe, Teil 6, Bestände des Alten Reiches, insbesondere Generalakten (71-228), Stuttgart 2006, S. 178.
1431 Archivalien (Nr. 1-1392)
Bestand
Rainer Brüning/Gabriele Wüst (Bearb.), Die Bestände des Generallandesarchivs Karlsruhe, Teil 6, Bestände des Alten Reiches, insbesondere Generalakten (71-228), Stuttgart 2006, S.178
Manfred Krebs, Petershausen, in: Helvetia Sacra Abt. III/1 Teil II, Bern 1986, S. 966-979.- Germania Benedictina, Band V (1987) S. 484-502.
Manfred Krebs, Petershausen, in: Helvetia Sacra Abt. III/1 Teil II, Bern 1986, S. 966-979.- Germania Benedictina, Band V (1987) S. 484-502.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:03 MESZ