Die Ulmer Bürgerin Luzia Gräter, Witwe des Ulrich Lang, stiftet mit Zustimmung ihres Sohnes Ulrich Lang sowie ihrer Töchter und Schwiegersöhne Elisabeth Ströler und ihres Ehemannes Johann Ströler, Ursula Ehinger und ihres Ehemannes Johann Ehinger, Klara Krafft und ihres Ehemannes Peter Krafft einen Jahrtag für sich, ihre Kinder und Schwiegersöhne, ihren verstorbenen Ehemann und ihre Eltern. Dazu hat sie Guardian und Konvent des Franziskanerklosters ("der Mindren Bru/e/der") in Ulm [abgegangen, Bereich westlicher Münsterplatz, Lagerbuch Nr. 150] einen jährlichen Zins von 4 Pfund und 5 Schilling Heller übergeben. Dieser gefällt von ihrem Gut in Jedelhausen ("Ytelhusen") [Stadt Neu-Ulm], das derzeit Konrad Graf bewirtschaftet. Dafür soll man dann im Kloster jedes Jahr am 30. November ("uff sant Endris tag") den Jahrtag mit Vigil, Seelmesse und brennenden Kerzen feierlich begehen. Nach dem Tod der Stifterin soll der Jahrtag dann auf ihren Todestag verschoben werden. An der Feier des Jahrtages soll auch der Kaplan an dem von der Familie Lang gestifteten Altar im Ulmer Münster teilnehmen. Diesem sollen die Franziskaner dafür von dem Zins 5 Schilling Heller geben. Außerdem erhalten Guardian, Lesemeister und Sakristan des Klosters besonders 32 Heller und dann jeder Klosterbruder 2 Schilling Heller. Von dem Rest des Zinses sollen sie an dem Tag die Kost an ihrem Konventstisch aufbessern. Bei Säumnis fällt der Zins in dem betreffenden Jahr an den Kaplan.