Die Ulmer Bürger Lukas ("Laux") Hutz und Martin Schäller übergeben als Testamentsvollstrecker des verstorbenen Karli Dietenheimer in Ausführung von dessen letztem Willen dem Goldenen Almosen in Ulm und seinen Pflegern, den Ratsherren Leonhard Ehinger und Sigmund Taller, einen jährlichen Zins in Höhe von 6 rheinischen Gulden mit einem Rückkaufwert von 120 Gulden. Der Zins gefällt von Haus und Hofstatt des Tuchscherers Jodok ("Jos") Pflaum in Ulm Bei den alten Röhren zwischen den Häusern des Peter Rot und des Ulrich Schmalzigang. Das Haus gehörte vormals Johann vom Kreuz, der diesen Zins auch nach Ausweis eines Zinsbriefs, der den Pflegern übergeben wurde, 1451 verkauft hat. Die Pfleger sollen den Zins jedes Jahr einziehen und an Hausarme und Bedürftige in Ulm verteilen. Wird er ganz oder in Teilen abgelöst, dann soll der Erlös von den Pflegern zum Erwerb anderer Zinsen für das Goldene Almosen verwendet werden.