Kreis Iserlohn, Landratsamt (Bestand)
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K 328
Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik) >> 3. Behörden und Einrichtungen des Staates und der Selbstverwaltung nach 1816 >> 3.1. Innere Verwaltung (K) >> 3.1.3. Kreise, kreisfreie Ämter und Städte >> 3.1.3.1. Kreise, kreisfreie Ämter und Städte >> Kreis Iserlohn
1783-1927
Königliches Haus, Hoheitssachen, Orden, Grenzen 1838-1918 (8); Kommunalverwaltung 1817-1913 (42); Wahlen 1783-1921 (39); Bevölkerung, Statistik, Standesämter, Zeitungsberichte 1817-1899 (25); Kataster 1820-1870 (2); Personalia 1817-1887 (22); Polizei 1808-1918 (51); Münzen, Maße und Gewichte 1819-1887 (4); Land- und Forstwirtschaft, Jagd, Fischerei, Gemeinheitsteilungen 1817-1923 (21); Handwerk, Gewerbe, Industrie 1818-1919 (48); Sozialwesen 1817-1920 (25); Finanzwesen 1810-1902 (65); Sparkassen 1846-1927 (13); Justiz 1818-1880 (5); Medizinalwesen 1813-1921 (24); Kirchen und Schulen 1810-1909 (129); Militär 1817-1919 (25); Verkehr, Bauwesen 1817-1923 (79); Feuerwehr 1817-1899 (8); Friedhöfe 1838-1871 (6) Vereine, Veranstaltungen 1817-1900 (20).
Bestandsgeschichte: 1817 eingerichtet, 1975 aufgehoben und den kreisfreien Städten Dortmund und Hagen sowie dem Märkischen Kreis und dem Kreis Unna zugeteilt. Stadt Iserlohn 1901-1975 kreisfrei.
Form und Inhalt: Behördengeschichte
Der Kreis Iserlohn wurde 1817 in der Provinz Westfalen gegründet. Er war einer von 14 Kreisen des Regierungsbezirks Arnsberg und fügte sich aus ehemaligen Territorien des Herzogtums Westfalen (Stadt Balve sowie Stadt und Amt Menden), der Grafschaft Limburg (Limburg, Berchum, Elsey, Letmathe, Ergste, Oestrich, Henkhausen und Hennen) und einem Teil der Grafschaft Mark (Amt Hemer und Stadt Iserlohn) zusammen. Anfangs umfasste der Kreis 179 Ortschaften, von denen 1819 und 1832 einige an den Kreis Arnsberg übergingen. 1843 wurde in der Provinz Westfalen die Landgemeinde-Ordnung durchgesetzt und die ehemaligen Bürgermeistereien zu Ämtern überführt. Der Kreis Iserlohn bestand danach aus zwei Städten, sechs Ämtern und 30 Gemeinden. Als Besonderheit ist die Stadt Iserlohn zu erwähnen, die zwischen 1907 und 1975 kreisfrei war.
Bei seiner Auflösung 1975 bestand der Kreis aus sechs Städten, vier Ämtern und 20 Gemeinden. Das Kreisgebiet wurde im Zuge der kommunalen Neugliederung aufgeteilt. Der neu gebildete Märkische Kreis übernahm den größten Teil. Die Stadt Schwerte ging an den Kreis Unna und die bisher eigenständige Stadt Hohenlimburg wurde Stadtteil von Hagen.
Das Landratsamt stellte die unterste Ebene der staatlichen Verwaltung dar. An seiner Spitze stand der Landrat, darunter die Amtmänner. In der Kreisverwaltung zentralisierten sich die Entscheidungsbefugnisse über alle Gemeinden. Nach der neuen Kreisordnung von 1886 wurden die Landratsämter auch Träger der kommunalen Selbstverwaltung.
Landräte des Kreises Iserlohn:
1817 Friedrich von Wrede
1817-1835 Peter Eberhard Müllensiefen
1836-1862 Ludwig Schütte
1862-1876 August Overweg
1877-1887 Maximilian Löbbecke
1887-1919 Ullrich Nauck
1919-1932 August Loos
1932-1935 Hans Storck
1935-1939 Karl von Rumohr, NSDAP
1939-1945 Erich Ebel, NSDAP
1945 Richard Klewer
1945-1946 Werner Jacobi, SPD
1946-1948 Paul Grote, CDU
1948-1952 Martin Volmert, Zentrum
1952-1954 Josef Vieler, CDU
1954-1956 Stephan Mias, FDP
1956-1961 Hugo Höppe, SPD
1961-1969 Fritz Willmes, CDU
1969-1974 Willy Haarmann, CDU
Angaben zum Bestand
Insgesamt enthält der Bestand 652 Akten. Die Laufzeit der Akten umfasst die Jahre 1783 bis 1927. Inhaltlich stellen sie die Verwaltungsaufgaben des Landratsamts Iserlohn dar (s. Klassifikation bzw. Inhaltsverzeichnis).
Die Akten sind frei von Schutzfristen und im Rahmen des Archivgesetzes NRW bzw. der Archivnutzungs- und Gebührenordnung nutzbar.
Weiterführend / Ergänzend seien insbesondere folgende Bestände / Archive genannt:
-LAV NRW W, K 329/Kreis Iserlohn, Kreisausschuss
-LAV NRW W, K 330/Kreis Iserlohn, Amtsverwaltungen
-LAV NRW W, K 001/Oberpräsidium Münster
-LAV NRW W, K 101-K105/Bestände der Regierung Arnsberg
-Kreisarchiv des Märkischen Kreises
-Stadtarchiv Iserlohn
Februar 2021
Matthias Bade (Student), Cordula Rehr (Staatsarchivinspektorin)
Bestandsgeschichte: 1817 eingerichtet, 1975 aufgehoben und den kreisfreien Städten Dortmund und Hagen sowie dem Märkischen Kreis und dem Kreis Unna zugeteilt. Stadt Iserlohn 1901-1975 kreisfrei.
Form und Inhalt: Behördengeschichte
Der Kreis Iserlohn wurde 1817 in der Provinz Westfalen gegründet. Er war einer von 14 Kreisen des Regierungsbezirks Arnsberg und fügte sich aus ehemaligen Territorien des Herzogtums Westfalen (Stadt Balve sowie Stadt und Amt Menden), der Grafschaft Limburg (Limburg, Berchum, Elsey, Letmathe, Ergste, Oestrich, Henkhausen und Hennen) und einem Teil der Grafschaft Mark (Amt Hemer und Stadt Iserlohn) zusammen. Anfangs umfasste der Kreis 179 Ortschaften, von denen 1819 und 1832 einige an den Kreis Arnsberg übergingen. 1843 wurde in der Provinz Westfalen die Landgemeinde-Ordnung durchgesetzt und die ehemaligen Bürgermeistereien zu Ämtern überführt. Der Kreis Iserlohn bestand danach aus zwei Städten, sechs Ämtern und 30 Gemeinden. Als Besonderheit ist die Stadt Iserlohn zu erwähnen, die zwischen 1907 und 1975 kreisfrei war.
Bei seiner Auflösung 1975 bestand der Kreis aus sechs Städten, vier Ämtern und 20 Gemeinden. Das Kreisgebiet wurde im Zuge der kommunalen Neugliederung aufgeteilt. Der neu gebildete Märkische Kreis übernahm den größten Teil. Die Stadt Schwerte ging an den Kreis Unna und die bisher eigenständige Stadt Hohenlimburg wurde Stadtteil von Hagen.
Das Landratsamt stellte die unterste Ebene der staatlichen Verwaltung dar. An seiner Spitze stand der Landrat, darunter die Amtmänner. In der Kreisverwaltung zentralisierten sich die Entscheidungsbefugnisse über alle Gemeinden. Nach der neuen Kreisordnung von 1886 wurden die Landratsämter auch Träger der kommunalen Selbstverwaltung.
Landräte des Kreises Iserlohn:
1817 Friedrich von Wrede
1817-1835 Peter Eberhard Müllensiefen
1836-1862 Ludwig Schütte
1862-1876 August Overweg
1877-1887 Maximilian Löbbecke
1887-1919 Ullrich Nauck
1919-1932 August Loos
1932-1935 Hans Storck
1935-1939 Karl von Rumohr, NSDAP
1939-1945 Erich Ebel, NSDAP
1945 Richard Klewer
1945-1946 Werner Jacobi, SPD
1946-1948 Paul Grote, CDU
1948-1952 Martin Volmert, Zentrum
1952-1954 Josef Vieler, CDU
1954-1956 Stephan Mias, FDP
1956-1961 Hugo Höppe, SPD
1961-1969 Fritz Willmes, CDU
1969-1974 Willy Haarmann, CDU
Angaben zum Bestand
Insgesamt enthält der Bestand 652 Akten. Die Laufzeit der Akten umfasst die Jahre 1783 bis 1927. Inhaltlich stellen sie die Verwaltungsaufgaben des Landratsamts Iserlohn dar (s. Klassifikation bzw. Inhaltsverzeichnis).
Die Akten sind frei von Schutzfristen und im Rahmen des Archivgesetzes NRW bzw. der Archivnutzungs- und Gebührenordnung nutzbar.
Weiterführend / Ergänzend seien insbesondere folgende Bestände / Archive genannt:
-LAV NRW W, K 329/Kreis Iserlohn, Kreisausschuss
-LAV NRW W, K 330/Kreis Iserlohn, Amtsverwaltungen
-LAV NRW W, K 001/Oberpräsidium Münster
-LAV NRW W, K 101-K105/Bestände der Regierung Arnsberg
-Kreisarchiv des Märkischen Kreises
-Stadtarchiv Iserlohn
Februar 2021
Matthias Bade (Student), Cordula Rehr (Staatsarchivinspektorin)
652 Akten.
Bestand
German
August Beume (Red.), An Hönne, Lenne und Ruhr. Der Landkreis Iserlohn, Dortmund 1967; Erich Lülff, Aus der Geschichte des Kreises Iserlohn, in: Lese- und Arbeitshefte zur Landeskunde des Kreises Iserlohn 9, Iserlohn 1974; Ulrich Biroth, ”Zum Zwecke der Verwaltung der Angelegenheiten des Kreises ...“. Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte des Märkischen Kreises und seiner Vorgänger, Altena 1996; Franz-Josef Spiekermann, Die Veränderungen der Gebiete des Kreises und der Stadt Iserlohn von 1817 bis zum 31. Dezember 1974 (Veröffentlichungen des Heimatbundes Märkischer Kreis), Altena 2000.
- Beume, August (Red.), An Hönne, Lenne und Ruhr. Der Landkreis Iserlohn, Dortmund 1967.
- Biroth, Ullrich, "Zum Zwecke der Verwaltung der Angelegenheiten des Kreises ...". Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte des Märkischen Kreises und seiner Vorgänger, Altena 1996.
- Lülff, Erich, Aus der Geschichte des Kreises Iserlohn, in: Lese- und Arbeitshefte zur Landeskunde des Kreises Iserlohn 9, Iserlohn 1974.
- Spiekermann, Franz, Josef, Die Veränderungen der Gebiete des Kreises und der Stadt Iserlohn von 1817 bis zum 31. Dezember 1974, Altena 2000 (= Veröffentlichungen des Heimatbundes Märkischer Kreis).
- Beume, August (Red.), An Hönne, Lenne und Ruhr. Der Landkreis Iserlohn, Dortmund 1967.
- Biroth, Ullrich, "Zum Zwecke der Verwaltung der Angelegenheiten des Kreises ...". Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte des Märkischen Kreises und seiner Vorgänger, Altena 1996.
- Lülff, Erich, Aus der Geschichte des Kreises Iserlohn, in: Lese- und Arbeitshefte zur Landeskunde des Kreises Iserlohn 9, Iserlohn 1974.
- Spiekermann, Franz, Josef, Die Veränderungen der Gebiete des Kreises und der Stadt Iserlohn von 1817 bis zum 31. Dezember 1974, Altena 2000 (= Veröffentlichungen des Heimatbundes Märkischer Kreis).
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ
Hierarchie
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- 3.1.3.1. Kreise, kreisfreie Ämter und Städte (Tektonik)
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