Rudolf Graf zu Sulz, Herr zu Vaduz, Schellenberg und Blumenegg, bekennt, daß sich seine Schwester Katharina mit Zustimmung der Verwandtschaft und des Grafen Karl von Hohenzollern-Sigmaringen in das Kloster Inzigkofen begeben hat. Er verschreibt dem KIoster daher aus dem Erbgut ein Kapital von 1000 fl sowie weitere 1000 fl aus dem Erbe der Gräfin Elisabeth von Sulz, geborene Gräfin von Zweibrücken-Bitsch. Dieses Kapital besichert er mit seinem Anteil an Jestetten. Falls der aus dem Kapital zu entrichtende jährliche Zins von 100 fl nicht gezahlt wird, kann das Kloster sofort und ohne vorherigen Prozeß Exekutionsmandate des Reichskammergerichts in Speyer erwirken. Rückvermerk des Notars Georg Schneyter, Gerichtsschreiber in Ravensburg, 3. Mai 1614, betreffend Übernahme der obigen Schuld durch das Kloster Weingarten anläßlich des Kaufs der sulzischen Herrschaft Blumenegg. Beigelegt Abschrift Papier (4 Bll., Altsignatur: HSTAM Öst. Extr. 3834), Signet und aufgedrücktes Siegel des Notars zerschnitten.
Vollständigen Titel anzeigen
Rudolf Graf zu Sulz, Herr zu Vaduz, Schellenberg und Blumenegg, bekennt, daß sich seine Schwester Katharina mit Zustimmung der Verwandtschaft und des Grafen Karl von Hohenzollern-Sigmaringen in das Kloster Inzigkofen begeben hat. Er verschreibt dem KIoster daher aus dem Erbgut ein Kapital von 1000 fl sowie weitere 1000 fl aus dem Erbe der Gräfin Elisabeth von Sulz, geborene Gräfin von Zweibrücken-Bitsch. Dieses Kapital besichert er mit seinem Anteil an Jestetten. Falls der aus dem Kapital zu entrichtende jährliche Zins von 100 fl nicht gezahlt wird, kann das Kloster sofort und ohne vorherigen Prozeß Exekutionsmandate des Reichskammergerichts in Speyer erwirken. Rückvermerk des Notars Georg Schneyter, Gerichtsschreiber in Ravensburg, 3. Mai 1614, betreffend Übernahme der obigen Schuld durch das Kloster Weingarten anläßlich des Kaufs der sulzischen Herrschaft Blumenegg. Beigelegt Abschrift Papier (4 Bll., Altsignatur: HSTAM Öst. Extr. 3834), Signet und aufgedrücktes Siegel des Notars zerschnitten.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 M U 122
HSTAM Weingarten Nr. 144
HSTAM Öst. Extr. 3835
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 M Weingarten, Benediktinerkloster, Münchner Ablieferung: Urkunden
Weingarten, Benediktinerkloster, Münchner Ablieferung: Urkunden >> Urkunden
1589 Juni 25 (auf den fünf und zwaintzigisten monats tag Junii)
37,5 x 64,7 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Rudolf Graf zu Sulz, Herr zu Vaduz, Schellenberg und Blumenegg
Empfänger: Kloster Inzigkofen
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Signet des Notars Georg Schneyter, Gerichtsschreiber in Ravensburg
Empfänger: Kloster Inzigkofen
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Beglaubigungs- und Notarzeichen: Signet des Notars Georg Schneyter, Gerichtsschreiber in Ravensburg
Blumenegg, Rudolf Graf von Sulz, Herr zu
Schellenberg, Rudolf Graf von Sulz, Herr zu
Schneyter, Georg, Notar und Gerichtsschreiber
Sulz, Elisabeth Gräfin von
Sulz, Katharina Gräfin von
Vaduz, Rudolf Graf von Sulz, Herr zu
Zweibrücken-Bitsch, Elisabeth Gräfin von
Blumenegg, Vorarlberg [A]; Herren
Blumenegg, Vorarlberg [A]; Herrschaft
Inzigkofen SIG; Kloster
Jestetten WT
Ravensburg RV; Gerichtsschreiber
Ravensburg RV; Notar
Schellenberg [FL]; Herren
Speyer SP; Reichskammergericht
Vaduz [FL]; Herren
Weingarten RV; Kloster
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:23 MEZ
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