Der Ritter Johann von Rodt ("Rot") beurkundet als Obmann ein in der größeren Ratsstube zu Ehingen [Alb-Donau-Kreis] gefälltes Urteil eines Schiedsgerichts in einem Streit zwischen Abt und Konvent des Benediktinerklostes Wiblingen [Stadt Ulm] auf der einen Seite sowie Heinrich Ammann, Bürger und derzeit Steuermeister zu Ulm, auf der anderen Seite. Schiedsleute des Klosters Wiblingen waren Klaus von Villenbach ("Vilibach") [Lkr. Dillingen] und Dietrich von Ehestetten ("Estetten") [Stadt Hayingen/Lkr. Reutlingen], sein Fürsprecher der Ritter Wolf vom Stein. Heinrich Ammann hatte Johann Truchsess von Bichishausen ("Bichisshusen") [Gde. Münsingen/Lkr. Reutlingen] und den Ulmer Bürger Johann Besserer als Schiedsleute sowie den Ulmer Bürger Walter Ehinger als Fürsprecher bestellt. Bei dem Streit geht es um angebliche Schulden des Klosters Wiblingen bei Heinrich Ammann, deren Rückzahlung dieser fordert. Nachdem die Schiedsleute sich nicht auf ein gemeinsames Urteil einigen konnten, entscheidet nun der Obmann, dass Abt und Konvent des Klosters Wiblingen mit einem Eid beschwören sollen, dass ihnen von den Forderungen des Heinrich Ammann an das Kloster und von den Summen, die dieser ihm geliehen haben soll, nichts bekannt ist. Diesen Eid haben Abt und Konvent nun vor dem Gericht abgelegt, womit die Klage des Heinrich Ammann abgewiesen ist.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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