1427 Dez. 3 (mitwuch nach Sant Andreas tag des hailigen not helffers) Jörig Meyr von Schnayten gen., wegen seiner Drohungen und Handlungen gegen den DO, besonders gegen den Komtur zu Oettingen (Ötingen) und wegen der Fehdeansage seines Bruders Hans Snyder von Zipplingen gegenüber dem Komtur zu Oettingen durch Herrn Wernher von Newenhusen DO[1] ins Gefängnis zu Winnenden (Winenden) gelegt, aber auf Bitten ehrbarer Leute am Leben geblieben, schwört zusammen mit seinen Brüdern Klaus, Hans, Peter und Konrad die Mayr von Snayten Urfehde (urfe). Die fünf Brüder geloben, gegen Herrn Hermann von Sachssenhein, den DO und die Ihren in Streitfällen nur noch vor den zuständigen Gerichten zu klagen, wegen des strittigen Erbes aber vor dem Gericht, das ihnen die Deutschen Herren anweisen. Als Bürgen stellen sie Heinz Wetzstain von Walxheim (Walse) und Ülen Pfantz aus Oberschneidheim (Obern Snayten). Werden sie von ehrbaren Leuten überführt, ihr Gelöbnis gebrochen zu haben, so werden sie wortbrüchige Leute (ubersagt lut) heißen; die Bürgen haben ihnen Feind zu sein und sie so ins Gefängnis zu bringen, wie es der gen. Jörig Mair war. - Die Bürgen geloben dies und stellen zusammen mit den gen. fünf Brüdern Herrn Hermann von Sachssenhein, Komtur zu Oettingen, dem DO und den Ihren hierüber eine Urkunde aus. Z.: Konrad von Hohenriet d.Ä., Sprecher und Tädingsmann (reder und tedinger) in dieser Sache Sr.: 1) der gen. Konrad von Hohenriet d.Ä., 2) Hans von Emershouen, 3) Lutz von Tanhusen Ausf. Perg. - 3 Sg., 1. und 2. besch. - Rv. auf Rasur Prov.: Kommende Oettingen RSig.: No. 62, korrigiert aus: No. 54 ASig.: Bü 31; 349 Reg.: Dangel, Zipplinger Heimatbuch S. 83. [1] Werner von Neuhausen wird in der vorliegenden Urkunde nur als Tutsch Ordens, nicht aber als Komtur zu Winnenden bezeichnet; vgl. dagegen Weiss, Deutschordensballei Franken S. 491.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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