Erzbischof Heinrich befiehlt dem Pfarrer von Nimwegen (in Novimagio) und allen Pfarrern und Priestern der Kölner Diözese, den Dekan, das Kapitel und die einzelnen Kanoniker von Zyfflich (ecclesie Zyflicensis) öffentlich zu suspendieren und auf den 6. Februar (in crastino beate Agathe virginis) vor sich nach Bonn (Bunne) oder einen Ort innerhalb 3 Meilen im Umkreise von Bonn oder vor seinem Kölner Offizial zu zitieren. Obwohl der Erzbischof durch Propst Heydr. von St. Severin und den Domherr Henricus von Monreal (Munrial) schon vor zwei Jahren das Kapitel hatte auffordern lassen, dem erzbischöflichen Kaplan Johannes von Are, auf Grund der ersten Bitten des Propstes von Zyfflich, Embrico de Schonecken, die nach alter Gewohnheit dort berücksichtigt werden, als Kanoniker aufzunehmen und zu der Präbende des verstorbenen Kanonikers Stephan von Enkhuizen (Engehusen) zuzulassen, hatte sich das Kapitel geweigert.
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Erzbischof Heinrich befiehlt dem Pfarrer von Nimwegen (in Novimagio) und allen Pfarrern und Priestern der Kölner Diözese, den Dekan, das Kapitel und die einzelnen Kanoniker von Zyfflich (ecclesie Zyflicensis) öffentlich zu suspendieren und auf den 6. Februar (in crastino beate Agathe virginis) vor sich nach Bonn (Bunne) oder einen Ort innerhalb 3 Meilen im Umkreise von Bonn oder vor seinem Kölner Offizial zu zitieren. Obwohl der Erzbischof durch Propst Heydr. von St. Severin und den Domherr Henricus von Monreal (Munrial) schon vor zwei Jahren das Kapitel hatte auffordern lassen, dem erzbischöflichen Kaplan Johannes von Are, auf Grund der ersten Bitten des Propstes von Zyfflich, Embrico de Schonecken, die nach alter Gewohnheit dort berücksichtigt werden, als Kanoniker aufzunehmen und zu der Präbende des verstorbenen Kanonikers Stephan von Enkhuizen (Engehusen) zuzulassen, hatte sich das Kapitel geweigert.
AA 0368, 16
AA 0368 Stift Kranenburg-Zyfflich, Urkunden (AA 0368)
Stift Kranenburg-Zyfflich, Urkunden (AA 0368) >> 1. Urkunden
26.7.1318
Pergament
Urkunde
Ausstellort: Bonn
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.05.2026, 09:44 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.2. Geistliche Institute (Tektonik)
- 1.2.3. J - L (Tektonik)
- 1.2.3.14. Kranenburg (Tektonik)
- 1.2.3.14.2. Stift (Tektonik)
- Kranenburg, Stift, Urkunden AA 0368 (Bestand)
- 1. Urkunden (Gliederung)
- Erzbischof Heinrich befiehlt dem Pfarrer von Nimwegen (in Novimagio) und allen Pfarrern und Priestern der Kölner Diözese, den Dekan, das Kapitel und die einzelnen Kanoniker von Zyfflich (ecclesie Zyflicensis) öffentlich zu suspendieren und auf den 6. Februar (in crastino beate Agathe virginis) vor sich nach Bonn (Bunne) oder einen Ort innerhalb 3 Meilen im Umkreise von Bonn oder vor seinem Kölner Offizial zu zitieren. Obwohl der Erzbischof durch Propst Heydr. von St. Severin und den Domherr Henricus von Monreal (Munrial) schon vor zwei Jahren das Kapitel hatte auffordern lassen, dem erzbischöflichen Kaplan Johannes von Are, auf Grund der ersten Bitten des Propstes von Zyfflich, Embrico de Schonecken, die nach alter Gewohnheit dort berücksichtigt werden, als Kanoniker aufzunehmen und zu der Präbende des verstorbenen Kanonikers Stephan von Enkhuizen (Engehusen) zuzulassen, hatte sich das Kapitel geweigert. (Archivale)