A Rep. 590 Magistrat der Stadt Spandau bis 1809 (Bestand)
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A Rep. 590
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> A Bestände vor 1945 >> A 2 Magistrat der Stadt Berlin >> A 2.1 Rat und Magistrat von Berlin, Cölln und den Vorstädten bis 1806
1567 - 1800
Vorwort: A Rep. 590 Magistrat der Stadt Spandau bis 1809
1. Orts- und Bestandsgeschiche
Die Ursprünge Spandaus sind auf eine slawische Siedlung zurückzuführen, die am Zusammenfluss von Havel und Spree angelegt war. Aus dieser unbefestigten Anlage entstand bis zum Ende des 10. Jahrhunderts eine befestigte Burganlage, deren slawischer Name nicht überliefert ist und die in der Forschung deshalb als "Spandauer Burgwall" bezeichnet wird.
Die Burg Spandau wird im Jahr 1197 zum ersten Mal urkundlich erwähnt ("Everardus advocatus in Spandowe" in einer Urkunde des Markgrafen Otto II.). Offenbar handelt es sich dabei schon um die nördlich von Alt-Spandau gelegene neue askanischen Burg. Die Urkunde befindet sich heute im Dommuseum der Stadt Brandenburg an der Havel.
Neben der Burg entwickelte sich auch eine Siedlung, die der Burg angeschlossen war. Als die Burg den an sie gestellten Anforderungen nicht mehr gerecht werden konnte, wurde sie ausgebaut. Im Zuge dieses Ausbaus wurden wohl die Bewohner in den heutigen Teil der Altstadt Spandau umgesiedelt.
Entgegen allgemein verbreiteter Ansicht wird in der am 07. März 1232 von den Markgrafen Johann I. und Otto III. ausgestellte Urkunde Spandau nicht das Stadtrecht erteilt. Der Text der Urkunde - sofern die erhaltene deutsche Übersetzung authentisch ist, was teilweise angezweifelt wird - macht vielmehr deutlich, dass Spandau bereits Stadtrechte besitzt und hier noch zusätzliche Rechte - vor allem der Bau einer Flutrinne, der Vorgängerin der Schleuse - gewährt werden. Wann die Verleihung der Stadtrechte erfolgte, geht daraus nicht hervor. Da allerdings für das Alter von Städten die förmliche Verbriefung durch eine Urkunde mit der Verleihung von städtischen Rechten gilt und in der genannten Urkunde Spandau zum ersten Mal als Stadt erwähnt wird, ist es erst ab 1232 nachweislich als Stadt anzusehen. Bis um 1560 wuchs Spandau als normale Stadt weiter, bis Kurfürst Joachim II. anordnete, die Burg durch eine Landesfestung zu ersetzen.
Die heute zum Ortsteil Haselhorst gehörende Zitadelle Spandau wurde im Jahr 1594 fertiggestellt. Ab 1626, während des Dreißigjährigen Krieges, wurde in Spandau eine Garnison stationiert und die Stadtmauer ausgebaut. 1686 wurde aus dem Lynar-Schloss ein Zuchthaus.
Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts änderte sich an dem Status als Militärstadt nichts. Verstärkt wurde dieses durch den Bau einer Gewehrfabrik im Jahr 1722 auf Befehl von König Friedrich Wilhelm I.
Vom 24. zum 25. Oktober 1806 wurde die Zitadelle von den Franzosen belagert, was die Preußen zur Kapitulation bewegte. In den Befreiungskriegen wurde im März 1813 das von Franzosen besetzte Spandau von russischen Truppen belagert. Preußische Truppen lösten die Russen ab und begannen mit dem Beschuss von Spandau und der Zitadelle Spandau. Am 23. April gaben die Franzosen ihre Kapitulation bekannt und verließen Spandau. Am 7. November 1850 befreite der spätere US-amerikanische Politiker Carl Schurz den Demokraten Gottfried Kinkel aus dem Zuchthaus. 1859 eröffnete die jüdische Gemeinde in Spandau wieder einen eigenen Begräbnisplatz an den Schülerbergen. 1913 wurde eine Leichenhalle nach Plänen des Architekten Steil errichtet. Am 15. September 1895 wurde in Anwesenheit des Oberbürgermeisters Friedrich Koeltze die Synagoge am Lindenufer eingeweiht. Die 1859 wiedergegründete Johannisloge zum goldenen Hammer der Freimaurer baute sich 1866 ein Logenhaus. 1878 wurde der Name der Stadt von "Spandow" in "Spandau" geändert. 1877-1879 wurde in der Neuendorfer Straße die Standort-Arrestanstalt (Hilfsgefängnis) erbaut. Das ehemalige Lynar-Schloss in der Altstadt wurde hingegen seit 1861 als Kaserne des 3. Garde-Grenadier-Regimentes "Königin Elisabeth" genutzt, bevor es 1898 komplett abgerissen wurde.
Um Spandau vor Hochwasser zu schützen, wurde 1832 der Elsgraben angelegt, der das Wasser bereits vor der Stadt zur Havel leitete. Der bis 1886 schiffbare Wassergraben verband die (alte) Spree gegenüber der damaligen Otternbucht (ungefähr in Höhe des heutigen Heizkraftwerks Reuter) vorbei an der Fließwiese Ruhleben und dem Schanzenwald mit dem Faulen See in Tiefwerder, der wiederum über mehrere Havelaltarme und den Stößensee - noch heute - mit der Havel verbunden ist. Mit der Kanalisierung der Unterspree in den 1880er Jahren verlor der Elsgraben seine Bedeutung und wurde bis etwa 1930 nach und nach zugeschüttet. Seinem Verlauf folgen heute in etwa der Hempelsteig und der Elsgrabenweg. [1]
Mit dem Reichsfestungsgesetz vom 30. Mai 1873 wurde Spandau zur Festungsstadt. Eine Folge dieser Entscheidung war der Bau des Forts Hahneberg zwischen 1882 und 1888 westlich der Stadt, die zum Zeitpunkt der Fertigstellung aufgrund der fortgeschrittenen Militärtechnik jedoch bereits veraltet war. Am 27. Januar 1903 wurde die Entfestigung angeordnet. [2] Jetzt konnte sich die Stadt ausdehnen. Viele öffentliche Gebäude wurden an dem als Ringstraße konzipierten Hohenzollernring /Askanierring erbaut. 1908 wurde die St. Marien-Kirche, 1911 das Stadtbad Spandau sowie die Königliche Landesturnanstalt und das Lehrerseminar errichtet. Die Einwohnerzahl Spandaus stieg von rund 70.000 im Jahr 1905 bis auf 110.000 im Kriegsjahr 1917.
Im 19. Jahrhundert wurde in Spandau die Rüstungsindustrie massiv ausgebaut. Das hier gefertigte Maschinengewehr MG 08/15 wurde zum Synonym für die gleichnamige Redewendung. Im Ersten Weltkrieg wurde diese Industrie noch mehr erweitert, sodass zum Ende des Krieges Spandau ein bedeutendes Rüstungszentrum des Deutschen Reichs geworden war.
Die ersten Eisenbahnanschlüsse erhielt Spandau 1846 durch die Berlin-Hamburger Bahn und 1871 durch die Berlin-Lehrter Eisenbahn zwischen Berlin und Hannover.
Ab 1897 siedelte die Firma Siemens & Halske wichtige Industrieanlagen im Nordosten Spandaus an. Später wuchs daraus ein eigener Ortsteil: Siemensstadt.
Am 1. Oktober 1920 verlor Spandau die kommunale Selbstständigkeit und wurde Teil des achten Bezirks von Berlin.
[1.] Elsgrabenweg. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins (beim Kaupert)
[2.] zitadelle-spandau.de
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Spandau (Stand: 20.11.2012)
2. Bestandsinformationen
Der Bestand ist durch Ausgliederungen aus der Handschriftensammlung des Landesarchivs und herauslösen der Nrn. 1, 2, 4 und 19 aus A Rep. 038-03 gebildet worden.
Insgesamt umfasst der Bestand 6 [AE] 0.15 [lfm] über die Zeit von 1567 - 1800.
Die Benutzung erfolgt über Findbuch und Datenbank.
Der Bestand wird wie folgt zitiert:
Landesarchiv Berlin A Rep. 590 Magistrat der Stadt Spandau bis 1809, Nr. …
3. Verweise
LAB A Rep. 038-03 - Magistrat der Stadt Spandau
LAB A Rep. 038-04-01 - Amtsverwaltung Spandau-Land
LAB A Rep. 038-05-01 - Gemeindeverwaltung Staaken
LAB A Rep. 038-06-01 - Gutsbezirksverwaltung Heerstraße
LAB A Rep. 038-08 - Bezirksamt Berlin-Spandau (1920 - 1945)
4. Literatur
Spandau in acht Jahrhunderten - Chronik. - (1971).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Zs 303(1971)
Chronik der Stadt und Festung Spandau - von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart. - Jürgens (1867).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Gesch 193
Jauch, Joachim: Spandau.- Ed. Luisenstadt (1996).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: 98/0286
Spandau 1232-1982 ein Literaturverzeichnis (Auswahl) ; aus Anlass des 750jährigen Jubiläums von Stadt und Bezirk Spandau. - Stadtbücherei Spandau (1982).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: 07/0815(2)
Neue Forschungsergebnisse vom Burgwall in Berlin-Spandau.- Staatl. Museen zu Berlin (1999).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Gesch 1063(N.F.9)
Militärstadt Spandau Zentrum der Preußischen Waffenproduktion 1722-1918. Begleitband zur gemeinsamen Ausstellung. - Brandenburgisches Verl.-Haus (1998).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: 00/0111
Pohl, Joachim: Das Benediktinernonnenkloster St. Marien zu Spandau und die kirchlichen Einrichtungen der Stadt Spandau im Mittelalter.- Böhlau (1996).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Ser 157(Beih. 5)
Der Bürger- und Einwohnerkataster der Stadt Spandau von 1723.- Degener (1993).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Ser 100(23)
Grothe, Jürgen: Spandau Schauplätze seiner Geschichte. - Haude & Spener (1991).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Ser 56(63)
St. Nikolai zu Spandau - Wegweiser durch Jahrhunderte. Festschrift zur 450-Jahr-Feier der Einführung der Reformation in der Mark Brandenburg. - Selbstverl. (1989).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: 08/0458
Pohl, Joachim: Juden in Spandau in der frühen Neuzeit.- (1988).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Zs 90(39)
Juden in Spandau vom Mittelalter bis 1945 .- Ed. Hentrich (1988).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: 91/0041
Kloke, Ines Elisabeth: Die Fischerfamilien von Spandau und Umgebung zwischen 1720 und 1840 eine sozialhistorische Studie. - (1987).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Ser 50(61)
Spandau - eine neupreußische Festung.- Selbstverl. (1986).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: 03/0891
Mueller, Adriaan von: Spandau, eine bedeutende mittelalterliche Stadt in der Mark Brandenburg archäologische-historische Forschungsergebnisse. - (1984).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: 84/0489
Aue, Rolf: Burg und Citadelle Spandau die Geschichte eines Bauwerkes in Zeichnungen durch 8 Jahrhunderte. - Selbstverl. (1983).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: 96/0258
Grothe, Jürgen: Zum Abriss des ehemaligen Garnison-Lazaretts in Spandau .- (1977).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Zs 88(1977)
Schultzenstein, Klaus: Juliusturm und Judenturm eine kritische Stellungnahme zu Günter Stein: Spandau und Spangenberg, 2 landesherrliche Burgen im 14. Jahrhundert in jüdischer Hand?. - (1976).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Zs 90(27)
Grothe, Jürgen: Ein Versuch zur Chronik des Ackerbürgerhauses Ritterstraße 6 in Spandau .- (1974).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Zs 88(1974)
250 Jahre Katholische Kirche in Spandau .- (1973).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: P 439
Kolb, Ingeborg: Das älteste Kirchenbuch der deutsch-reformierten Gemeinde zu Spandau 1667-1713.- (1971).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Zs 564(1971)
Spandau - eine kleine Heimatgeschichte - die Schrift erscheint anlässlich der Feier der 725jährigen Wiederkehr des Tages der Verleihung der Stadtrechte an Spandau. - Lezinsky (1967).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Gesch 633(1967)
Themel, Karl: Was geschah am 01. und 02.11.1539 in Berlin und Spandau? - eine Studie über den Beginn der märkischen Reformation und über die Geschichte ihrer Forschung. - (1965).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Zs 104(40)
Spandau. Vom Fischerdorf zum Großstadtbezirk eine kleine Heimatgeschichte. Die Schrift erscheint anlässlich der Feier der 725jährigen Wiederkehr des Tages der Verleihung der Stadtrechte an Spandau. - Lezinsky (1957).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Gesch 633(1)
Hengsbach, Arne: Spandauer Straßen erzählen Geschichte [725 Jahre Spandau]. - Born (1957).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: A 804
Schultze, Joh.: Die Pest in Spandau 1576.- (1938).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Zs 157(1938)
Koeltze, Friedrich: Geschichte der Schützengilde zu Spandau (Korporation) zur 600-Jahr-Feier ; 1334-1934. - Dreger (1934).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Gesch 309
Kuntzemüller, Otto: Urkundliche Geschichte der Stadt und Festung Spandau ; 1-2 von Entstehung der Stadt bis zur Gegenwart. - Dreger (1929).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Gesch 1265
Neumann, Johann Ernst: Aus der Festungszeit Preußischer Kammergerichts- und Regierungsräte auf Spandau 1780 - Tagebuch des Regierungsrates Neumann, geschrieben während der von Friedrich dem Großen über die Richter im Müller Arnold-Prozess verhängten Festungshaft. Mit Erläuterungen, Anmerkungen, einem Personenverzeichnisse sowie einer ausführlichen Geschichte des Müller Arnold-Prozesses. Mit den Bildnissen der Eheleute Arnold nach sehr seltenen Originalen. - A. Fischer (1910).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Bio 876
Neumann, Johann Ernst: Erlebnisse der verhafteten Kammergerichts- und Regierungsräte auf der Festung Spandau im Jahre 1780 - Auszüge aus dem Tagebuche des Rats Neumann. (Ein Beitrag zum Müller Arnold Prozess). - Frensdorff (1904).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: 03/0904
Curschmann, Fritz: Ein Urkundeninventar des Klosters Spandau.- (1904).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: 05968
Rittner, E.: Sagen aus Spandau und seiner Umgebung (1903).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Zs 68(1903)
Lamprecht, Richard: Die große Stadtschule von Spandau von ca. 1300-1853.- Hermann (1903).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: P 607
Schall, Martin: Urkundliche Nachrichten zur Geschichte der Garnison und Garnisonsgemeinde in Spandau - aus gedruckten und ungedruckten Quellen gesammelt und mitgeteilt ; 1-2. - Oesterwitz (1888).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Gesch 973
Gesundheitsversorgung in Spandau vom Mittelalter bis zur Neuzeit.- Selbstverl. (2002).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: 03/0088
5. Konkordanz
l. Num. alte Archiv-Signaturen
A Rep. 590, Nr. 1 Rep. 208 Acc 1133, Nr. 9456
A Rep. 590, Nr. 2 Rep. 237 Acc. 1329, Nr. 3
A Rep. 590, Nr. 3 Pr.Br. Rep. 8 Stadt Spandau Nr. 1, STA Rep. 38 Magistrat der Stadt Spandau, Nr. 1,
A Rep. 038-03 - Magistrat der Stadt Spandau, Nr. 1
A Rep. 590, Nr. 4 Pr.Br. Rep. 8 Stadt Spandau Nr. 2, STA Rep. 38 Magistrat der Stadt Spandau, Nr. 2,
A Rep. 038-03 - Magistrat der Stadt Spandau, Nr. 2
A Rep. 590, Nr. 5 Pr.Br. Rep. 8 Stadt Spandau Nr. 4, STA Rep. 38 Magistrat der Stadt Spandau, Nr. 4,
A Rep. 038-03 - Magistrat der Stadt Spandau, Nr. 4
A Rep. 590, Nr. 6 STA Rep. 38 Magistrat der Stadt Spandau, Nr. 4, A Rep. 038-03 - Magistrat der Stadt Spandau, Nr. 4
1. Orts- und Bestandsgeschiche
Die Ursprünge Spandaus sind auf eine slawische Siedlung zurückzuführen, die am Zusammenfluss von Havel und Spree angelegt war. Aus dieser unbefestigten Anlage entstand bis zum Ende des 10. Jahrhunderts eine befestigte Burganlage, deren slawischer Name nicht überliefert ist und die in der Forschung deshalb als "Spandauer Burgwall" bezeichnet wird.
Die Burg Spandau wird im Jahr 1197 zum ersten Mal urkundlich erwähnt ("Everardus advocatus in Spandowe" in einer Urkunde des Markgrafen Otto II.). Offenbar handelt es sich dabei schon um die nördlich von Alt-Spandau gelegene neue askanischen Burg. Die Urkunde befindet sich heute im Dommuseum der Stadt Brandenburg an der Havel.
Neben der Burg entwickelte sich auch eine Siedlung, die der Burg angeschlossen war. Als die Burg den an sie gestellten Anforderungen nicht mehr gerecht werden konnte, wurde sie ausgebaut. Im Zuge dieses Ausbaus wurden wohl die Bewohner in den heutigen Teil der Altstadt Spandau umgesiedelt.
Entgegen allgemein verbreiteter Ansicht wird in der am 07. März 1232 von den Markgrafen Johann I. und Otto III. ausgestellte Urkunde Spandau nicht das Stadtrecht erteilt. Der Text der Urkunde - sofern die erhaltene deutsche Übersetzung authentisch ist, was teilweise angezweifelt wird - macht vielmehr deutlich, dass Spandau bereits Stadtrechte besitzt und hier noch zusätzliche Rechte - vor allem der Bau einer Flutrinne, der Vorgängerin der Schleuse - gewährt werden. Wann die Verleihung der Stadtrechte erfolgte, geht daraus nicht hervor. Da allerdings für das Alter von Städten die förmliche Verbriefung durch eine Urkunde mit der Verleihung von städtischen Rechten gilt und in der genannten Urkunde Spandau zum ersten Mal als Stadt erwähnt wird, ist es erst ab 1232 nachweislich als Stadt anzusehen. Bis um 1560 wuchs Spandau als normale Stadt weiter, bis Kurfürst Joachim II. anordnete, die Burg durch eine Landesfestung zu ersetzen.
Die heute zum Ortsteil Haselhorst gehörende Zitadelle Spandau wurde im Jahr 1594 fertiggestellt. Ab 1626, während des Dreißigjährigen Krieges, wurde in Spandau eine Garnison stationiert und die Stadtmauer ausgebaut. 1686 wurde aus dem Lynar-Schloss ein Zuchthaus.
Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts änderte sich an dem Status als Militärstadt nichts. Verstärkt wurde dieses durch den Bau einer Gewehrfabrik im Jahr 1722 auf Befehl von König Friedrich Wilhelm I.
Vom 24. zum 25. Oktober 1806 wurde die Zitadelle von den Franzosen belagert, was die Preußen zur Kapitulation bewegte. In den Befreiungskriegen wurde im März 1813 das von Franzosen besetzte Spandau von russischen Truppen belagert. Preußische Truppen lösten die Russen ab und begannen mit dem Beschuss von Spandau und der Zitadelle Spandau. Am 23. April gaben die Franzosen ihre Kapitulation bekannt und verließen Spandau. Am 7. November 1850 befreite der spätere US-amerikanische Politiker Carl Schurz den Demokraten Gottfried Kinkel aus dem Zuchthaus. 1859 eröffnete die jüdische Gemeinde in Spandau wieder einen eigenen Begräbnisplatz an den Schülerbergen. 1913 wurde eine Leichenhalle nach Plänen des Architekten Steil errichtet. Am 15. September 1895 wurde in Anwesenheit des Oberbürgermeisters Friedrich Koeltze die Synagoge am Lindenufer eingeweiht. Die 1859 wiedergegründete Johannisloge zum goldenen Hammer der Freimaurer baute sich 1866 ein Logenhaus. 1878 wurde der Name der Stadt von "Spandow" in "Spandau" geändert. 1877-1879 wurde in der Neuendorfer Straße die Standort-Arrestanstalt (Hilfsgefängnis) erbaut. Das ehemalige Lynar-Schloss in der Altstadt wurde hingegen seit 1861 als Kaserne des 3. Garde-Grenadier-Regimentes "Königin Elisabeth" genutzt, bevor es 1898 komplett abgerissen wurde.
Um Spandau vor Hochwasser zu schützen, wurde 1832 der Elsgraben angelegt, der das Wasser bereits vor der Stadt zur Havel leitete. Der bis 1886 schiffbare Wassergraben verband die (alte) Spree gegenüber der damaligen Otternbucht (ungefähr in Höhe des heutigen Heizkraftwerks Reuter) vorbei an der Fließwiese Ruhleben und dem Schanzenwald mit dem Faulen See in Tiefwerder, der wiederum über mehrere Havelaltarme und den Stößensee - noch heute - mit der Havel verbunden ist. Mit der Kanalisierung der Unterspree in den 1880er Jahren verlor der Elsgraben seine Bedeutung und wurde bis etwa 1930 nach und nach zugeschüttet. Seinem Verlauf folgen heute in etwa der Hempelsteig und der Elsgrabenweg. [1]
Mit dem Reichsfestungsgesetz vom 30. Mai 1873 wurde Spandau zur Festungsstadt. Eine Folge dieser Entscheidung war der Bau des Forts Hahneberg zwischen 1882 und 1888 westlich der Stadt, die zum Zeitpunkt der Fertigstellung aufgrund der fortgeschrittenen Militärtechnik jedoch bereits veraltet war. Am 27. Januar 1903 wurde die Entfestigung angeordnet. [2] Jetzt konnte sich die Stadt ausdehnen. Viele öffentliche Gebäude wurden an dem als Ringstraße konzipierten Hohenzollernring /Askanierring erbaut. 1908 wurde die St. Marien-Kirche, 1911 das Stadtbad Spandau sowie die Königliche Landesturnanstalt und das Lehrerseminar errichtet. Die Einwohnerzahl Spandaus stieg von rund 70.000 im Jahr 1905 bis auf 110.000 im Kriegsjahr 1917.
Im 19. Jahrhundert wurde in Spandau die Rüstungsindustrie massiv ausgebaut. Das hier gefertigte Maschinengewehr MG 08/15 wurde zum Synonym für die gleichnamige Redewendung. Im Ersten Weltkrieg wurde diese Industrie noch mehr erweitert, sodass zum Ende des Krieges Spandau ein bedeutendes Rüstungszentrum des Deutschen Reichs geworden war.
Die ersten Eisenbahnanschlüsse erhielt Spandau 1846 durch die Berlin-Hamburger Bahn und 1871 durch die Berlin-Lehrter Eisenbahn zwischen Berlin und Hannover.
Ab 1897 siedelte die Firma Siemens & Halske wichtige Industrieanlagen im Nordosten Spandaus an. Später wuchs daraus ein eigener Ortsteil: Siemensstadt.
Am 1. Oktober 1920 verlor Spandau die kommunale Selbstständigkeit und wurde Teil des achten Bezirks von Berlin.
[1.] Elsgrabenweg. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins (beim Kaupert)
[2.] zitadelle-spandau.de
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Berlin-Spandau (Stand: 20.11.2012)
2. Bestandsinformationen
Der Bestand ist durch Ausgliederungen aus der Handschriftensammlung des Landesarchivs und herauslösen der Nrn. 1, 2, 4 und 19 aus A Rep. 038-03 gebildet worden.
Insgesamt umfasst der Bestand 6 [AE] 0.15 [lfm] über die Zeit von 1567 - 1800.
Die Benutzung erfolgt über Findbuch und Datenbank.
Der Bestand wird wie folgt zitiert:
Landesarchiv Berlin A Rep. 590 Magistrat der Stadt Spandau bis 1809, Nr. …
3. Verweise
LAB A Rep. 038-03 - Magistrat der Stadt Spandau
LAB A Rep. 038-04-01 - Amtsverwaltung Spandau-Land
LAB A Rep. 038-05-01 - Gemeindeverwaltung Staaken
LAB A Rep. 038-06-01 - Gutsbezirksverwaltung Heerstraße
LAB A Rep. 038-08 - Bezirksamt Berlin-Spandau (1920 - 1945)
4. Literatur
Spandau in acht Jahrhunderten - Chronik. - (1971).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Zs 303(1971)
Chronik der Stadt und Festung Spandau - von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart. - Jürgens (1867).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Gesch 193
Jauch, Joachim: Spandau.- Ed. Luisenstadt (1996).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: 98/0286
Spandau 1232-1982 ein Literaturverzeichnis (Auswahl) ; aus Anlass des 750jährigen Jubiläums von Stadt und Bezirk Spandau. - Stadtbücherei Spandau (1982).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: 07/0815(2)
Neue Forschungsergebnisse vom Burgwall in Berlin-Spandau.- Staatl. Museen zu Berlin (1999).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Gesch 1063(N.F.9)
Militärstadt Spandau Zentrum der Preußischen Waffenproduktion 1722-1918. Begleitband zur gemeinsamen Ausstellung. - Brandenburgisches Verl.-Haus (1998).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: 00/0111
Pohl, Joachim: Das Benediktinernonnenkloster St. Marien zu Spandau und die kirchlichen Einrichtungen der Stadt Spandau im Mittelalter.- Böhlau (1996).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Ser 157(Beih. 5)
Der Bürger- und Einwohnerkataster der Stadt Spandau von 1723.- Degener (1993).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Ser 100(23)
Grothe, Jürgen: Spandau Schauplätze seiner Geschichte. - Haude & Spener (1991).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Ser 56(63)
St. Nikolai zu Spandau - Wegweiser durch Jahrhunderte. Festschrift zur 450-Jahr-Feier der Einführung der Reformation in der Mark Brandenburg. - Selbstverl. (1989).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: 08/0458
Pohl, Joachim: Juden in Spandau in der frühen Neuzeit.- (1988).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Zs 90(39)
Juden in Spandau vom Mittelalter bis 1945 .- Ed. Hentrich (1988).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: 91/0041
Kloke, Ines Elisabeth: Die Fischerfamilien von Spandau und Umgebung zwischen 1720 und 1840 eine sozialhistorische Studie. - (1987).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Ser 50(61)
Spandau - eine neupreußische Festung.- Selbstverl. (1986).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: 03/0891
Mueller, Adriaan von: Spandau, eine bedeutende mittelalterliche Stadt in der Mark Brandenburg archäologische-historische Forschungsergebnisse. - (1984).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: 84/0489
Aue, Rolf: Burg und Citadelle Spandau die Geschichte eines Bauwerkes in Zeichnungen durch 8 Jahrhunderte. - Selbstverl. (1983).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: 96/0258
Grothe, Jürgen: Zum Abriss des ehemaligen Garnison-Lazaretts in Spandau .- (1977).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Zs 88(1977)
Schultzenstein, Klaus: Juliusturm und Judenturm eine kritische Stellungnahme zu Günter Stein: Spandau und Spangenberg, 2 landesherrliche Burgen im 14. Jahrhundert in jüdischer Hand?. - (1976).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Zs 90(27)
Grothe, Jürgen: Ein Versuch zur Chronik des Ackerbürgerhauses Ritterstraße 6 in Spandau .- (1974).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Zs 88(1974)
250 Jahre Katholische Kirche in Spandau .- (1973).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: P 439
Kolb, Ingeborg: Das älteste Kirchenbuch der deutsch-reformierten Gemeinde zu Spandau 1667-1713.- (1971).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Zs 564(1971)
Spandau - eine kleine Heimatgeschichte - die Schrift erscheint anlässlich der Feier der 725jährigen Wiederkehr des Tages der Verleihung der Stadtrechte an Spandau. - Lezinsky (1967).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Gesch 633(1967)
Themel, Karl: Was geschah am 01. und 02.11.1539 in Berlin und Spandau? - eine Studie über den Beginn der märkischen Reformation und über die Geschichte ihrer Forschung. - (1965).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Zs 104(40)
Spandau. Vom Fischerdorf zum Großstadtbezirk eine kleine Heimatgeschichte. Die Schrift erscheint anlässlich der Feier der 725jährigen Wiederkehr des Tages der Verleihung der Stadtrechte an Spandau. - Lezinsky (1957).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Gesch 633(1)
Hengsbach, Arne: Spandauer Straßen erzählen Geschichte [725 Jahre Spandau]. - Born (1957).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: A 804
Schultze, Joh.: Die Pest in Spandau 1576.- (1938).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Zs 157(1938)
Koeltze, Friedrich: Geschichte der Schützengilde zu Spandau (Korporation) zur 600-Jahr-Feier ; 1334-1934. - Dreger (1934).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Gesch 309
Kuntzemüller, Otto: Urkundliche Geschichte der Stadt und Festung Spandau ; 1-2 von Entstehung der Stadt bis zur Gegenwart. - Dreger (1929).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Gesch 1265
Neumann, Johann Ernst: Aus der Festungszeit Preußischer Kammergerichts- und Regierungsräte auf Spandau 1780 - Tagebuch des Regierungsrates Neumann, geschrieben während der von Friedrich dem Großen über die Richter im Müller Arnold-Prozess verhängten Festungshaft. Mit Erläuterungen, Anmerkungen, einem Personenverzeichnisse sowie einer ausführlichen Geschichte des Müller Arnold-Prozesses. Mit den Bildnissen der Eheleute Arnold nach sehr seltenen Originalen. - A. Fischer (1910).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Bio 876
Neumann, Johann Ernst: Erlebnisse der verhafteten Kammergerichts- und Regierungsräte auf der Festung Spandau im Jahre 1780 - Auszüge aus dem Tagebuche des Rats Neumann. (Ein Beitrag zum Müller Arnold Prozess). - Frensdorff (1904).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: 03/0904
Curschmann, Fritz: Ein Urkundeninventar des Klosters Spandau.- (1904).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: 05968
Rittner, E.: Sagen aus Spandau und seiner Umgebung (1903).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Zs 68(1903)
Lamprecht, Richard: Die große Stadtschule von Spandau von ca. 1300-1853.- Hermann (1903).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: P 607
Schall, Martin: Urkundliche Nachrichten zur Geschichte der Garnison und Garnisonsgemeinde in Spandau - aus gedruckten und ungedruckten Quellen gesammelt und mitgeteilt ; 1-2. - Oesterwitz (1888).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: Gesch 973
Gesundheitsversorgung in Spandau vom Mittelalter bis zur Neuzeit.- Selbstverl. (2002).- Präsenzbibliothek Landesarchiv Berlin, Signatur: 03/0088
5. Konkordanz
l. Num. alte Archiv-Signaturen
A Rep. 590, Nr. 1 Rep. 208 Acc 1133, Nr. 9456
A Rep. 590, Nr. 2 Rep. 237 Acc. 1329, Nr. 3
A Rep. 590, Nr. 3 Pr.Br. Rep. 8 Stadt Spandau Nr. 1, STA Rep. 38 Magistrat der Stadt Spandau, Nr. 1,
A Rep. 038-03 - Magistrat der Stadt Spandau, Nr. 1
A Rep. 590, Nr. 4 Pr.Br. Rep. 8 Stadt Spandau Nr. 2, STA Rep. 38 Magistrat der Stadt Spandau, Nr. 2,
A Rep. 038-03 - Magistrat der Stadt Spandau, Nr. 2
A Rep. 590, Nr. 5 Pr.Br. Rep. 8 Stadt Spandau Nr. 4, STA Rep. 38 Magistrat der Stadt Spandau, Nr. 4,
A Rep. 038-03 - Magistrat der Stadt Spandau, Nr. 4
A Rep. 590, Nr. 6 STA Rep. 38 Magistrat der Stadt Spandau, Nr. 4, A Rep. 038-03 - Magistrat der Stadt Spandau, Nr. 4
Bestand
Verwandte Verzeichnungseinheiten: LAB A Rep. 038-03 Magistrat der Stadt Spandau (ab 1809)
LAB A Rep. 349 Amtsgericht Spandau
BLHA Pr.Br.Rep. 10 B Benediktinerinnenkloster Spandau
BLHA Pr.Br.Rep. 10 C Kirchen
BLHA Pr.Br.Rep. 7 Amt Spandau
BLHA Pr.Br.Rep. 2 Kurmärkische Kriegs- und Domänenkammer
BLHA Pr.Br.Rep. 78 Kurmärkische Lehnskanzlei
BLHA Pr.Br.Rep. 23 A Kurmärkische Stände
LAB A Rep. 349 Amtsgericht Spandau
BLHA Pr.Br.Rep. 10 B Benediktinerinnenkloster Spandau
BLHA Pr.Br.Rep. 10 C Kirchen
BLHA Pr.Br.Rep. 7 Amt Spandau
BLHA Pr.Br.Rep. 2 Kurmärkische Kriegs- und Domänenkammer
BLHA Pr.Br.Rep. 78 Kurmärkische Lehnskanzlei
BLHA Pr.Br.Rep. 23 A Kurmärkische Stände
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 AM CEST